Das IT-Servicezentrum (ITSZ) ist als zentrale Einrichtung der HNE Eberswalde für eine Reihe fachbereichsübergreifender Aufgaben im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnik verantwortlich:
In den Jahren 2008 und 2009 wurde die Serverlandschaft an der Hochschule grundlegend umgebaut. Schwerpunkt war die umfassende Virtualisierung der Server, wodurch der Energieverbrauch um 120.000 kWh jährlich reduziert werden konnte. In zwei Serverräumen wurden Elektrozähler installiert, um die Energieeinsparung messbar zu machen. Mit der Einführung zentraler Datenspeicher (Netapp) stieg zugleich die Leistungsfähigkeit. Bis zum Ende des Berichtszeitraumesstieg die Nettospeicherkapazität von etwa acht Terabyte auf 28 Terabyte an. Speicherbeschränkungen für die Nutzer wurden weitestgehend gelockert oder aufgehoben. Durch Reduzierung der Zahl der physischen Server konnten diese neu verteilt werden, so dass ein dritter Standort als reiner Backup-Standort eingerichtet werden konnte. Die Backupkapazität wurde soweit erweitert, dass vollständige Backups in einer vertretbaren Zeit möglich sind. Dazu wurde eine LTO-Tapelibrary DELL ML6000 beschafft. Für den Mailserver führten wir eine Backup-To-Disk-Lösung ein.
Auch im Desktop-Bereich wurde virtualisiert. Um Erfahrungen zu sammeln, wurdenzwei Computerpools auf Thin- beziehungsweise Zero-Client-Betrieb (Panologic) umgestellt. Mangels ausreichend schneller Speicherkapazität und aufgrund von Fehlern in der Software wurde der Ausbau trotz teilweise guter Erfahrungen vorerst nicht weiter betrieben.
Die Ausstattung an Standardsoftware für die etwa 400 PCs der Hochschule blieb während des Berichtszeitraums gleich. Als Office-Suite wird überwiegend MS Office Professional 2003 eingesetzt. Vereinzelt wurden testweise 2007er Versionen installiert. Für die Literaturverwaltung wurde Ende 2009 campusweit die Software Citavi eingeführt. Seit November 2009 haben die Studierenden über das Mircosoft MSDNAA-Programm kostenfreien Zugang zur aktuellsten Microsoft-Software, da die HNE Eberswalde im IT-Academy-Programm aufgenommen wurde.
Serverseitig ergaben sich in den Jahren 2008 und 2009 größere Änderungen: So wurde der E-Mail-Server von Exchange 2003 auf Exchange 2007 umgestellt, und damit die ersten 64bit-Server in Betrieb genommen. Die campusweite Antiviruslösung von Sophos wurde aus Kostengründen auf McAfee umgestellt. Die jährlichen Ausgaben für Software-Wartungs- und Supportverträge erreichten mit 27.000 Euro für den Bereich des IT-Servicezentrums und etwa 51.000 Euro für den Verwaltungsbereich einen neuen Höchststand. Einige große Anschaffungen konnten mit Hilfe von Fördergeldern realisiert werden. So wurde 2008 der Aufbau des neuen zentralen Backupsystems mit EFRE-Mitteln in Höhe von insgesamt 55.000 Euro finanziert.
Durch die beginnende Baumaßnahme an Haus 5 der Hochschule wurden Büroräume außerhalb des Campus angemietet. Das Objekt Polizeibaracke wurde mittels einer Gigabit-Standleitung an das Campusnetz angeschlossen, so dass derzeit vier Standorte verbunden sind. Änderungen ergaben sich auch bei der Vernetzung der Studentenwohnheime mit der Hochschule. Durch die wachsenden Anforderungen der Studierenden und aufgrund von technischen Schwierigkeiten fiel die Entscheidung aufeine Variante der Anbindung, bei der unser Internetprovider die Nutzerverwaltung und die Anbindung betreut und unser Netz trotzdem direkt erreichbar bleibt. Dieser Service wird seit dem Sommer 2008 angeboten und ist kostenfrei, die ihr Domizil im Studentenwohnheim bezogen haben. Der Volumentarif, den wir vorher über die Hochschule angeboten haben, wurde eingestellt.
Seit Mitte 2009 wurde mit einer umfassenden Prozessanalyse im Bereich der Studierendenverwaltung eine Umstellung der Software eingeläutet. Es fand daraufhin eine Ausschreibung für ein neues Campus-Managemensystem statt. Die Umstellung soll 2011 abgeschlossen werden. Im Zuge dessen wurden Mitte 2009 elektronische Chipkarten (Intercard) für Studierende eingeführt („Eberswalder Greencard“), zunächst mit den Funktionen: Studierendenausweis, Semesterticket und Zugangskarte für PC-Pools. Weitere Funktionen sind geplant. Das Zutrittskontrollsystem von 1997 wurde durch ein flexibles modernes System (Intrakey) abgelöst, das die Nutzung der Greencard erlaubt.