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Das Forschungsprofil des Fachbereichs

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Das Forschungsprofil gibt einen Überblick über die Forschung am Fachbereich Landschaftsnutzung und Naturschutz an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) und vermittelt einen Eindruck von den am Fachbereich versammelten forschungsbasierten Kompetenzen und Expertisen. Der in dieser Rubrik der homepage des Fachbereichs dargestellte Überblick ist thematisch gegliedert, um ein rasches Auffinden von Forschungsthemen und Ansprechpartner*innen zu ermöglichen und wird schrittweise ausdifferenziert. Er soll sowohl externen Partner*innen als auch Forschenden der HNE Eberswalde als Hilfestellung beim Aufbau von Forschungskooperationen dienen. Das Forschungsprofil wird im Folgenden dargestellt und in den Unterrubriken "Forschungsbereiche" und "Forschungsprojekte" detailliert beschrieben. Darüber hinaus stellen wir die jeweils aktuelle Fassung des Forschungsprofils auch als Download zur Verfügung.


Thematische und strukturelle Übersicht der Forschung

Die Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde sieht sich dem Leitbild der nachhaltigen Entwicklung, das in den „Grundsätzen zur nachhaltigen Entwicklung an der HNE Eberswalde“ (2013) ausformuliert ist, besonders verpflichtet. Die Forschung orientiert sich entsprechend an den drei hochschulweiten Forschungsschwerpunkten (1) Nachhaltige Entwicklung des ländlichen Raums, (2) Nachhaltige Produktion und Nutzung von Naturstoffen und (3) Nachhaltiges Management begrenzter Ressourcen. Der Forschungsfokus im Fachbereich Landschaftsnutzung und Naturschutz liegt aufgrund des Flächen- und Landschaftsbezugs auf dem Forschungsschwerpunkt 1 (vgl. Abb. 1).

Der Fachbereich befasst sich mit Landschafts- und Flächennutzung unter dem Motto „Mit der Natur für den Menschen“. Entsprechend werden in der Forschung am Fachbereich folgende drei Perspektiven eng zusammengedacht (vgl. Abb. 1):

  1. die der Landschaft als die ökologische Basis,
  2. die der Landnutzung durch ökologische Landwirtschaft und andere Formen nachhaltigen Landmanagements sowie
  3. die der Gesellschaft mit ihren Ansprüchen an und Rahmensetzungen für die Landnutzung.

Nur in einer engen, standortspezifischen und kontextsensiblen Verknüpfung dieser drei Perspektiven können zukunftsfähige und gesellschaftlich „robuste“ Lösungen für die Landnutzung insbesondere in ländlichen Räumen entwickelt werden. Wie das funktionieren kann, wird in den drei Perspektiven am Fachbereich erforscht, die sich als wechselseitig aufeinander bezogene Forschungsbereiche abbilden, wobei es auch Forschungen jenseits dieser Forschungsbereiche gibt.


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Abb. 1: Übersicht über die Forschungsbereiche am Fachbereichs Landschaftsnutzung und Naturschutz.


Der Fachbereich Landschaftsnutzung und Naturschutz ist mit Forschungsgeldern von etwa 1 Million Euro pro Jahr und mehreren Forschungsprofessuren einer der forschungsstärksten Fachbereiche der Hochschule. Damit trägt der Fachbereich dazu bei, dass die HNEE zu den drittmittelstärksten Fachhochschulen in Deutschland gehört (vgl. hierzu im Detail die Angaben im aktuellen Nachhaltigkeits- bzw. Hochschulbericht). Derzeit werden über 30 Forschungsprojekte am Fachbereich bearbeitet. Die zentralen Fördermittelgeber sind unter anderem das BMBF, die Ressortforschung des Landwirtschaftsministeriums (BLE/BÖLN) und des Umweltministeriums (BfN) und das Land Brandenburg.

Zu den zentralen Forschungseinrichtungen am Fachbereich zählen neben dem Landschaftsökologischen Labor die Lehr- und Forschungsstation Wilmersdorf mit Ackerflächen für Exakt- und Praxisversuche, Mobilställe für Versuche in der Hühnerhaltung und ein Lehr- und Versuchsbienenstand. Viele der Forschungsaktivitäten des Fachbereichs fördern den Forschungstransfer. Im InnoForum Ökolandbau Brandenburg arbeiten Praxispartner und Hochschulangehörige gemeinsam an neuen Lösungen. Das Biosphere Center ist als Kompetenzzentrum für die modellhafte Entwicklung in Biosphärenreservaten dem Fachbereich angegliedert. Über zahlreiche Partnerschaften ist der Fachbereich mit Forschungseinrichtungen im Inland und Ausland verbunden.


Nachhaltigkeitsorientierung und methodische Herangehensweisen

Die Hochschule ist anwendungs- und problemlösungsorientiert und möchte durch Forschung, Lehre und Third Mission entsprechend ihrer Transferstrategie „Ideen- und Wissenstransfer für eine nachhaltige Entwicklung“ (2016) in die Gesellschaft hineinwirken — und umgekehrt Impulse aus der Lebenswelt für ihre forschungsbasierte Arbeit aufgreifen. Häufig richten sich die Forschungsvorhaben am Ansatz einer transformativen Forschung aus, die einen Beitrag zur nachhaltigen Umgestaltung ländlicher Räume leisten möchte und sich als ein Baustein für eine Große Nachhaltigkeitstransformation versteht.

Die Mitwirkenden der zahlreichen Forschungs- und Entwicklungsvorhaben des Fachbereichs sind bestrebt, die drei Forschungsbereiche Landschaft, Landnutzung und Gesellschaft zu verknüpfen, um ganzheitliche, gesellschaftlich robuste Ansätze für eine nachhaltige Gestaltung von Landschaft und Landnutzung zu entwickeln. Da die Herausforderungen bei der Umsetzung von nachhaltigem Handeln fachdisziplinäre Grenzen oft überschreiten, werden zugleich naturwissenschaftliche und sozialwissenschaftliche Analysen benötigt. Folglich sind viele Forschungs- und Entwicklungsvorhaben am Fachbereich interdisziplinär angelegt. Die Forschung erfolgt konzeptionell häufig in der Auseinandersetzung und Kooperation mit Praxisakteuren, um einen realitätsnahen Beitrag zu der Entwicklung ländlicher Räume leisten zu können. Die Forschung ist daher auch transdisziplinär gestaltet.

Diese Arbeitsweise bedingt ein breites methodisches Spektrum: von der Analyse und Bewertung von Zuständen und Problemlagen über die Entwicklung von Lösungsansätzen und Instrumenten für den Praxiseinsatz bis hin zur konkreten Erprobung und Umsetzung von Maßnahmen und Projekten. Hinzu kommen Methoden der Kompetenzvermittlung für Praxisakteur*innen und Stakeholder in Weiterbildung und Beratung. Die stete Auseinandersetzung mit den in der Praxis tätigen Akteur*innen wirkt wiederum auf die Herangehensweise zurück und erhöht die Akzeptanz bei der späteren Anwendung. Solche Vorgehensweisen bedingen ein hohes Maß an Reflexivität.