Regionen haben in den letzten drei Dekaden an Bedeutung gewonnen: Bürger/-innen gründen regionale Initiativen und fordern verbesserte Lebens- und Arbeitsbedingungen. Eine “regionale Identität“ wird im Globalisierungsprozess wieder wichtig. Planung und Verwaltung werden durch neue partizipative Elemente auf Regionsebene erweitert. Die EU und die Nationalstaaten (in Deutschland die Bundesländer) fördern regionale Entwicklung in ländlichen Gebieten durch besondere Programme. Die regionale Dimension hat sich vielfach als eigenes Aktionsfeld etabliert. Es erfordert eigene Steuerungsmechanismen und dafür qualifizierte Fachkräfte. Zudem wird von Berufstätigen auf kommunaler Ebene wie auch auf Ebene der Bundesländer und des Nationalstaates erwartet, dass sie auch „regionalisiert“ denken bzw. arbeiten können. Regionales Management hat sich als eigenes Berufsfeld entwickelt. Gebraucht werden Menschen, die auf Grundlage ihres Fachwissens regionale Prozesse analysieren, fachlich begleiten und steuern können. Sie sollen auch Projekte initiieren und beraten können. Neben dem Fachwissen werden stets auch die Kenntnisse regionaler Strategien und Fertigkeiten im Umgang mit den Akteuren benötigt. Diesen Qualifizierungsmix bietet der neue Masterstudiengang an.
Hier haben wir eine Übersicht möglicher Berufsbbilder für Sie zusammengestellt.
Angesichts der sich stetig ändernden Anforderungen auf dem Arbeitsmarkt kann dies natürlich nur eine Auswahl darstellen. Entsprechend dem Leitmotiv des Studienganges, Kreative Lösungen zu suchen, sind unsere Absolventen sicher in der Lage, auch kreative Möglichkeiten zu finden, neue und andere Berufsbilder auszufüllen.
Die bisher letzte Untersuchung zum Berufsfeld Regionalentwicklung wurde 2003 durch das damalige Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft (BMVEL) in Auftrag gegeben und von Josef Bühler / Gerda Weber erarbeitet.
In der Expertise werden Qualifizierungsbedarf und Anforderungsprofile für das Berufsfeld "Regionalentwicklung" benannt. Im Ergebnis wird von einer weiteren Ausdehnung des Berufsfeldes ausgegangen. Diese Expertise können Sie als pdf-Datei (1,4 MB) herunterladen.