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Geschichte

Preußen, 18. Jahrhundert: die Devastierung der Wälder zieht  den Gedanken der "Nachhaltigkeit" sowie das Bemühen um eine geregelte, wissenschaftlich orientierte Ausbildung der Waldbewirtschafter nach sich.

 

Im Jahre 1821 eröffnet die bereits 1810 gegründete Berliner Friedrich-Wilhelm-Universität den Betrieb als „Forstakademie“. Leiter wird Oberforstrat Friedrich Wilhelm Pfeil.

 

Seinem Votum, eine preußische Forstakademie an kleinere Orte in Waldnähe zu verlegen, schließt sich Alexander von Humboldt als Berater des Finanzministeriums an.

 

Eine Kabinettsorder vom 27. März 1830 bestätigt die Gründung einer „Höheren Forstlehranstalt“ in Eberswalde. Die Schickler’sche Sommervilla avanciert zur heutigen „Alten Forstakademie“, in der Pfeil bis 1859 lehrt.

 

Von 1866 bis 1906 leitet Bernhard Danckelmann die 1868 als „Forstakademie“ bezeichnete Lehranstalt, die unter ihm Weltgeltung erlangt.

 

Alfred Möller, 1906 bis 1922  Direktor der Akademie, wird dank seiner „Vision“ vom „Dauerwald“ weltbekannt als Begründer einer naturgemäßen Waldwirtschaftsidee.

 

Während des Krieges werden Lehr- und Forschungsbetrieb notdürftig aufrechterhalten. Kriegsende: mit hohem Engagement und Verhandlungsgeschick setzt sich Professor Johannes Schubert für eine Neuaufnahme des Lehrbetriebes ein. Er wird am 25. April 1946 mit 45 Studierenden wieder aufgenommen.

 

1963 endet die kontinuierlich aufwärtsstrebende Entwicklung jäh, als die Regierung der DDR aus politischen Gründen die ersatzlose Schließung befiehlt.

 

Am 22. November 1991 wird die Gründung der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (FH) rechtsgültig beschlossen. 

 

Seitdem erweitert sich das Studienangebot stetig. Die verschiedenen Studiengänge verpflichten sich alle dem ursprünglichen Grundsatz einer nachhaltigen Nutzung natürlicher Ressourcen.

(letzte Änderung: 09.11.2008 von Christiane Bartsch)