Das Jahr 1999 war geprägt von großen Umstrukturierungen. Der Umfang der anfallenden Arbeiten nahm beständig zu ohne Personalzuwachs. Größere technische Ausfälle waren zu beklagen.
Die Arbeit des ITSZ war trotzdem immer darauf gerichtet, die Qualität und Effektivität der Lehre zu erhöhen. Dazu gehörten eine einheitliche Softwareausstattung, voll vernetzte Computer und der umfassende Einsatz des Internet und der damit verbundenen Technologien in der täglichen Arbeit.
So wurde im Internet in Form einer Infoseite eine interaktive Informationsplattform für die FH geschaffen, auf der Termine eingetragen und Informationen mit einem Klick abgerufen werden können. Für kleinere Probleme haben wir eine Problemdatenbank eingeführt. Das ist eine Webseite des ITSZ, über die Probleme gemeldet werden können. Für uns bildet diese Seite zugleich einen Arbeitsplan, den wir nach und nach abarbeiten können. Als interne Neuerung haben wir eine zentrale Datenbank für alle Arbeiten des ITSZ aufgebaut, die z.B. für die Pflege von Nutzer-Accounts, der Inventarlisten oder zur Erfassung von Rechnungen dient.
Leider gab es 1999 immer wieder Ausfälle von Geräten und Software. Zu nennen wäre hier der Ausfall unseres Hauptservers für die Nutzerdaten und die Anmeldung im September, der zu einem beträchtlichen Verlust an Daten führte. Als Ersatz musste ein neuer NT-Server als Hauptserver angeschafft werden, der im übrigen auch dem erhöhten Datenaufkommen der Studierenden Rechnung trägt. Die Festplattenkapazität beträgt nun 80 GB. Als Negativum dieser Neuanschaffung muss bemerkt werden, dass es dadurch Probleme gibt, Daten auf Magnetband zu sichern. Das Backup-Problem wird dadurch größer und konnte in 1999 nicht befriedigend gelöst werden.
Die EDV-Kommission als Senatskommission tagte mehrmals und erörterte wichtige Entscheidungen im IT-Bereich. Durch die Besetzung der Kommission mit Vertretern aus jedem Fachbereich und Studierenden wurden Ideen und Informationen ausgetauscht und Probleme offen diskutiert. Schwerpunkte waren in diesem Jahr: Problembehebung und Vermeidung von 2000-Problemen, die Vernetzung der FH, die Druckkostenabrechnung, die Sicherheit in den Pools und die HIS-Software.
Bis Februar hatten wir 2 Praktikanten betreut. Zwei Azubis im 2. Ausbildungsjahr in den erhielten ihre praktische Ausbildung in den Berufen „Informatikkaufmann“ und „Fachinformatiker“.
Ein Mitarbeiter des ITSZ mit Arbeitsschwerpunkt im Bereich Bibliothek und GIS hat im März die FH verlassen. Dafür wurde ein neuer Mitarbeiter eingestellt. Die Einarbeitungszeit für diesen Mitarbeiter war extrem kurz, da auch die kommissarische Leiterstelle in diesem Zeitraum wegen Krankheit zwei Monate unbesetzt war.
Im Mai erhielten wir eine weitere halbe Stelle zum ITSZ hinzu, wodurch unsere Mitarbeiterzahl auf 2,5 anstieg, zuzüglich der zwei Azubis.
Durch die aufgetretenen Probleme mit der Technik, der Softwareumstellung und Mitarbeiterwechsel hat die Ausbildung der Azubis und die Qualifikation bzw. Weiterbildung der ITSZ-Mitarbeiter stark gelitten.
Der Bestand an Computern für die Pools wurde nicht wesentlich erweitert. Für studentisches Arbeiten stehen wie bisher ca. 100 Computer Pentium 90 bis Pentium-II 233 zur Verfügung. Einige 486er Computer wurden aus dem Pool genommen und für andere Aufgaben benutzt, wie z.B. der Linux-Gruppe übergeben. Als sehr positiv erwies sich auch in diesem Jahr das Vorhandensein eines Computerpools zur freien Nutzung, ohne Störung durch Lehrveranstaltungen. Gleichzeitig wurden viele neue Chipkarten an die Studierenden ausgegeben, mit denen sie die Möglichkeit haben, die Computerpools in der Schicklerstraße rund um die Uhr zu nutzen.
Der heiße Sommer machte den Computern in den Pools und den Servern in den unklimatisierten Räumen erhebliche Probleme. Es wurden transportable Klimageräte angeschafft, um weiteren Ausfällen vorzubeugen.
In der Vorlesungsfreien Zeit im Sommer wurde ein umfassendes Update der Software aller Computer vor allem am Campus Möllerstraße durchgeführt. Notwendige Hardwareaufrüstungen in den Pools und in der Verwaltung, vor allem Speichererweiterungen, wurden vorgenommen und die Software auf einen einheitlichen Stand gebracht. Danach haben wir auf allen FH Computern einheitlich das Betriebssystem Windows NT 4.0 mit der Standard-Office-Software „Microsoft Office Professional 97“, und damit optimale Bedingungen für den Austausch elektronischer Dokumente geschaffen.
Im Zuge der Umstellung fand eine Kontrolle der benutzten Softwarelizenzen statt und die Inventarisierung der Computer wurde vorangetrieben. Probleme bei der Inventarisierung ergaben sich durch ausgetauschte Teile und fehlende Rechnungen.
In der Verwaltung, die durch das ITSZ mitbetreut wird, wurde neben der Vereinheitlichung der Hard- und Softwarebasis, ein neuer Datenbankserver installiert und neue Software der HIS GmbH (HIS-MBS und HIS-SOS/ZUL) installiert.
Zum wiederholten Male wurde erwogen, die steigenden Druckkosten bei den Studierenden abzurechnen, die die Drucker in den Computerpools benutzen. Ein Abrechnungsverfahren konnte bisher aber nicht eingeführt werden, obwohl seitens des ITSZ mehrfach Vorschläge zur Durchführung unterbreitet wurden.
Ein großes Thema war die 2000-fähigkeit der Rechnersysteme an der FH. Tests Ende April ergaben keine zu erwartenden Probleme, bis auf vereinzelte manuelle Nacharbeiten bei sehr alten 486-er Rechnern. Spezielle Vorsorge wurde beim Gebührenerfassungscomputer der Nebenstellenanlage Schicklerstraße getroffen, und eine Sicherung und Rücksetzung der Daten am 31.12. durchgeführt.
Die größte Investition 1999 war die Vergabe eines Auftrags für die umfassende Vernetzung des Campus Möllerstraße mit dem Campus Schicklerstraße und dem Forstbotanischen Garten mit 100 Mbit/s zum November/Dezember. Damit verbunden war eine erhebliche Verbesserung der Internetanbindung für den Campus Möllerstraße. Für das ITSZ bedeutete das ebenfalls eine wesentliche Erleichterung bei der Wartung der Server und die Möglichkeit die Server umzukonfigurieren. Gleichzeitig mit der Campusvernetzung wurde das Technikum Holztechnik in der Möllerstraße und das Pförtnerhäuschen in das Netz eingebunden. Damit sind nun alle Gebäude der FH über Glasfaser verbunden.
Zusammenfassend kann festgestellt werden, das alle Beschäftigten im ITSZ in Zusammenarbeit mit den IT-Vertretern aus den Fachbereichen und zentralen Einrichtungen, trotz der schlechten Voraussetzungen, großartige Leistungen vollbracht haben und die Fachhochschule somit eine gute Basis für zukünftige Entwicklungen der IT erhalten hat. Insbesondere wurde mit der Vernetzung aller Gebäude die Voraussetzung für eine verbesserte Internetanbindung und für IP-Telefonie geschaffen. Wegen fehlenden Personals mussten auch diesmal viele wichtige Arbeiten zurückgestellt werden, wie die Betreuung der Studierenden bei Problemen, die Wartung der Computer und vor allem Maßnahmen zur Datensicherung.