Springe direkt zum Inhalt

HNE Eberswalde Organisations-Menü

Springe direkt zum Inhalt
Sie sind hier: Fachbereiche » Landschaftsnutzung und Naturschutz » Team » Professuren » Prof. Dr. Eckart Kramer

Substrataufschluss

Optimierungsansätze bei der Substratbehandlung in der Biogasproduktion mit Fokus auf ein elektrokinetisch-mechanisches Aufschlussverfahren

Bearbeitet von Sebastian Stoll im Rahmen einer Masterarbeit

Eberswalde und Freising, 17.10.2011

Projektpartner: atres Group, Freising

Die Arbeit gibt einen Überblick über die aktuelle Situation der elektrokinetisch-mechanischen Substratbehandlung in der Biogaserzeugung und in angrenzenden Industriezweigen. Ein besonderer Fokus lag auf einen patentierten Verfahren, das in Biogas- und Kläranlagen verbreitet ist sowie bei industriellen Anwendungen, wie beispielsweise in der Lebensmitteltechnik, eingesetzt wird.

Zum betrachteten Verfahren lagen nur wenige, meist durch die Anbieter selbst in Auftrag gegebene Studien vor. Die Wirksamkeit des Gärsubstrat- Aufschlussverfahrens war zu ermitteln.

Aufbauend auf einer Markt- und Technikstudie wurde ein Feldtest auf einer Biogasanlage mit ausschließlichem Einsatz von nachwachsenden Rohstoffen sowie einer installierten elektrischen Leistung von 360 kW durchgeführt. Im Feldtest erfolgte eine Beobachtung des betracheten Aufschlussverfahrens über etwa elf Wochen. Dabei wurden vor allem prozessbiologische Kennwerte durch regelmäßige Probenahmen und Laboranalysen ermittelt, eine durchgehende Gasanalyse durchgeführt und das Betriebsta¬gebuch ausgewertet.

Die elektro- und konstruktionstechnische Bewertung des Verfahrens ließ keine Rückschlüsse auf berichete Effekte, die beim Einsatz auf Biogasanlagen beobachtet wurden, zu. Im Feldtest wurde gegen Ende der Untersuchungen eine geringe Verbesserung der Biogasausbeute festgestellt. So stieg die Anlagenleistung im Behandlungszeitraum beispielsweise im Mittel um 5%, von 343 kW auf 360 kW und der maximale Methananteil im Biogas von 52% auf 53% (im Mittel bleibt er bei 50%). Diese Zunahme kann auch mit einer jahreszeitlich zunehmenden Erwärmung des Substrates erklärt werden. Allerdings stieg der Eigenstrombedarf im Behandlungszeitraum ebenfalls an. Es wurde ein Optimierungsbedarf im allgemeinen Anlagenmanagement der untersuchten Anlage festgestellt.

Es ergaben sich Erkenntnisse für zukünftige Praxistests mit Desintegrationsverfahren.

(letzte Änderung: 23.11.2012 von Eckart Kramer)