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Ökonomische Bewertung von Entwicklungsstrategien ökologischer und konventioneller Betriebe

 

Zielsetzung

Im Rahmen des Teilprojektes zur ökonomischen Bewertung von Entwicklungsstrategien ökologischer Betriebe in Brandenburg, ergänzt durch konventionelle Vergleichsbetriebe, sollen

  • eine betriebswirtschaftliche Analyse von typischen Betriebssystemen erstellt,

  • die Auswirkungen unterschiedlicher agrarpolitischer Rahmenbedingungen auf die Betriebe und deren Wirtschaftlichkeit beleuchtet und

  • die Entwicklung zukunftsweisender Strategien für ausgewählte Betriebe bzw. Betriebssysteme unterstützt werden.

Alle drei Teilziele dienen der zukunftsorientierten Weiterqualifizierung von Betriebsleitern und Mitarbeitern landwirtschaftlicher Betriebe sowie der Entwicklung deren Unternehmen.

Projektpartner

"Das Projekt beruht auf der Kooperation zwischen Landwirten und Vertretern von Schlüsselorganisationen der Agrarwirtschaft in Brandenburg, der HNEE und dem Institut für Betriebswirtschaft des Thünen-Institutes in Braunschweig (TI) und dem agri benchmark Projekt
(www.agribenchmark.org) (Abb.1)."

 

Abbildung 1: Kooperationsbeziehungen im betriebswirtschaftlichen Teilprojekt

Arbeitsschritte

Abbildung 2 zeigt die Arbeitsschritte im Projektablauf. Im ersten Arbeitsschritt wurden verfahrensspezifische Arbeitsgruppen aufgebaut, in denen sich Praktiker aus ökologisch wirtschaftenden Betrieben zusammenfinden. Konventionelle Betriebe ergänzen die Gruppen, insbesondere bei einer Ausrichtung der Produktion auf extensive Nutzungsverfahren. Auch Unternehmen, die sich durch den Einsatz von technischen oder organisatorischen Neuerungen, eine erfolgreiche Weiterverarbeitung oder Vermarktung von Produkten sowie sonstige Besonderheiten auszeichnen, bereichern die Bandbreite der landwirtschaftlichen Betriebe innerhalb der Arbeitsgruppen.

Die Auswahl derjenigen Betriebssysteme des ökologischen Landbaus, die für das Land Brandenburg als typisch zu beschreiben sind, war von zentraler Bedeutung für die weitergehenden Untersuchungen. Grundlage für die Auswahl bildeten die Agrarstatistik des Landes, regionsbezogene Fachliteratur und das Wissen von Schlüsselpersonen aus dem Agrarbereich. Praktiker und Experten aus Brandenburg erarbeiteten die Betriebstypen für die Mutterkuh- und Mutterschafhaltung. Auch die Definition eines Modellbetriebs für den ökologischen bzw. extensiven Ackerbau wurde erstellt.

Die Etablierung der Arbeitsgruppen und die Auswahl der typischen Betriebssysteme bilden die Grundlage für die Anwendung der vom TI entwickelten betriebswirtschaftlichen Methodik des agri benchmark. Hierzu werden die in der Region gängigen Produktionsverfahren anhand von Merkmalen wie der Fruchtfolge bzw. der Nutztierrassen, des saisonalen Produktionsablaufs, des physischen Produktivitätsniveaus, der Intensität des Arbeits- und Kapitaleinsatzes, der Arbeitskräfte (Familien- versus Fremdarbeitskräfte) und der Verkaufsprodukte definiert. Auch die Betriebsgröße und die Rechtsform sind zentrale Kenngrößen. Die Anzahl der Modelltypen, die sich theoretisch durch die Kombination von Produktionssystemen mit verschiedenen Betriebsgrößenklassen, Rechtsformen oder anderen Einflussgrößen ergeben kann, würde den Rahmen der Analyse sprengen. Daher ist die Charakterisierung von wenigen, aussagekräftigen Betriebstypen unerlässlich.

Für die Mutterkuh- und Mutterschafhaltung wurden im Rahmen der bisher durchgeführten Seminare jeweils zwei typische Modellbetriebe beschrieben und anschließend mit produktionstechnischen und wirtschaftlichen Daten aus der Praxis unterlegt. In den darauf aufbauenden Arbeitsschritten erfolgten die betriebswirtschaftliche Analyse der Modelltypen und der Vergleich im internationalen Netzwerk. Die agrarpolitischen Szenarienrechnungen haben allerdings aufgrund der fortlaufenden Verhandlungen zur neuen Agrarförderperiode ab 2014 noch vorläufigen Charakter. Die Szenarienrechnungen bilden die Diskussionsgrundlage für die betrieblichen Entwicklungsstrategien mit den landwirtschaftlichen Betrieben.

Die Arbeitsschritte im Projektablauf stellt nachfolgende Abbildung dar.

 



Abbildung 2: Arbeitsschritte zur betrieblichen Analyse

 

Ansprechpartnerin

Dr. Susanne von Münchhausen

 

 

(letzte Änderung: 29.10.2013 von Olaf Goldschmidt)