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Gunther-Wolff-Preis

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Verleihung des Gunther-Wolff-Preises 2015 und 2016, Fotos: Ulrich Wessolek

Für herausragende Abschlussarbeiten wird seit 2015 jährlich der Gunther-Wolff-Preis vergeben. Es sollen damit zukunftsweisende Arbeiten von Studierenden Anerkennung finden. Gleichzeitig wird damit das Wirken des 2013 verstorbenen Gründungsrektors der Fachhochschule Eberswalde gewürdigt, dem die Hochschule die ausdrückliche Profilierung im grünen Bereich verdankt, den „grünen Faden“, wie er es damals nannte, der in den Folgejahren zur „Hochschule für nachhaltige Entwicklung“ und zur „grünsten Hochschule Deutschlands“ erfolgreich weitergesponnen werden konnte.




Preisträger*innen

Jahr

Preisträger*in

Fachbereich

Titel der Abschlussarbeit

2016

Seppe Alaerts

Holzingenieurwesen

Strukturanalyse von Dendrocalamus strictus auf Basis von bildgebenden Messverfahren

2015

Claudia Lenz

 Holzingenieurwesen

Untersuchungen zur Bildung von Kupferoxalat am Beispiel von Poria placenta

 



Hintergrund: Das Wirken von Gunther Wolff

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Gründungsrektor Gunther Wolff bei der Feier zur Immatrikulation der ersten Studierenden der FH Eberswalde im April 1992; Foto: Archiv der HNE Eberswalde

Der am 5. Februar 1930 in Rübeland im Harz geborene Gunther Wolff studierte von 1949-1953 Forstwirtschaft in Eberswalde, an der damaligen forstwirtschaftlichen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin. Als Forsteinrichter war er bis 1956 unter anderem in Sauen tätig und widmete sich früh dem Thema der naturgemäßen Waldwirtschaft. Die Ergebnisse seiner Arbeit flossen ein in seine 1959 in Eberswalde - hier war er seit 1956 als Wissenschaftler tätig - vorgelegte Dissertation „Das Revier Sauen: Inventur, Planung und Erfolg einer biologischen Waldwirtschaft“. Auch seine Habilitation zur Rauchschadensdiagnose anhand von Falschfarbenluftbildern, die er 1970 in Tharandt abschloss, widmete sich einem hochaktuellen Thema. Für seine wissenschaftlichen Leistungen wurde er nach 1985 mit der Verdienstmedaille Forstwirtschaft in Gold ausgezeichnet.

„Machen Sie mal was mit Musik!“ lautete der Auftrag, den der Leiter des Institutes für Forstwissenschaften, Prof. Dr. Albert Richter ihm 1964 zur Bereicherung des betrieblichen Kulturlebens gab. Herausgekommen ist ein einzigartiges Musikfestival in der Ruine des Klosters Chorin. Wolff und seinen ehrenamtlichen Helfern gelang es, dieses Festival über den Systemwechsel hinaus zu erhalten. Für diese Leistungen wurde er 1997 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Als Vereinsvorsitzender hielt er bis 2009 alle Fäden in der Hand, bis 2013 wirkte er weiter als künstlerischer Leiter.

Gleich nach der Wende gründete Wolff den Verein der „Freunde und Förderer der forstwissenschaftlichen Lehre und Forschung“, dessen Vorsitz er später auch übernahm und dessen Vorstand er bis zu seinem Tod angehörte. Das erklärte Ziel, die Wiedereröffnung der forstwirtschaftlichen Fakultät der HU in Eberswalde, mündete schließlich in die erfolgreiche Gründung unserer Fachhochschule Eberswalde mit den Fachbereichen Forstwirtschaft, Landschaftsnutzung und Naturschutz, Holztechnik und BWL, zu deren Gründungsrektor er am 15. 1. 1992 berufen wurde. Im Dezember 1994 erfolgte dann die Wahl zum Rektor, ein Amt, das er bis zu seinem 68. Lebensjahr im Dezember 1998 innehatte. Auch später begleitete Gunther Wolff die Entwicklung unserer Hochschule mit großem Interesse: Er wirkte bei der Festschrift zum zehnjährigen Jubiläum mit, war bei zahlreichen Veranstaltungen präsent, so auch bei unserem 20. Geburtstag, und beteiligte sich bis zuletzt aktiv an dem derzeit laufenden Forschungsprojekt zur historischen Analyse der Schließung der Fakultät im Jahr 1963.

Am 20. Februar 2013 ist er im Alter von 83 Jahren verstorben.

(letzte Änderung: 17.10.2016 von Michelle Geigenmüller)