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IÖLF - Interessenvertretung für die Ökolandbau-Forschung

Grafik IOELF

Projekthintergrund und Ziele

Für zahlreiche Herausforderungen der modernen Agrarwissenschaft bietet die ökologische Land- und Lebensmittelwirtschaft (ÖLW) Lösungen – beispielsweise ist durch die ökologische Bewirtschaftung von Flächen eine verbesserte Anpassung an den Klimawandel möglich. Gleichzeitig bringt die Zukunft neue Erfordernisse mit sich, wie z.B. die ressourcenschonende Steigerung der Flächenproduktivität. Aus den Erfordernissen ergibt sich die Notwendigkeit, das ökologische Land- und Lebensmittelsystem weiterzuentwickeln. Dafür bedarf es an Forschung und Innovation. Die Rahmenbedingungen für Forschung und Innovation spiegeln allerdings das Potenzial der ÖLW nicht ausreichend wider. Das Innovationssystem, in dem nicht nur die ÖLW selbst, sondern auch Institutionen des öffentlichen und privaten Sektors wesentliche Elemente darstellen, ist noch ausbaufähig. Ziel des Forschungsprojekts war es daher, Ansatzpunkte für eine verbesserte Interessenvertretung zur Stärkung der Forschung und des gesamten Innovationssystems ÖLW zu identifizieren. Im Ergebnis sollen die Akteure der Forschung und die politische Vertretung der ÖLW sich effektiver für die Entwicklung der Forschung zur ökologischen Land- und Lebensmittwirtschaft (FÖLW) einsetzen können.

Dazu wurden zunächst folgende Teilziele verfolgt:
• Analyse des Status quo der Forschung zur ÖLW
• Analyse der Innovationskraft des Innovationssystems ÖLW durch die Identifizierung bedeutender Innovationen
• Identifikation der wichtigsten Innovations- bzw. Forschungsbedarfe der ÖLW
• Analyse der Rahmenbedingungen hinsichtlich öffentlicher und privater Forschungsmittel sowie der Entscheidungsprozesse bezüglich der Gestaltung von Förderprogrammen und der Auswahl von finanzierten Forschungsvorhaben

Die Ergebnisse bestätigen die Innovationskraft der ÖLW, zeigen jedoch auch, dass hinsichtlich einer erfolgreichen Diffusion von Innovationen in die Praxis noch deutlicher Verbesserungsbedarf besteht: Fehlende Wissensgrundlagen, Motivation, Ressourcen oder mangelnde Anreize seitens des Marktes stehen einer Diffusion oft im Wege. Zukünftige Innovationsbedarfe sind zwar identifiziert, jedoch besteht die Notwendigkeit, das Bewusstsein dafür bei allen Teilnehmern des Innovationsnetzwerkes, inklusive der Politik, zu schärfen. Auch sind die Möglichkeiten der Kommunikation der Innovationserfolge (Forschungserfolge und Wissenstransferaktivitäten der ÖLW) sowohl innerhalb der Branche als auch hin zu potenziellen Geldgebern und der allgemeinen Öffentlichkeit noch nicht ausgeschöpft – eine klare Benennung der Besonderheiten und des möglichen Nutzens des Innovationssystems ÖLW sind hier unabdingbar für eine Weiterentwicklung. Vor diesem Hintergrund erscheint der Aufbau einer professionellen Öffentlichkeitsarbeit und Interessenvertretung für Forschung und Innovation in der ÖLW sinnvoll. Konkrete Aufgaben, die dadurch abgedeckt werden könnten, wären:

• Kontinuierliche Kommunikation mit Personen und Institutionen, welche die Rahmenbedingungen der FÖLW bestimmen (z. B. Vertreter staatlicher und nicht-staatlicher forschungsfördernder Institutionen, Unternehmen, Parteien, Parlamentarier, berufsständische Vertretungen), z. B. hinsichtlich der Innovationsbedarfe
• Kontinuierliche Kommunikation innerhalb des Innovationsnetzes ÖLW, z. B. regelmäßige Abstimmung der Innovationsbedarfe, Kommunikation von Finanzierungmöglichkeiten und Innovationserfolgen

Empfohlen wurde daher

• die Entwicklung einer Organisations- und Kommunikationsstruktur für eine etwaige Interessenvertretung in Kooperation mit ausgewählten Vertretern verschiedener Akteure des ÖLW-Innovationsnetzwerkes.
• die Entwicklung einer Strategie zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für die FÖLW, die auf einem mit den unterschiedlichen Akteuren des Innovationssystems abgestimmten klaren Leitbild beruht. Einzigartigkeit und besondere Kompetenz sollten das Leitbild auszeichnen; dabei könnte die besondere Innovationskraft des Innovationsnetzes ÖLW auf Grundlage der Projektstudie herausgestellt werden. • die Ableitung verschiedener Handlungsfelder und Maßnahmen für eine Innovations-plattform ÖLW aus dieser Strategie.

Der vollständige Ergebnisbericht findet sich hier.

Eine Kurzfassung der Ergebnisse findet sich hier.

Eine Kurzfassung der methodischen Herangehensweise findet sich hier.


Verwandte Informationen

Fachforum Ökologische Landwirtschaft

Wissenstransfer–Veranstaltungen des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW)


Ansprechpartner

Prof. Dr. Anna Maria Häring

Charis Linda Braun, M.Sc.


Projektförderung

Das Projekt wurde von der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) und dem Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) durchgeführt. Unterstützung erhielt das Projekt von der Software AG Stiftung.

Projektlaufzeit: November 2010 – November 2012.