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Abführmittel

Von einer Verstopfung spricht man, wenn man weniger als 3 mal pro Woche Stuhlgang hat. Dabei sind Beschaffenheit und Beschwerden beim Ausscheidungsprozess ausschlaggebend für die Beurteilung.

Neben Bewegungsmangel, unzureichender Flüssigkeitszufuhr, falscher Ernährung, Medikamenteneinnahme können auch psychische Belastungen eine Verstopfung verursachen.

Wenn die Verstopfung durch eine Umstellung der Lebensgewohnheiten (ausreichend Flüssigkeitszufuhr, Sport, bewusste Ernährung mit viel Ballaststoffen und Gemüse) nicht mehr behoben werden kann, können Abführmittel helfen.

 

Bei leichten Verstopfungen haben sich pflanzliche Mittel wie Leinsamen oder indischer Flohsamen bewährt. Allerdings muss man ein wenig Geduld aufbringen, denn es kann einige Tage dauern bis sie wirken. Das Wirkprinzip beruht auf ihrer ausgeprägten Fähigkeit zu quellen (auf ausreichen Flüssigkeitszufuhr achten!) und dadurch Wasser im Darm anzureichern. So wird der Darm gefüllt und zur Darmtätigkeit angeregt.

Faulbaum, Rhabarber und Aloe gehören zu der Gruppe der Abführmittel, deren Inhaltsstoffe die Darmbewegung fördern. Durch den schnelleren Transport durch die Darmpassage wird dem Darminhalt weniger Wasser entzogen und kann besser abgeführt werden. Die Wirkung tritt nach etwa 8-12 Stunden ein.

Rizinusöl wirkt in wenigen Stunden und kann zu durchfallartigen Stuhlentleerungen führen. Da es den Magen-Darm-Trakt sehr stark reizt und allergische Reaktionen hervorrufen kann, wird es heute nur noch sehr selten angewendet.

Abführmittel sollten nicht länger als 1-2 Wochen angewendet werden, da sie durch das beschleunigte Abführen des Darmhinhalts den Mineralstoff- und Wasserhaushalt durcheinander bringen. Hält die Verstopfung darüber hinaus an, sollte man einen Arzt aufsuchen.

Rizinus Ricinus communis

Saat-Lein Linum usitatissimum

Österreicher Lein Linum austriacum

Arznei-Rhabarber Rheum officinale

Faulbaum Frangula alnus

Aloe-Arten Aloe spec.

(letzte Änderung: 17.08.2012 von Annemarie Kaiser)