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DENDROM - Zukunftsrohstoff Dendromasse

Systemische Analyse, Leitbilder und Szenarien für eine nachhaltige energetische und stoffliche Verwendung von Dendromasse aus Wald- und Feldgehölzen

Hintergrund

Angebot und Nachfrage nach holzartiger Biomasse (DENDROMasse) divergieren zunehmend. Neben der direkten Nutzung von Holz für die Wärme- und Stromerzeugung gewinnt Dendromasse perspektivisch auch für die Herstellung von Biokraftstoffen aus Synthesegasen (Biomas-to-Liquid- oder BtL-Kraftstoffe) an Relevanz. Diese Entwicklung führt in der Konsequenz zu einer steigenden Nachfrage nach Holz mit — im Vergleich zur stofflichen Nutzung _ geringeren Qualitätsansprüchenund niedrigerem Preisniveau für die direkte (Strom,Wärme) oder indirekte (Biotreibstoffe) energetische Nutzung. Die Angebotsseite dagegen tendiert zu einer Abnahme dieser Sortimente. Der Grund liegt im ökologisch begründeten Paradigmenwechsel bei forstpolitischen und waldbaulichen Zielen hin zu naturnah ausgerichteter Waldbewirtschaftung, bei der geringwertige Holzsortimente kaum noch in ausreichender Menge zur Verfügung anfallen.

 

Ziele

Ziel des vom BMBF geförderten Forschungsvorhabens DENDROM ist die systemische Analyse und die Entwicklung von Leitbildern und Szenarien einer nachhaltigen energetischen und stofflichen Verwendung von DENDROMasse aus dem Wald und von Feldgehölzen auf landwirtschaftlichen Flächen. Herbei werden verschiedene Forschungsinstitutionen (interdisziplinärer Ansatz) und die in der Praxis der Dendromasseproduktion und —verwertung beteiligten Gruppen (transdisziplinärer Ansatz) zusammenarbeiten.

 

Zentrale Fragen

  • Welche Reserven gibt es beim Energieholz aus dem Wald und wie können diese bei den öffentlichen und privaten Besitzern in nachhaltiger Form bereitgestellt werden?
  • Kann der Anbau schnellwachsender Gehölze (Pappel, Weiden, etc.) im Kurzumtrieb (bis 20 Jahre) auf landwirtschaftlichen Flächen (Feldgehölze) einen wesentlichen Beitrag zur ökologischen, sozial verträglichen und ökonomisch tragfähigen Bereitstellung von Dendromasse leisten und die klassischen Quellen Wald(rest)holz, landwirtschaftliche Biomasse und biogene Abfälle ergänzen.
  • Welche Eignung besitzen Feldgehölze im Vergleich zu anderen Biomasseträgern, den sich z.T. widersprechenden Ansprüchen einer Extensivierung der Landnutzung (Bodenschutz), einer Intensivierung der Biomassenutzung (Einsparung fossiler Energien und Klimaschutz), einer Erhöhung der Biodiversität (Artenschutz) und einer Erhöhung der regionalen Wertschöpfung (Arbeitsplätze) gerecht zu werden?
  • Welche politischen, legislativen und sozioökonomischen Rahmenbedingungen sind bei der Dendromasseproduktion zu beachten, und welche gesellschaftspolitischen Instrumente werden benötigt, um sie effektiv zu fördern?

 

Projektstruktur

Die Projektpartner arbeiten interdisziplinär an spezifischen Fragestellungen. Hierbei erfolgt die Einbindung der assoziierten Projektpartner.
In den thematischen Säulen werden in einem ersten Schritt die Teilergebnisse zu den Themen Produktion, Technik/Logistik, Ökologie/Naturschutz und Ökonomie/Gesellschaft integriert.

 

Partner

Hochschulen:

HNE Eberswalde,
BTU Cottbus,
TFH Wildau

Forschungsinstitute: Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW),
Leibnitz-Institut für Agrartechnik Potsdam-Bornim (ATB),
Internat. Institut für Wald u. Holz Münster (IIWH),
Zentrum für Agrar- und Landschaftsforschung (ZALF),
Potsdam Institut für Klimafolgeforschung (PIK),
Kompetenzzentrum HessenRohstoffe (HeRo)
Netzwerke:

Fördergesellschaft erneuerbare Energien (FEE),
Brandenburgische Energie Technologieinitiative (ETI)

Industrie: Volkswagen AG (VW),
Choren Industries GmbH (CHOREN)
Landwirtschaftliche Betriebe: Energieholz Dr. Falk Brune,
Gut Lindhorst KG,
Bernhard und Michael Kloas

 

Weitere Informationen

http://www.dendrom.de/

 

Kontakt

Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde

Fachbereich Wald und Umwelt

Prof. Dr. Dieter Murach
Alfred-Möller Str. 1, Haus 10
16225 Eberswalde

Tel: 03334 657-192
E-Mail: dieter.murach@hnee.de

LOGO DENDROMklein

 

 

Letzte Änderung: 20.12.2005

(letzte Änderung: 14.12.2015 von Nora Koim)