Immer wieder stellt sich die Frage, ob bestimmte Persönlichkeitseigenschaften mit unternehmerischem Erfolg in Zusammenhang stehen. Zwar gibt es kein nachweisbares „Unternehmer-Gen", dass man in die Wiege gelegt bekommen hat, jedoch sollten Entrepreneure doch bestimmte Voraussetzungen mitbringen, wenn man sich selbstständig machen möchten.
Nicht jeder ist zum Unternehmer geeignet und auch nicht jeder wird mit einer eigenen Firma glücklich werden. Bei der Überlegung, den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen, können Studenten im Rahmen des Seminars Ihre persönlichen und fachlichen Voraussetzungen unter die Lupe nehmen und versuchen, Ihre Eigenschaften und Fähigkeiten möglichst realistisch einzuschätzen.
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Persönlich-keitseigenschaften |
Eine hohe Ausprägung der Persönlichkeits- eigenschaft bedeutet: |
Warum ist die Persönlichkeits-eigenschaft wichtig für einen Gründer? |
Welche Hypothese gibt es bezogen auf den Erfolg des Gründers? |
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1.Autonomie
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Selbstwertgefühl |
Mit Kritik und bedrohlichen Informationen von außen kann er umgehen. |
Ein Unternehmer muss zu seiner Entscheidung stehen können |
Hohes Selbstwertgefühl bedingt Erfolg. |
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Selbstwirksamkeit |
Er geht mit der Einstellung „Wenn ich will, kann ich das auch" an die Dinge heran. |
Ein Unternehmer braucht Selbstvertrauen, um Dinge durchzuziehen. |
Hohe Selbstwirksamkeit bedingt Erfolg. |
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Internale Kontrollüber-zeugung |
Er lebt nach der Devise „Ich habe es in der eigenen Hand". |
Ein Unternehmer muss sich auf seine Fähigkeiten verlassen können. |
Internale Kontrollüberzeugung bedingt Erfolg. |
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Allgemeiner Autoritarismus |
Er befürwortet autoritäres Verhalten und verfügt über strenge moralische Grundsätze. |
Als Leitfigur und Vaterfigur kann er Mitarbeitern in unsicheren Zeilen Halt geben. |
Hoher Autoritarismus bedingt Erfolg. |
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2. Innovation | |||
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Tüftler |
„Im stillen Kammerchen" macht er sich Gedanken über die Verbesserung von Produkten. |
Einem Tüftler geht es um die Sache, nicht um Show. Er produziert gute Produkte. |
Ausgeprägte Tüftlereigenschaftenbedingen Erfolg. |
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3. Risikobereitschaft | |||
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Risiko- bereitschaft |
Er handelt meistens nach dem Motto „Wer wagt gewinnt!" |
Jeder Unternehmer geht schon mit Gründung eines Unternehmens ein Risiko ein. |
Risikobereitschaft bedingt eher Erfolg. |
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4. Proaktive Orientierung | |||
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Verantwortungs- ablehnung |
Verantwortung lehnt er ab. |
Ein Unternehmer muss Verantwortung übernehmen. |
Geringe Verantwortungs-ablehnung bedingt Erfolg. |
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Belohnungs- aufschub |
Er kann abwarten und auf was Besseres sparen. |
Um auf große Investitionen zu sparen, nicht den Gewinn gleich wieder ausgeben. |
Hoher Belohungsaufschub hängt positiv mit Erfolg zusammen. |
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Lernen aus. Fehlern |
Er nutzt Fehler, um zu lernen. |
Aus genutzten Fehlern entstehen Innovationen. |
Lernen aus Fehlern hängt positiv mit Erfolg zusammen. |
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Handlungs- orientierung bei der Planung |
Sein Grundsatz lautet: „Was Du heute kannst besorgen, verschiebe nicht auf Morgen!" |
Unternehmer müssen in der Lage sein, geplante Erfordernisse in die Tat umzusetzen. |
Hohe Handlungs- orientierung bei der Planung bedingt Erfolg. |
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5. Aggressive Konkurrenz (competitive aggressiveness): | |||
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Machiavellismus |
Seine Devise: „Macht geht Über Moral!" |
Schnell groß werden und andere benutzen kann im Vergleich mit der Konkurrenz wichtig sein. |
Hoher Machiavellismus bedingt Erfolg. |
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Dominanzbedürfnis |
Er möchte andere gerne führen und anleiten. |
Ein Unternehmer muss führen. |
Hohes Dominanzbedürfnis führt zu Erfolg |
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6. Leistungsorientierung
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Leistungsmotivation |
Er bemüht sich ausdauernd und beharrlich um Leistung |
Nur wer gute Leistung bringt, kann sich auf Dauer behaupten. |
Hohe Leistungsmotivation bedingt Erfolg. |
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Ehrgeiz |
Er ist sehr ehrgeizig. |
Nach Wachstum streben ist für einen Unternehmer im Vergleich mit der Konkurrenz wichtig. |
Hoher Ehrgeiz bedingt Erfolg. |
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Identifikation mit der Arbeit |
Für ihn spielt Arbeit eine zentrale Rolle im Leben. |
Ein Unternehmer muss sich für sein Unternehmen stark einsetzen und Zeit investieren |
Hohe Identifikation mit seiner Arbeit .bedingt Erfolg. |
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Freizeitorientierung |
Er möchte in den nächsten drei Jahren mehr Freizeit haben. |
Unternehmer die viel Freizeit haben wollen, arbeiten zu wenig. |
Hohe Freizeitorientierung bedingt geringen Erfolg. |
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7. Soziale Orientierung | |||
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Extraversion |
Er ist unternehmungs- lustiger und gesprächiger als die meisten. |
Um wichtige Kontakte zu Kunden und Lieferanten zu knüpfen. |
Hohe Extraversion führt zu Erfolg. |
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8. Emotionale Stabilität | |||
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Fehlerbelastetheit |
Er fürchtet sich davor, Fehler zu machen. |
Wenn sich jemand vor Fehlern fürchtet, wird er wenig unternehmen. |
Hohe Fehlerbelastetheit hängt mit geringem Erfolg zusammen. |
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Stressanfälligkeit |
Er neigt dazu, auch auf kleine Herausforderungen mit Stress-symptomen zu reagieren. |
Ein Unternehmer kann es sich nicht leisten, den Kopf zu verlieren. |
Hohe Stressanfälligkeit bedingt geringen Erfolg. |
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Handlungs- orientierung nach Misserfolgs- erlebnissen |
Nach Misserfolgen bleibt er handlungsfähig. |
Ein Unternehmer muss auch bei Misserfolgen handlungsfähig bleiben, um Leistung zu erbringen. |
Hohe Handlungs-orientierung bei Misserfolgs-erlebnissen bedingt Erfolg. |
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Optimismus |
Von der Zukunft erwartet er im Prinzip nur Positives. |
Im Sinne der „Selffullfilling- prophecy": Wer Positives erwartet, wird Positives erreichen. |
Hoher Optimismus bedingt Erfolg. |
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Rigidität |
Einen einmal eingeschlagenen Weg behält er konsequent bei. |
In turbulenten Märkten bedeutet Anklammern und Festhalten den Tod. |
Hohe Rigidität bedingt geringen Erfolg. |
Abbildung 1: Persönlichkeitseigenschaften, die mit Unternehmererfolg im Zusammenhang stehen (Göbel, 2000, 102)
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