Projektleitung: Prof. Dr. Hartmut Rein (BTE/FHE), Prof. Dr. Anna Maria Häring (FHE), Dr. A. Wirsig, (terra fusca GmbH)
Zeitraum: August 2008 – Juli 2009
Recherche für Produkte aus Brandenburg mit einem Potential für den Schutz geografischer Angaben bzw. Ursprungsbezeichnungen gemäß Verordnung (EG) Nr. 510/2006 sowie für den Schutz als garantiert traditionelle Spezialität gemäß Verordnung (EG) Nr. 509/2006
Projektleitung: Prof. Dr. Hartmut Rein (FHE/BTE), Prof. Dr. Wolfgang Strasdas (FHE)
Zeitraum: August bis Dezember 2008
Organisation und Durchführung im Auftrag des Deutschen Tourismusverbandes (DTV). Gefördert durch das Bundesamtes für Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU)
Aufgabe des Projektes ist es, die Wertschöpfung und die Wirtschaftskraft des Tourismus im Landkreis Barnim zu analysiert. Dazu soll auf Basis der Auswertung der statistischen Daten der Übernachtungszahlen in gewerblichen Einrichtungen, einer Abschätzung der Übernachtungen in Privatunterkünften bzw. nicht gewerblichen Unterkünften sowie der Menge der Tagesausflügler, das touristische Aufkommen im Landkreis Barnim bestimmt werden. Dieses wird mit Kennwerten für die Tagesausgaben der jeweiligen Gästegruppen in Bezug gesetzt und daraus der touristische Umsatz, die Wertschöpfung sowie Arbeitsplatzäquivalente und der Beitrag zum Volkseinkommen abgeleitet. Im Ergebnis des Projektes wird die Bedeutung des Wirtschaftssektors Tourismus für den Landkreis Barnim dargestellt.
Projektleitung: Prof. Dr. Hartmut Rein, Laufzeit: Dezember 2007 bis März 2008
angesehen. Durch eine Auswertung der Fachliteratur, der entsprechenden Reiseanalysen und Trendstudien soll das Nachfragepotenzial für Natururlaub in Estland analysiert und in einer Konkurrenzanalyse die Position Estlands auf dem naturtouristischen Reisemarkt für deutsche
Urlauber bestimmt werden. Die Untersuchung dient der künftigen Ausrichtung des Deutschland-Tourismusmarketing des Estonian Tourism Boards.
Projektleitung: Prof. Dr. Hartmut Rein
Um die regionalwirtschaftlichen Effekte des Nationalparks Unteres Odertal in regelmäßigen Intervallen zu erfassen und zu dokumentieren, soll ein entsprechendes Erfassungs- und Monitoringkonzept erarbeitet werden. Dieses Konzept soll sich an die Untersuchung von JOB, HARRER; METZLER, HAJIZADEH-ALAMDARY (2005) im Auftrag des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) zur Bedeutung von Großschutzgebieten für den Tourismus und die wirtschaftliche Entwicklung der Region und dem im Jahr 2006 von den gleichen Autoren verfassten Leitfaden „Ökonomische Effekte von Großschutzgebieten – Leitfaden zur Erfassung der regionalwirtschaftlichen Wirkungen des Tourismus in Großschutzgebieten“ orientieren. Die dort entwickelte Methodik soll an die ortspezifischen und ökonomischen Rahmenbedingungen des Nationalpark Unteres Odertal angepasst werden und als Grundlage für regelmäßige Folgeuntersuchungen in der Zukunft dienen.
Kursdurchführung: Prof. Dr. Wolfgang Strasdas, Prof. Dr. Hartmut Rein
UNESCO Natural World Heritage Sites unterliegen durch die institutionellen und ökonomischen Krisen infolge der gesellschaftlichen Umbrüche in Mittel-, Süd- und Osteuropa akutem Handlungsdruck. Zum einen sind diese Gebiete hochattraktiv für Tourismus und Tourismus ist eine Chance, die Gebiete finanziell abzusichern und die Akzeptanz für die Gebiete zu erhöhen. Zum anderen bietet der Tourismus für die Gebiete auch Risiken und ist als Einkommen schaffende Maßnahme nicht immer geeignet. Deshalb soll das Trainingsseminar mit Vertretern von Natural World Heritage Sites bzw. mit Personen, die mit Tourismus in diesen Gebieten befasst sind, einerseits theoretische Grundlagen und Konzepte diskutieren (und die diesbezüglichen internationalen Entwicklungen berücksichtigen), andererseits konkrete Schritte zur erfolgreichen Realisierung von Tourismusvorhaben erarbeiten. Theoretische Teile wechseln sich mit der Arbeit an konkreten Fallbeispielen und Erfahrungen der Teilnehmer ab. Das Seminar richtet sich an Mitarbeiter von UNESCO Natural World Heritage Sites und an Personen, die mit der Tourismusplanung in diesen Gebieten befasst sind. Die Teilnehmer sollen aus folgenden Ländern gewonnen werden: Deutschland, Lettland, Litauen, Estland, Polen, Tschechien, Slowakei, Ungarn, Slowenien, Österreich, Kroatien, Bulgarien, Rumänien, Serbien, Montenegro, Albanien, Bosnien-Herzegowina, Griechenland, Türkei, Ukraine, Weißrussland sowie aus dem Kaukasus (Aserbaidschan, Armenien, Georgien). Das Seminar fand vom 31.10. bis 04.11.2007 an der Internationalen Naturschutzakademie Insel Vilm statt.
Kooperationsprojekt: BTE Tourismusmanagement, Regionalentwicklung, Berlin; dwif-consulting, Berlin; HNE Eberswalde (FH)
Projektleitung: Prof. Dr. Hartmut Rein
Ziele des Auftrages sind die Entwicklung eines Brandenburg weiten Themenschwerpunktes Naturtourismus, die Entwicklung von buchbaren Naturerlebnisangeboten in Verknüpfung mit weiteren touristischen Angeboten sowie die Schaffung von Grundlagen für die Markteinführung und nachhaltige Vermarktung der Produkte. Mit dem Auftrag soll der nachhaltige Naturtourismus als Themenschwerpunkt des Reiselandes Brandenburg entwickelt werden. Hierfür ist eine Strategie zur Einführung und nachhaltigen Entwicklung des Naturtourismus auszuarbeiten. Vorhandene regionale Angebote zum Naturtourismus in den Großschutzgebieten/Nationalen Naturlandschaften sollen im Rahmen des Projektes identifiziert, vernetzt und unter eine einheitliche Marketingstrategie gestellt werden. Die Großschutzgebietsverwaltungen sollen zum wichtigsten Partner der Tourismuswirtschaft im Bereich Naturtourismus entwickelt werden. Es sind buchbare Naturerlebnisangebote unter Berücksichtigung vorhandener Angebote und Potenziale in Verknüpfung mit weiteren touristischen Angeboten zu entwickeln. Zur Markteinführung und nachhaltigen Vermarktung der Produkte im Zusammenhang mit der Kampagne Nationale Naturlandschaften ist eine Strategie auszuarbeiten. Unter dem Begriff „Naturtourismus in Brandenburg“ ist ein touristisches Angebot zu verstehen, in dem das Naturerleben stets im Mittelpunkt steht, wie z.B.: Natur beobachten (z.B. Birdwatching, ... mit Artenbezug, das (passive) Natur-/Landschaftserleben (Ausblicke, Ruhe genießen, ...), aktives Naturerleben zu Fuß, per Rad, Pferd oder Boot, Natur studieren und entdecken (z.B. Abenteuer, ...), Aktionen in der Natur (z.B. Bäume pflanzen, ...). Vorstellbar sind Kombinationen mit z.B.: (sportlichen) Aktivitäten, Essen und Trinken (regionale und/oder Bioprodukte), Kultur, Begegnungen mit Menschen der Region, Wellness, Wissenschaft, Managerangeboten. Gebietskulisse und Schwerpunkte für den „Naturtourismus in Brandenburg“ sind der Nationalpark, die Biosphärenreservate und die Naturparke (Großschutzgebiete/Nationale Naturlandschaften) und zusätzliche Gebiete, die aufgrund ihrer Ausstattung speziell für den Naturtourismus geeignet sind.
Tourismus und Klimawandel, Forschungsschwerpunkt des Masterstudiengangs Nachhaltiges Tourismusmanagement
Projektleitung: Prof. Dr. Wolfgang Strasdas
Mittlerweile herrscht große Einigkeit darüber, dass der Treibhauseffekt eine der größten ökologischen Herausforderungen der Menschheit darstellt. Tourismus als ein klima- und landschaftsabhängiger Wirtschaftszweig wird hiervon besonders stark betroffen sein. Tourismus trägt aber auch in zunehmendem Maße zum Klimawandel bei, insbesondere durch Flugreisen.
Der Masterstudiengang Nachhaltiger Tourismus hat dieses Thema daher zu einem Arbeits- und Forschungsschwerpunkt gemacht.
Prof. Strasdas ist vor kurzem von einem 6-monatigen Forschungsaufenthalt an der Stanford University/ USA zurückgekehrt, wo er in Kooperation mit der International Ecotourism Society (TIES) eine Befragung von Ökotourismus-Veranstalterverbänden zum Thema Klimawandel durchführte. Die Ergebnisse dieser Studie können Sie hier nachlesen. Wer mehr zum Thema Kompensation von Treibhausgasemissionen (carbon offsets) wissen möchte, erfährt dies hier.
Wichtigstes Ergebnis des Forschungsprojektes sind die "Sustainable Transportation Guidelines for Nature-based Tour Operators". In Absprache mit Veranstalterverbänden, Zertifizierungsorganisationen und Anbietern von Klimakompensationsleistungen wurden Empfehlungen für die Reduzierung des Energieverbrauchs von Urlaubsreisen entwickelt, und zwar in Bezug auf den eigentlich entscheidenden Transportanteil von Reisen. Die Guidelines sollen diesen bisher vernachlässigten Aspekt in schon existierende Öko-Labels und Codes of Conduct für nachhaltigen Tourismus einbringen. Um dies zu erreichen und um auch die Reisenden selbst zu sensibilisieren, ist eine weitere Kooperation mit TIES und dem europäischen Projekt Travelife geplant. TIES hat ihren aktuellen Newsletter dem Klimawandel gewidmet. Das Thema war außerdem Gegenstand der kürzlich stattgefundenen Global Ecotourism Conference in Oslo. Den Vortrag von Prof. Strasdas finden Sie hier.
Der Klimaschutz wird in den kommenden Jahren eines der ganz zentralen Themen für die globale Reiseindustrie sein. Reiseströme werden sich nachhaltig verändern, das Bewusstsein der Urlauber sich deutlich wandeln. Tourismus ist sowohl Betroffener als auch Mitverursacher des Treibhauseffektes. Treibhausgase entstehen vor allem durch die An- und Abreise und hier insbesondere durch den Flugverkehr.
Insgesamt wurden 195 Aussteller der ITB 2007 aus allen Kontinenten zu den Auswirkungen des Klimawandels auf den Tourismus befragt.
Ziel der Befragung war, das Problembewusstsein und das Involvement der befragten Aussteller zum Klimawandel zu ermitteln. Die Auswertung erfolgte differenziert nach Typen und Standort der touristischen Anbieter, um die unterschiedliche Wahrnehmung und Reaktion auf das Problem zu orten.
Die erhobenen Daten wurden schon während der ITB elektronisch erfasst, ausgewertet und exklusiv veröffentlicht.
» Veröffentlichung der Ergebnisse im OIKOS-Heft 2/2007
Im Zeitraum Januar 2006 bis Januar 2007 wurden im „Barnimer Land“ über 9000 Tagesausflugsgäste mündlich mit dem Ziel befragt, ein regionsspezifisches Tagesgästeprofil zu erhalten. Untersucht wurden dabei das Image, Informationsverhalten, Motivation, Aktivitäten sowie Ausgaben der Tagesausflugsgäste im Barnimer Land. Auch die Wünsche und die Zufriedenheit der Tagesgäste wurden erfasst, um das touristische Angebot für Ausflüge und das Marketing-Mix zu verbessern sowie eventuelle Schwachpunkte zu beseitigen.
Der für die Befragung eingesetzte Fragebogen wurde von Studenten der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (FH), Masterstudiengang „Nachhaltiges Tourismusmanagement“ in enger Abstimmung mit dem Auftraggeber, die Wirtschafts- und Tourismusentwicklungsgesellschaft des Landkreises Barnim (WITO), erarbeitet, die mit ihrem Handlungsfeld Tourismusmarketing/Regionalmanagement im Wesentlichen für das Außenmarketing des Barnimer Landes verantwortlich ist.
» Link zur Ergebnispräsentation: http://www.barnim.de/Tourismus-Intern.1018.0.html
Dezember 2005, Projektleitung: Prof. Dr. Dagmar Lund-Durlacher
Der Tagesausflugsverkehr spielt in der Metropolregion Berlin eine große Rolle. So stellen die Ausflüge der Berliner ins ländliche Umland, aber auch die Ausflüge der Brandenburger in die pulsierende Hauptstadt einen bedeutenden Wirtschaftsfaktor für die Region dar. Bis heute gibt es jedoch nur wenige Untersuchungen zum Verhalten dieses wichtigen touristischen Segments. Während die Tagesausflüge der Berliner schon mehrmals untersucht wurden, gibt es zum Ausflugsverhalten der Brandenburger insbesondere in die Hauptstadt Berlin kaum Informationen. Die Ergebnisse der vorliegenden Studie zeigen, welche Motive, welche Aktivitäten bei einem Berlinausflug der Brandenburger im Vordergrund stehen. Welche Ziele in Berlin am beliebtesten sind. Wie die Brandenburger nach Berlin reisen. Wie viel während des Berlinaufenthaltes ausgegeben wird und welches Image Berlin unter den Brandenburgern hat. Auch werden unterschiedliche Ausflugstypen identififiziert, die Hinweise für ein zielgruppenspezifisches Marketing geben.
» Veröffentlichung der Ergebnisse im OIKOS-Heft 5/2006
Auftraggeber: Wassersportinitiative Nordbrandenburg, Februar 2006
Projektleitung: Prof. Dr. Dagmar Lund-Durlacher
Auf Initiative der WIN-Steuerungsgruppe wurde im Sommer 2005 eine Befragung von Wassersportlern in der Region Nordbrandenburg durchgeführt. Dabei ging es um das Aufdecken des Reiseverhaltens der Wassersportler sowie um die Bewertung des Infrastruktur- und Tourismusangebotes in der Region. Aus den Befragungsergebnisssen lassen sich eindeutig Stärken der Region identifizieren, die für den erfolgreichen Ausbau des Wassersportangebotes genutzt werden können: die einzigartige Natur und Landschaft und die Ruhe. Zwei Komponenten, die für die Freizeitgestaltung in den industrialisierten europäischen Ländern immer wichtiger werden und somit ein großes Zielgruppenpotential ansprechen. Daneben stellt die Gastfreundschaft und Freundlichkeit der Menschen vor Ort weiteres Kapital für die Region dar. Auf Initiative der WIN-Steuerungsgruppe wurde im Sommer 2005 eine Befragung von Wassersportlern in der Region Nordbrandenburg durchgeführt. Dabei ging es um das Aufdecken des Reiseverhaltens der Wassersportler sowie um die Bewertung des Infrastruktur- und Tourismusangebotes in der Region. Aus den Befragungsergebnisssen lassen sich eindeutig Stärken der Region identifizieren, die für den erfolgreichen Ausbau des Wassersportangebotes genutzt werden können: die einzigartige Natur und Landschaft und die Ruhe. Zwei Komponenten, die für die Freizeitgestaltung in den industrialisierten europäischen Ländern immer wichtiger werden und somit ein großes Zielgruppenpotential ansprechen. Daneben stellt die Gastfreundschaft und Freundlichkeit der Menschen vor Ort weiteres Kapital für die Region dar.