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Leonie Umbach

Leonie_Umbach

Nachhaltiges Tourismusmanagement M.A. (2009)


tmu Tourismus Marketing Uckermark GmbH

Ich habe das Studium „Nachhaltiges Tourismusmanagement“ im Herbst 2006 begonnen und im Frühsommer 2009 abgeschlossen. Mein Erststudium der Regionalwissenschaften habe ich an der Universität Potsdam absolviert. An der HNEE haben mir der hohe Praxisbezug der Inhalte sowie das Lernen des Stoffes in zusammenhängenden Blockmodulen über mehrere Tage oder Wochen sehr gut gefallen - die perfekte Ergänzung zu meinem klassischen, wissenschaftlich orientierten „Einzelkämpferstudium“ an einer großen Universität. Auch dass die Lehrenden ohne langes Warten auf Sprechstundentermine immer für uns ansprechbar waren, fand ich sehr angenehm. Jedoch war unser Jahrgang auch noch kleiner als die jetzigen (ca. 20 Personen).

Viele der im NTM-Studium vermittelten Themen, zum Beispiel im ländlichen oder im Entwicklungsländer-Tourismus waren mir aus anderen Perspektiven schon aus meinem sehr breit gefächerten Erststudium bekannt. Die Kombination aus meinen beiden Studiengängen erwies sich als sehr geeignet für meine jetzige Tätigkeit im Destinationsmanagement bei der tmu Tourismus Marketing Uckermark GmbH mit Sitz in Prenzlau. Denn neben der Vermarktung der Region über das Internet, diverse Printprodukte, Messen, Social Media etc. ist die strategische Ausrichtung und Weiterentwicklung der Naturtourismusregion Uckermark unsere Aufgabe. Bei uns laufen viele Fäden zusammen. Wir kooperieren in diversen Projekten eng mit Verwaltung & Politik, Schutzgebieten, touristischen Anbietern, Verkehrsträgern, regionalen Produzenten, anderen Reiseregionen auf Brandenburg- und Bundesebene, Verbänden wie dem VCD oder dem DTV und vielen weiteren Partnern. Überblick über diverse Themengebiete und die Fähigkeit zum Aufbau persönlicher Netzwerke sind hier gefragt.

Über ein Kooperationsprojekt mit der HNEE begann die im Jahr 2011 die strategische Ausrichtung der Reiseregion Uckermark zunächst auf das Thema klimafreundlicher Tourismus. Für eine Elternzeitvertretung wurde deshalb gezielt über den Absolventen-Verteiler der HNEE gesucht. Ich hatte mich nach dem Abschluss, zunächst mit Unterstützung des Unternehmens, in dem ich mein Praktikumssemester absolvierte, mit wechselndem Erfolg freiberuflich durchgeschlagen und in dieser Zeit diverse, leider nicht erfolgreiche Bewerbungen im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit geschrieben. Nun wurde es Nordostbrandenburg - für mich als Berlinerin also fast „zuhause“. Mit der Ambition, in die Entwicklungszusammenarbeit zu gehen, hatte ich an der HNEE meine Vertiefungsfächer gewählt - im Destinationsmanagement erwiesen sich meine Kenntnisse im Bereich einer kleinteiligen, nachhaltigen Regionalentwicklung als goldrichtig.

Mit der Angst des Großstadtkindes vor dem Leben auf dem Land ging ich für geplante 13 Monate nach Prenzlau. Die Uckermark und ich verstanden uns gut - dreieinhalb Jahre später bin ich immer noch hier. Nach der Elternzeitvertretung konnte ich über ein großes LEADER-Projekt zur bundesländerübergreifenden Vermarktung des Oder-Neiße-Radweges ein weiteres Jahr angestellt werden. Die Koordination diverser Partner über mehrere Bundesländer war eine spannende Aufgabe, bei der ich viel lernte. Nach der Projektlaufzeit erfolgte dann die Festanstellung - ein hohes Gehalt darf man im Destinationsmanagement allerdings nicht erwarten! Dafür wird es durch ständig neue Projekte und viel Kontakt mit den unterschiedlichsten Partnern nie langweilig. Mittlerweile wurde aus der klimafreundlichen Reiseregion Uckermark eine Region, die sich einer ganzheitlichen nachhaltigen Tourismusentwicklung verschrieben hat.

(letzte Änderung: 09.03.2015 von Michelle Geigenmüller)