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Abschluss- und Studienarbeiten

Im Rahmen des Projektes bieten wir an, Abschlussarbeiten zu betreuen.

Folgende Arbeiten sind bisher im Rahmen des Projektes (mit-)betreut worden:


  • Jäschke, Anna: Ein gemeinsames Konzept für verpackungsfreie Supermärkte. Erarbeitung von Entscheidungshilfen zur Entwicklung einer Formalisierung des unverpackt-Konzepts für Ladner von verpackungsfreien Supermärkten (Bachelorarbeit)
  • Kleimann, Maria: Unverpackte Kosmetik. Eine Analyse zu Stand, Chancen und Grenzen von Precycling im Bereich nachhaltiger Kosmetik (Masterarbeit)
  • Cimander, Milena: Vermeidung von Verpackungsabfall durch unverpackt-Läden. Entwicklung eines wirkungsorientierten Indikators, exemplarische Datenerhebung und -analyse (Masterarbeit)
  • Baale, Wenke: UNVERPACKT-Konzept im Naturkosthandel: Eine Untersuchung der Erfahrungen von Einzelhändlern mit dem Anbieten verpackungsfreier Ware und die Kommunikation des Konzeptes mit dem Endverbraucher (Praktikumshausarbeit)




Für folgende Themen suchen wir im Moment Interessent*innen - gerne können Sie uns auch mit einer eigenen Idee kontaktieren!



Wer kauft unverpackt und warum? Befragung von unverpackt-Kund*innen zu Motiven, Verbesserungsvorschlägen und Soziodemographie Das Konzept des unverpackten Einkaufens stößt auf großes medial-öffentliches Interesse. Und auch kundenseitig trifft der Grundgedanke – die Reduktion konsumbedingten Verpackungsmülls – auf positive Resonanz. In Befragungen zeigt sich, dass eine Mehrzahl der Befragten mittlerweile über eine gewisse Sensibilität beim Thema Plastikvermeidung beim Lebensmitteleinkauf (NABU 2014) verfügen oder sogar den verpackungsfreien Einkauf befürworten (PwC 2015). Hieraus lässt sich jedoch nicht ableiten, dass sie diesen auch tatsächlich praktizieren.

Es stellt sich die Frage, welche Kund*innentypen diese Form des Einkaufs praktizieren, was diese hieran schätzen, welche Lösungen sie für die Herausforderungen gefunden haben und was sie sich von „ihrem“ unverpackt-Geschäft wünschen. Bislang gibt es keine bundesweite Erhebung über unverpackt-Kund*innen. Diese Lücke soll mit einer Abschlussarbeit behoben werden. Aufbauend auf dem Wissen und den Vorarbeiten des unverpackt-Projektes soll in einer bundesweiten, standardisierten Befragung in möglichst vielen unverpackt-Läden diesen Fragen nachgegangen werden.

 

Marketing ohne Verpackung

In immer mehr deutschen Städten eröffnen unverpackt Läden und auch erste Supermarktketten interessieren sich für die Erprobung des Konzepts. Für die Lieferanten und Produzenten der Produkte bietet dies zum einen Chancen wie z.B. durch Verpackungsvermeidung ökologischer zu arbeiten und Kosten zu sparen, es stellt sie aber auch vor zusätzliche Herausforderungen.

Eine dieser Herausforderungen ergibt sich aus einer bisherigen Sekundärfunktion, der Verpackung als Werbeträger. Die meisten Unternehmen gestalten aktuell die Verpackungen ihrer Produkte optisch so, dass Produkte rein über die Verpackung erkannt werden. Wie können sich diese Unternehmen nun ohne Verpackung von ihren KonkurrentInnen abheben?

Analyse der Marketingfunktionen von Verpackungen und Untersuchung von alternativen Marketingmöglichkeiten ohne Nutzung von Verpackungen als Werbeträger durch aktuelle Fallbeispiele.


Gesellschaftlicher Impact nachhaltiger Leuchtturmkonzepte am Beispiel des unverpackten Einkaufens

Mit der Gründung der ersten unverpackt-Läden erhielt die Zero Waste-Bewegung neuen Schwung und wurde das Thema Verpackungsreduktion im Konsum stark rezipiert und von einer breiteren Bevölkerung wahrgenommen. Die Gründung der Läden findet nach wie vor breite mediale Beachtung und animiert so zur Eröffnung weiterer Geschäfte und - mutmaßlich - zur weiteren Ausweitung des Konzeptes. Ähnlich wie beim Thema Veganismus ist also eine große mediale Aufmerksamkeit zu verzeichnen. Doch welchen impact haben diese Konzepte und Konsumangebote, die einen nachhaltigen Lebensstil unterstützen wollen, auf die Gesellschaft als Ganzes? Wie verstärken Medien und gesellschaftliche Bewegungen sich gegenseitig? Und wie nachhaltig ist dieser Trend - sprich: hat diese kurzfristige Entwicklung langfristige Folgen und (wie) verändert diese Innovation den Konsum als solches?


Kundenakzeptanz des unverpackt-Konzeptes im Biosupermarkt

Das Konzept des verpackungsfreien Einkaufs verbreitet sich in Deutschland zunehmend. Neben den Läden, die vollständig auf Verpackungen verzichten, entstehen auch immer mehr unverpackt Abteilungen in Bioläden und -supermärkten, welche auch verpackte Produkte führen. Die Bio Company GmbH hat das Konzept mittlerweile in drei Filialen in Berlin eingeführt und strebt eine Ausweitung in bestehenden sowie neugegründeten Filialen an. Im Rahmen dieser Arbeit soll untersucht werden, wie bestehende Kunde des Supermarkts das neue Angebot wahrnehmen und wie dieses Angebot genutzt wird und welche Barrieren für eine stärkere Annahme existieren. Hierfür werden Kundenbefragungen mit standardisierten Fragebögen durchgeführt und ausgewertet. Diese Arbeit findet in Kooperation mit der Bio Company statt."

Unverpackt Einkaufen: Chancen & Herausforderungen für Erzeuger/Produzenten/Manufakturen

Das Konzept des unverpackten Einkaufens weitet sich derzeit dynamisch aus. Die unverpackt Geschäfte verfolgen einen speziellen BioPlus-Ansatz: die von ihnen vertriebenen Produkte erfüllen in der Regel nicht nur die Kriterien des Ökolandbaus, sondern darüber hinaus weitere Produktqualitäten, insbesondere Fairness, regional, saisonal. Der Anspruch, auf (Einweg-) Verpackung möglichst weitgehend zu verzichten stellt die Geschäfte derzeit vor große Herausforderungen, da die Zulieferung (insbesondere der Großhandel) bislang nicht über entsprechende verpackungsarme Prozesse verfügt. Die Geschäfte beziehen ihre Produkte u.a. auch deshalb direkt von kleinen Erzeugern und Produzenten, welche bei der Verpackungswahl flexbibler agieren können. Es stellt sich die Frage, ob und inwiefern das unverpackt Konzept für kleinere Erzeuger und Produzenten (Landwirte, Weiterverarbeiter) eine besondere Vermarktungschance bietet.

Untersuchung der bisherigen Umsätze ausgewählter KMUs/Manufakturen in unverpackt Läden sowie deren Potential bei Ausweitung des Konzepts. Untersucht werden soll hier, inwieweit eine Anpassung der Verpackungsgestaltung für diese Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil darstellt.

Ausloten der Potentiale des unverpackt Konzeptes für (kleinere) Erzeuger und Produzenten sowie der Bedingungen, unter denen diese Potentiale erschlossen werden können (etwa: Vertragsgestaltung, konkrete Optimierung des Verpackungsaufkommens, Kooperationsformen)