Ziel des Studiengangs ist eine praxisnahe Ausbildung von Forst-Managern, die qualifiziert sind, eigenverantwortlich praktische Waldbewirtschaftungsmaßnahmen anzuleiten und durchzuführen.
Vor dem Hintergrund sich wandelnder eigentumsrechtlicher Rahmenbedingungen mit einem deutlichen Trend hin zu privatwirtschaftlichen Unternehmensformen werden die Forst-Manager befähigt, im Konfliktfeld der ökonomischen, ökologischen und sozialen Nachhaltigkeit eine erfolgsorientierte Bewirtschaftung und Entwicklung der Naturressource Wald sicherzustellen.
Die Forstwirtschaft in Deutschland befindet sich spätestens seit 1990 in einem ausgeprägten Wandel. Insbesondere die tiefgreifenden Veränderungen in den öffentlichen Forstverwaltungen — überlagert durch die zunehmende Globalisierung der relevanten Märkte — formulieren neue Herausforderungen an die Absolventen forstwirtschaftlicher Studiengänge. Dies betrifft insbesondere folgende ökonomische Einflussfaktoren:
Im gleichen Maße steigen die Anforderungen an ein nachhaltiges Ökosystemmanagement, verursacht und beeinflusst z. B. durch
Die eindeutigen Stärken der spezifischen forstlichen Ausbildung an der HNE Eberswalde (FH) liegen in diesem Kontext unmittelbar in der praxisorientierten Vermittlung von Studieninhalten. Durch die Ausbildung von Forst-Managern und ihrem Einsatz u.a. in zunehmend privatwirtschaftlich organisierten öffentlichen Forstbetrieben sowie in forstlichen Dienstleistungsbetrieben soll diesen neuen Anforderungen an ökonomisch ausgebildete, forstliche Fachkompetenz Rechnung getragen werden. Das traditionelle Bild eines Revierförsters, zuständig für ein regional abgegrenztes Forstrevier mit überwiegend verwaltenden und hoheitlichen Tätigkeiten, weicht dem Bild eines dienstleistungsorientierten Partners in ökonomischen und ökologischen Sachfragen.
Im Verlaufe des Studiums werden folgende Qualifikationen vermittelt:
Darüber hinaus werden weitere Schlüsselqualifikationen vermittelt:
Der neue grundständige Bachelor-Studiengang Forstwirtschaft an der HNE Eberswalde (FH) ersetzt ab sofort den gleichnamigen Diplomstudiengang. Die Umstellung wird zu einer weitgehenden Reformierung der Lehrformen und —inhalte genutzt. Im Gegensatz zu vergleichbaren Studiengängen bietet er u.a. eine breite Palette forstökonomischer Studienschwerpunkte (unter Beteiligung privater Forstbetriebe). Grundlagenorientierte Fachinhalte werden weitestgehend vorausgesetzt (Mathematik, Chemie, Physik, Biologie und EDV). Der Vermittlung sozialer und kommunikativer Kompetenzen wird im gesamten Studienverlauf ein breiter Raum gewidmet.
Mit dem Abschluss eines „Bachelor of Science“ (B.Sc.) werden die Absolventen befähigt, eigenständig und eigenverantwortlich Forstbetriebe, forstliche Dienstleistungsbetriebe sowie Unternehmungen im verwandten Bereich zu leiten. Die anwendungsorientierte Ausbildung mit rechtzeitiger Spezialisierung im Bereich der Forstökonomie, insbesondere der Unternehmensführung, wird im Rahmen eines komplexen und integrierten Studienablaufs sichergestellt.