Biomasse
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Erneuerbare Energien gewinnen in jüngerer Zeit ein größeres Gewicht durch die zunehmende Bedrohung des Weltklimas durch den Verbrauch an fossilen Energiequellen. Verknappung durch politische Einflüsse und zur Neige gehender leicht zugänglicher Quellen sind weitere Gründe für ein wachsendes Interesse an Alternativen zur herkömmlichen Energiebeschaffung. Durch neue Technologien werden diese immer kostengünstiger, es werden Arbeitsplätze geschaffen und durch dezentrale, regionalisierte Energieerstellung gewinnen periphere ländliche Räume in vielerlei Hinsicht an neuen Perspektiven.
Parallel zu dieser Entwicklung wird seit wenigen Jahren stufenweise eine agrarpolitische Wende eingeleitet, die u. a. der kostspieligen Überschussproduktion im Nahrungsmittelbereich die Erzeugung nachwachsender Rohstoffe gegenüberstellt. Hierbei kommt der Erzeugung von Energiepflanzen eine große Rolle zu. In der vorliegenden Untersuchung wurden die Möglichkeiten geprüft, unter den jetzigen Bedingungen der landwirtschaftlichen Produktion für die Landkreise Barnim und Uckermark Biomasse zur Erzeugung erneuerbarer Energie zu produzieren.
Ziele und Rahmenbedingungen der Untersuchung:
- Abschätzung der Potentiale an Biomasse zur energetischen Verwertung.
- Berücksichtigung der pflanzenbaulichen Restriktionen, d. h. keine Utopien sondern gängige Praxis soll die Grundlage sein.
- Berechnung der Potentiale für den konventionellen bzw. integrierten und ökologischen Landbau, da letzterer wachsende Flächenanteile im Untersuchungsraum einnimmt.
- Das Intensitätsniveau der Bewirtschaftung entspricht dem heutigen Stand.
- Die Bewirtschaftung ist auf Nachhaltigkeit ausgerichtet, die Bodenfruchtbarkeit bleibt erhalten.
- Einbezug der heute verfügbaren Technologien in der Landwirtschaft, um ein weitgehend realistisches und kurzfristig umsetzbares Konzept zu unterstützen.
- Berücksichtigung der Standortbedingungen, um optimale Standorte für die Erzeugung zu identifizieren.
- Räumlich differenzierte Darstellung, die einen ersten Aufschluss über logistische/planerische Aspekte zu erhalten.
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Leiter: |
Prof. Dr. H.-P. Piorr |
| Kooperationspartner: |
Zentrum für Agrarlandschafts- und Landnutzungsforschung (ZALF) |
| Dauer: |
2002 |
| Finanzierungsträger: |
Planungsgemeinschaft Uckermark-Barnim |
| Mitarbeiter: |
Dipl.-Geoök. Anita Scholzen |
| Schlagworte: |
Landwirtschaft, Forstwirtschaft, erneuerbare Energien, nachwachsende Rohstoffe, integrierter Landbau, ökologischer Landbau |
| Homepage: |
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(letzte Änderung: 05.05.2006 von Rainer Schlepphorst)