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Sind regionale Kiefernwälder für den Klimawandel gewappnet?

Johannes-Schubert-Stiftung zeichnet am 17. Oktober herausragende Abschlussarbeiten von Studierenden der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) aus, die sich mit ökologischen und meteorologischen Themen beschäftigen.

Klimawandel und Baumwachstum, Deichbruch, versicherungsrelevante Schäden — bei der diesjährigen Preisverleihung der Johannes-Schubert-Stiftung am 17. Oktober 2017 um 15 Uhr in der Aula auf dem Stadtcampus (Haus 6) werden vier Studierende der HNEE ausgezeichnet. Jede*r von ihnen erhält einen mit 1.000 Euro dotierten Preis, der die hohe Qualität ihrer wissenschaftlichen Abschlussarbeiten über ein ökologisch-meteorologisches Thema würdigen soll. Sie alle widmen sich der Frage, wie sich Landschaften und Wälder, aber auch die zu erwartenden Schadereignisse angesichts des Klimawandels in Zukunft entwickeln werden.

So befassten sich Anne Gnilke und Laura Rieck, beides Absolventinnen des Bachelorstudiengangs Forstwirtschaft, mit den Auswirkungen von sich ändernden Klima- und Witterungsbedingungen auf regionale Baumarten. Während Anne Gnilke sich mit den Wachstumsbedingungen- und veränderungen der einheimischen Kiefer auseinandersetzte, widmete sich Laura Rieck einem Vergleich zwischen Europäischer und Sibirischer Lärche. „Die Arbeit von Frau Rieck zeigt eindrücklich, wie meteorologische Effekte langfristig auf die Wuchsdynamik von Baumarten wirken und sich andererseits Baumarten an die jeweiligen Wuchsbedingungen anpassen können“, lobt Prof. Dr. Barbara Wolff von der HNEE, die die Bachelorarbeit betreute. Welchen Mehrwert solche wissenschaftlichen Arbeiten für die Praxis haben, wird in der Einschätzung von Prof. Dr. Jan-Peter Mund, vom Fachbereich für Wald und Umwelt der HNEE, deutlich: „Die Förster*innen benötigen heute präzise und realitätsnahe prognostische Informationen, um auf den Klimawandel mit Maßnahmen zum Waldumbau reagieren zu können. Solche Ergebnisse hat die Arbeit von Frau Gnilke geliefert.“

Ebenfalls ausgezeichnet wird die Arbeit von Marius Stapelfeldt, der sich mit der Vegetations- und Bodenentwicklung eines Polders im Nationalpark Unteres Odertal nach einem Deichbruch befasste. Dass hierbei die Entstehung eines standorttypischen Auenwaldes möglich ist, dokumentierte er in seiner Abschlussarbeit mit hoher Präzision. „Es lassen sich sehr wohl Tendenzen der Entwicklung, Sukzession zu einem standorttypischen Weichholzauwald erkennen. Die Abbildungen sind sehr aussagekräftig“, wertschätzt Dr. Jana Chmieleski die Leistung des Absolventen im Fach Landschaftsnutzung und Naturschutz. Mit der Frage, ob es einen unmittelbaren Zusammenhang zwischen Klimawandel und Schadensereignissen gibt, beschäftigte sich hingegen Kathrin Müller-Rees, die ihre Masterarbeit im Studiengang Forest Information Technology schrieb. In Zusammenarbeit mit dem Versicherungsunternehmen Munich Re hat sie die Auswirkungen von Anomalien von „El Nino“ auf versicherungsrelevante Schadensereignisse untersucht.

„Alle Arbeiten zeichnen sich durch ein hohes wissenschaftliches Niveau aus und zeigen die tief gehende Beschäftigung der Absolventen*innen mit der gewählten Thematik. Zugleich belegen sie die ausgezeichnete Kooperation mit den regionalen und überregionalen Partnern der HNEE in der Verwaltung und Wirtschaft“, sagt HNEE-Prof. Dr. Andreas Linde, Vorsitzender der Jury für die Johannes-Schubert-Preise.

Für Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung:

Pressekontakt

Annika Bischof
Forschungs- und Transfermarketing,Hochschulkommunikation
Telefon: 03334 657-207
E-Mail: presse@hnee.de

Pressemitteilung als PDF

Die Johannes-Schubert-Stiftung verwirklicht ihren Zweck durch die Förderung und Prämierung von wissenschaftlichen Arbeiten besonders befähigter Studierender an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde - sowie von Bachelors und Masters of Science, die an der Hochschule wissenschaftlich tätig sind und ökologische, insbesondere meteorologische Themen bearbeiten. Sie ist die erste privat-rechtliche Stiftung im Land Brandenburg, die wissenschaftliche Arbeiten von Studierenden auszeichnet. Mehr Infos unter: /K4366

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