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ITSZ Jahrebericht 2000-2001

3.3 ITSZ

3.3.1 Allgemein

Im Jahr 2000 war das IT-Servicezentrum weiterhin bestrebt, die Qualität des Netzwerkes und der Arbeit mit dem Computer für alle Nutzer der Fachhochschule zu verbessern. Die Jahr 2000-Umstellung der Computer war dank guter Vorbereitung und umfangreicher Sicherungsmaßnahmen problemlos möglich, so dass bereits im Januar ein stabiler Betrieb gewährleistet war.

Die Anzahl der zu betreuenden Computer wuchs bis Ende 2001 auf 250 an; die Zahl der Nutzer auf 1300. Das ITSZ ist verantwortlich für den Aufbau und den Betrieb des Netzwerkes, die Wartung der Computerpools und anderer Computer, die Beschaffung und Installation der Computertechnik. Wir betreuen (technisch) das Bibliothekssystem und das Studentenverwaltungssystem sowie das Mittelbewirtschaftungssystem des Haushaltsamtes. Wir betreiben 14 Server-Computer (WWW, Email, Datei- und Druckserver u.a.), die rund um die Uhr laufen und machen die zentrale Datensicherung. Zu unseren weitern Aufgaben gehören die Pflege zentraler Webseiten, die Betreuung zentraler Drucker, der Betrieb der Telefonanlage und des Zugangskontrollsystems Schicklerstraße. Die Beschaffung von Standard-Software und die Lizenzverwaltung zählen auch zu unserem Aufgabenbereich.

Zur Erfassung der Leistungen des ITSZ und zur Dokumentation wurde ein elektronisches webbasiertes Logbuch eingeführt. Es dient gleichzeitig dazu, die Kommunikation innerhalb des ITSZ auch über die zwei Standorte zu verbessern.

Die Bestrebungen des ITSZ zielten im Berichtszeitraum vor allem in zwei Richtungen: die Leistung des Netzwerkes und des Internetzugang und der dazugehörigen Dienste, wie WWW und Email, zu verbessern, und eine höhere Ausfallsicherheit zu erreichen. Grundlage dafür war die Ende 1999 in Auftrag gegebene Glasfaser-Vernetzung der Campusteile Schicklerstraße und Möllerstraße. Die Kapazität der Server wurde nicht wesentlich erhöht.

3.3.2 Personal

Zwei Azubis im 3. Ausbildungsjahr erhielten ihre praktische Ausbildung in den Berufen „Informatikkaufmann“ und „Fachinformatiker“ an der FH im ITSZ. Sie konnten ihre Lehre im Sommer 2000 erfolgreich abschließen und wurden verabschiedet.

Mitte November 2000 nahmen wir einen neuen Azubi für die Fachrichtung „Fachinformatik“ bei uns auf, der hier seine 3-jährige praktische Ausbildung absolviert. Nebenbei betreuten wir Praktikanten. Es stellte sich jedoch heraus, dass dies sehr viel unserer Zeit beansprucht.

Die Personalausstattung des ITSZ konnte nicht verbessert werden. Da der Arbeitsaufwand jedoch beständig anstieg, gab es merkliche Einschnitte bei den erbrachten Dienstleistungen des ITSZ für die Fachbereiche und Studenten. Nicht alle Wünsche konnten befriedigt werden, so dass die Fachbereiche zu einer höheren Eigenständigkeit und Eigenverantwortlichkeit bei der Beschaffung und Betreuung der Computertechnik übergehen mussten. Dies betrifft auch die Pflege der Webseiten für die Außendarstellung der FH im Internet. Zur Sicherung des Betriebes an der FH wurden von allen ITSZ-Mitarbeitern sehr viele Überstunden geleistet, die selten angerechnet werden konnten. Die Bereitschaft, sich zu engagieren und auch in neue Technologien einzuarbeiten war sehr ausgeprägt.

Durch die ständige Zunahme an hochspezialisierten Softwaresystemen und der Anzahl von Computern und Studenten waren wir oftmals gezwungen, ohnmächtig Defizite zu akzeptieren, die wir eigentlich von unserer Zielstellung und unserem Anspruch her nicht vertreten können. Gibt es keine Verbesserung der Personalsituation, müssen Studenten und Mitarbeiter auch in Zukunft weitere Einschnitte in Kauf nehmen.

An Weiterbildungslehrgängen wurden 2001 ein einwöchiger Windows-2000-Adminkurs und ein 3-Tage Sun-UNIX-Kurs besucht.

3.3.3 Neuheiten, Entwicklungen, Nutzung

Im März 2000 erhielt die FH eine schnellere Internetanbindung mit einer Bandbreite von 2 MBit durch den lokalen Internet-Provider, die Telta Citynetz GmbH.

Neuerungen ergaben sich dadurch bei der Internetnutzung. Durch den Vertrag, in dem das Datenvolumen auf 20GB pro Monat begrenzt wird, war es notwendig, diese Beschränkung an die

Mitarbeiter und Studenten weiterzugeben. Dazu wurde eine automatische Auswertung erstellt, die diese Beschränkung überwacht und gegebenenfalls bei mehrfacher Überschreitung des in der Benutzerordnung verankerten Limits den Zugang für den Nutzer sperrt. Diese Methode hat sich bewährt und wir konnten unser Volumenlimit einhalten. Seit Oktober 2001 haben wir ein Volumenlimit von 40 GB/Monat.

Das Studentenwohnheim Bernauer Heerstraße wurde mit dem HNEE-Netz verbunden. Die Bewohner haben damit freien Zugang zu den HNEE-Ressourcen, einschließlich Email, und können unter Kostenbeteiligung auch den schnelleren Internetanschluß mitbenutzen. Das dafür notwendige Anmelde- und Abrechnungsverfahren wurde weitestgehend automatisiert und webbasiert aufgebaut. Bis auf einen technisch bedingten Ausfall November 2001 funktioniert dieses Verfahren reibungslos.

Der Bestand an Computern für die Pools wurde nicht wesentlich erweitert. Für studentisches Arbeiten stehen wie bisher ca. 100 Computer Pentium 90 bis Pentium-II 233 zur Verfügung. Alle 486er Computer wurden aus den Pools genommen.

Der heiße Sommer machte den Computern in den Pools in den unklimatisierten Räumen erhebliche Probleme. Bei Temperaturmessungen wurden Raumtemperaturen um 30 Grad gemessen, die ein vernünftiges Arbeiten in den Räumen unmöglich machten. Es wurde über Möglichkeiten der Behebung dieses Zustandes beraten. Mit reflektierenden Jalousien wurde 2001 schließlich Abhilfe geschaffen. Die Serverstandorte wurden durch stationäre und teilweise auch transportable Klimageräte gekühlt.

In der vorlesungsfreien Zeit im Sommer 2000 wurden die Computerpools gewartet und gereinigt. Dabei stellte sich heraus, dass viele Probleme durch nicht erlaubte Installationen durch Studenten verursacht werden. Aufgrund sehr hoher Druckkosten und einem zunehmenden Wartungsaufwand für die in den Computerpools installierten Farbtintenstrahldrucker waren wir gezwungen, diese — bis auf einen für den GIS-Pool — zu entfernen. In jedem Raum befindet sich weiterhin mindestens ein Laserdrucker. Die Auswertung des Druckvolumens wurde aufgrund von Softwareproblemen eingestellt. Studenten können kostenlos ausdrucken, wenn sie eigenes Papier mitbringen. Diese Regelung hat sich bewährt.

Leider gibt es auch Negatives zu berichten. Bei einem Einbruch in der Bibliothek Ende November 2000 wurden alle Flachbildschirme der Recherche-Arbeitsplätze entwendet, die für die öffentliche Internetnutzung eingerichtet waren. Auch PC’s der Mitarbeiter waren betroffen. Da eine Ersatzbeschaffung nicht sofort möglich war, gab es zum Jahresende erhebliche Nutzungseinschränkungen.

Die Server der FH wurden seit 2000 verstärkt Ziele von Angriffen aus dem Internet. Das betrifft einerseits den Email-Server, der für Spam-Mails missbraucht wurde, als auch die Web- und FTP-Server. Durch immer neue und „bösartige“ Computerviren wurde die Arbeit zunehmend beeinträchtigt. Wir waren daher gezwungen die Maßnahmen zur Sicherheit zu verstärken. Dies war auch für uns ein Lernprozess, der nicht immer sofort Ergebnisse brachte. Vor allem war der zeitliche Aufwand dafür sehr hoch. Wir haben versucht einen Kompromiss zwischen Offenheit nach Außen und angemessenem Schutz der HNEE-Ressourcen zu finden.

Das Jahr 2001 war geprägt von tiefgreifenden Veränderungen im HNEE-Netz. Aktive Netzkomponenten wurden teilweise ausgetauscht, so dass einige Engpässe beseitigt wurden. Eine grafische Webseite informiert seit Oktober über die Netzauslastung. Die Server wurden im Zuge des Umstiegs auf Windows 2000 neu installiert und konfiguriert. Alle wichtigen Server erhielten eine Gigabit-Anbindung an das Netz. Wir haben damit begonnen einen leistungsfähigen Gigabit-Campusbackbone aufzubauen. Die Verbindung zwischen Haus 1 und Haus 2 erfuhr zum Ende des Jahres ein Upgrade auf 1 Gbit/s. Die in die Jahre gekommene Technik verursachte zahlreiche technische Ausfälle. Die Verbindung zum Studentenwohnheim in der Bernauer Heerstraße war 4 Tage im November nicht nutzbar.

Im September erfolgte in Zusammenarbeit mit Telta Citynetz GmbH die Umstellung es HNEE-Netzwerkes auf neue IP-Adressbereiche.

2001 setzten wir alles daran, die Sicherheit der Server zu verbessern. Dazu wurde die Software des Email-Servers erneuert und mit einem Virenscanner versehen. Dennoch ließ es sich nicht vermeiden, dass der Badtrans-Virus einige Rechner infizieren konnte und unsere FTP-Server missbraucht wurden. Die Verwaltung erhielt eine neue Firewall und einen neuen Server mit redundanten Festplatten. Auch ein neuer Server für Email und WWW ging in Betrieb.

Die EDV-Kommission als Senatskommission tagte mehrmals und erörterte wichtige Entscheidungen im IT-Bereich. Durch die Besetzung der Kommission mit Vertretern aus jedem Fachbereich und Studierenden wurden Ideen und Informationen ausgetauscht und Probleme offen diskutiert. Schwerpunkte waren 2000: der neue Internetanschluss über den lokalen Internetprovider Telta Citynetz GmbH sowie die Verbindung der Standorte und der Anschluss des Studentenwohnheims in der Bernauer Heerstraße; im Jahre 2001: die Evaluation der Lehre

3.3.4 Highlights

Der Beitritt der FH zu einem Rahmenvertrag der Firma NAI mit deutschen Hochschulen ermöglichte es uns, alle Arbeitsplätze mit einem leistungsfähigen und aktuellen Virenscanner auszustatten.

Andere große langfristige Softwareverträge zum Teil in Kooperation mit anderen Hochschulen gestatten uns in Zukunft die Nutzung modernster Software. Für den Bereich GIS (Geografische Informationssysteme) wurden die Softwarepakete ArcInfo und ArcView von ESRI aktualisiert und für statistische Auswertungen SPSS auf den neuesten Stand gebracht.

Als Highlights des Jahres 2000 können wir vor allem den Anschluss des Studentenwohnheims Bernauer Heerstraße in Zusammenarbeit mit dem Studentenwerk Frankfurt/Oder nennen, sowie die Neugestaltung des Internetzugangs über die Telta Citynetz GmbH.

Als Highlight des Jahres 2001 möchten wir die Umstellung der Server von Windows NT 4 auf Windows 2000 nennen und den Beginn des Aufbaus eines Gigabit-Campusbackbone.

Im Rahmen des Computer-Investitions-Programmes (CIP) wurden in enger Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Landschaftsnutzung und Naturschutz Fördermittel für einen neuen Computerpool für die GIS-Ausbildung beantragt, die schließlich Ende 2001 auch genehmigt wurden. 19 leistungsfähige Computer konnten beschafft werden und stehen für die Ausbildung im Sommersemester 2002 zur Verfügung.

(letzte Änderung: 22.07.2005 von Andreas Bonadt)