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Klimaschutzprojekt zur Kompensation von Treibhausgasemissionen der HNEE durch den Schutz des Kakamega Forest in Kenia in Kooperation mit dem Ivakale e.V.

 

Vorläufige Projektlaufzeit:

1. Oktober 2014 – 31.12.2017

Zielsetzung:

Kompensation der Treibhausgasemissionen der HNEE und Förderung der Nachhaltigen Entwicklung

Partner:

Kooperation zwischen der HNEE und dem Ivakale e.V.

Klimaschutztechnologie:

Energieeffiziente Upesi-Herde zum Schutz des Kakamega Regenwaldes in Kenia

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Kosten pro eingesparter Tonne CO2 :

31,54 € (Gold Standard zertifiziert)

Angestrebtes Kompensationsvolumen:

1500 t CO2-Äquivalente über 3 Jahre

Am 1. Oktober 2014 ist die HNEE mit dem hochschulnahen Ivakale e.V. eine Kooperation eingegangen, um gemeinsam ein Klimaschutzprojekt zur Kompensation von Treibhausgasemissionen der HNEE durch den Schutz des Kakamega Regenwaldes in Kenia durchzuführen. Im Rahmen des Projektes werden in Haushalten der Region um den Kakamega Regenwald energieeffiziente Lehmherde eingebaut. Im Vergleich zu den traditionellen offenen Feuerstellen, können so ca. 30 - 60 % Brennholz eingespart werden. Der Einbau und die Nutzung der Lehmherde verlangsamen somit die Degradierung des stark übernutzten Regenwaldes. Durch das Projekt gelangen somit über die nächsten 3 Jahre 1500 t CO2 — Äquivalente weniger in die Atmosphäre und bleiben in Form von Kohlenstoff im Wald gespeichert. Darüber hinaus profitieren die Familien von einer geringeren Rauch- und Arbeitsbelastung. Um die positiven Effekte zu garantieren, wird eine Zertifizierung durch Gold Standard — dem strengsten Standard für nachhaltige Kompensationsprojekte — angestrebt. Das Projekt wird intensiv in die Lehre und Forschung an der HNEE integriert, was durch den engen Kontakt zum, durch HNEE Alumni gegründeten, Ivakale e.V. möglich ist.

 

Der Kakamega Regenwald — Was wird geschützt?

  Ivakale Panorama Kakamega Forest

© Felix Cybulla

 

Der Kakamega Regenwald ist ein 543 km² großer Waldkomplex der aus dem Kakamega Forest Reserve sowie 7 weiteren Waldfragmenten besteht. Die Waldfragmente waren ehemals mit Kakamega Forest verbunden und sind heute durch landwirtschaftliche Flächen und Siedlungen vom Kakamega Forest getrennt. Der 238 km2 große, geschlossene Kakamega Forest ist das letzte verbliebene Relikt des sog. Guineo-Congolian Regenwalds in Kenia und beherbergt eine ungewöhnliche Vielfalt an Flora und Fauna von denen einige nur noch hier vorkommen (endemisch). Er stellt Lebensraum für zahlreiche bedrohte Arten dar und wurde daher als Biodiversity Hotspot deklariert. Die Diversität an Vogelarten gilt kontinentweit als einzigartig. Die benachbarten Satellitenwälder sind kleinere Waldfragmente in natürlichen bis degradiertem Zustand. Alle Fragmente des Kakamega Forest Komplex sind unter Kontrolle des Kenya Forest Service (KFS) und genießen offiziellen Schutz als Forest Reserve [1]. Ökologisch besonders wertvolle Kerngebiete des Kakamega Forest wurden zudem als National Reserve deklariert und werden vom Kenya Wildlife Service (KWS) verwaltet. Trotz des offiziellen Schutzstatus steht der Kakamega Forest unter enormen Druck durch die starke Übernutzung seiner Ressourcen (insbesondere Feuerholzentnahme aber auch Umwandlung zu Ackerland sowie das Sammeln medizinisch wertvoller Pflanzen).

 

Lehmherde — Wie wird geschützt?

 

© Felix CybullaBrennholzsparende Upesi-Herde sind lokal hergestellte, relativ preisgünstige Alternativen zum 3‑Steine-Feuer. Herzstück eines Upesi-Herdes ist der sogenannte „Liner“, ein Rohling aus gebranntem Ton. Bei der Installierung eines Herdes werden 2 Liner in ein solides Fundament aus Lehm eingebettet, so dass gleichzeitig Wärmeisolation als auch Stabilität gewährleistet sind. Die Liner werden von lokalen Produzenten hergestellt und sind ein in Kenia bekanntes und etabliertes Design. Je nach Größe, Hersteller, Transportkosten und Bezahlung des Installateurs kostet ein Upesi-Herd (inkl. Einbau) ca. 12€

 

 

 

 


© Felix Cybulla


Und so wird ein Upesi-Herd vor Ort eingebaut:

 

Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung

 

Die Einsparung von Feuerholz führt zu multiplen Effekten:

 

  1. die verringerte Holzentnahme entlastet den Kakamega Forest.

  2. Im gleichen Maße verringert sich der Ausstoß von CO2-Emissionen was zum Klimaschutz beiträgt.

  3. Die effizientere Verbrennung von Holz im Upesi-Herd führt zu weniger Rauch und Ruß in den Küchen und hat eine enorme gesundheitliche Entlastung für Frauen und Kinder zur Folge.
  4. Die verminderte Holzbeschaffung senkt die körperliche Belastung für Frauen und Kindern enorm.
  5. Die verminderte Holzbeschaffung ist ebenso ein wirtschaftlicher Faktor, denn die eingesparte Zeit kann für zusätzliche Einkommensgenerierung (="shadow" wages) bzw. Bildung und Erholung genutzt werden. Dies kommt v.a. Frauen und Mädchen zu Gute und verringert die ökonomische Abhängigkeit von Eltern, Ehemännern etc.

 

  P1060389

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

© Felix Cybulla

 

 


[1] siehe http://www.kws.go.ke/

 

 

(letzte Änderung: 26.10.2015 von Henning Golüke)