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Entwicklungen auf dem regionalen Arbeitsmarkt

Liebe Alumni,

bereits während des Studiums an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung in Eberswalde kamen Sie durch Übungen, Projekte und Exkursionen mit unserem Netzwerk aus Partnern mit Sitz in der Region in Kontakt. Die Praxispartner gestalten die Region durch ihr tägliches Engagement aktiv mit und tragen durch innovative Ideen erfolgreich zu nachhaltigen Entwicklungsprozessen vor Ort bei.

Dieses Forum aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik & Verwaltung bietet Ihnen mannigfaltige Möglichkeiten, sich beruflich hier in Brandenburg niederzulassen. In unserer Rubrik Regionale Arbeitgeber finden Sie eine Auswahl an Institutionen und Firmen, die Alumni Perspektiven auf eine Karriere in ihrem Betrieb bieten.


Arbeitsmarkt in Brandenburg - Welche „grünen Berufe“ sind gefragt?


Generell bietet der Arbeitsmarkt in Brandenburg Chancen für Absolvent*innen, die einen Hochschulabschluss vorweisen können. Der allseits diskutierte Fachkräftemangel wird auch in der Mark dafür sorgen, dass viele offene Stellen für hochqualifiziertes Personal vorerst nicht besetzt werden können. Auch wenn die am dringendsten gesuchten Berufsgruppen, wie z.B. Pflegepersonal, Ingenieure & Techniker*innen nicht an der HNEE ausgebildet werden (mit Ausnahme der Holztechniker*innen), sind „grüne“ Berufe durchaus gefragt.


Rund ums Holz

Seit einigen Jahren steigt der Bedarf an forstlich ausgebildeten Absolvent*innen bundesweit. Insbesondere innerhalb der Forstverwaltungen werden durch Pensionierungen viele Stellen vakant, die durch den Nachwuchs von den Hochschulen besetzt werden sollen. Allein im gehobenen Dienst muss laut BDF (Bund Deutscher Forstleute) in nächster Zeit für jede dritte Stelle neues Personal gesucht werden. Dieser deutschlandweite Trend setzt sich auch in Brandenburg fort.

Für Absolvent*innen von Fachhochschulen bieten sich jedoch neben klassischen Arbeitsstellen in forstlichen Landesbetrieben zahlreiche weitere Beschäftigungsmöglichkeiten in breiter gefassten Berufsfeldern. Durch die praxisnahe und vielfältige Ausbildung an der Hochschule Eberswalde steigen die Chancen für unsere Alumni, in der diversen Berufslandschaft der Region, z.B. in den Branchen Beratung/Consulting, Baumpflege, Naturschutz, Umweltbildung oder in der Säge-/ Papier-/ Zellstoffindustrie fußzufassen.

Letztere Branche bietet neben den Förstern auch den Holztechniker*innen Perspektiven. Nach einer Studie der LASA Brandenburg (Landesagentur für Struktur und Arbeit) werden in der Holzwirtschaftsbranche der Region immer wieder Fachkräfte gesucht, welche die Lücken auffüllen, die durch pensionierte Mitarbeiter*innen entstehen.


Bio, bitte!

Die Ernährungswirtschaft stellt eine stabilisierende Größe im ländlichen Raum und somit auch im Nord und Osten Brandenburgs dar. Eberswalde, ein regionaler Wachstumskern Brandenburgs, hat seinen Fokus gar auf die Unterstützung der Ernährungswirtschaft gelegt. Laut dem Masterplan für das Cluster Ernährungswirtschaft Brandenburg steht die brandenburgische Ernährungswirtschaft vor der Herausforderung, Fachkräfte zu gewinnen. Hier bietet sich für Absolvent*innen die Möglichkeit, sich in die Ökolandbau- oder Verarbeitungsbetriebe der Region einzubringen.

Das Traineeprogramm der Stiftung Ökologie und Landbau ermöglicht jährlich 25 jungen Absolvent*innen aus den Bereichen Agrarwissenschaft oder Marketing eine einjährige umfassende Ausbildung in einem Öko-Partnerbetrieb. Nebenher werden die Trainees von der Stiftung als Führungskraft für den Ökologischen Ernährungssektor ausgebildet. Dabei beteiligen sind auch Betriebe aus der Region, die Absolvent*innen so eine Gelegenheit bieten, sich in den regionalen Markt einzubringen.


Sanfter Tourismus und Umweltbildung

Große Wachstums- und somit Beschäftigungspotentiale sieht das Land Brandenburg im Tourismussektor. Vor der Haustür des Ballungsraums Berlins liegend, suchen die Menschen im Nord und Osten Brandenburgs mit seinen vielen Großschutzgebieten und historischen Stätten Erholung oder nutzen die Landschaft für Aktiv- & Familienurlaub. Die Uckermark gewann im Jahr 2013 gar den Bundeswettbewerb Nachhaltige Tourismusregion. Ziel der Landestourismuskonzeption ist es, Naturtourismus „zu einer Säule im Brandenburger Tourismus auszubauen“. Dafür werden Bewerber*innen mit geeigneter fachlicher Kompetenz benötigt, die diesen Prozess mit ihrem Know-How nachhaltig gestalten und durch innovative Ideen voranbringen.

Arbeitgeber aus dem Tourismussektor haben das Potential der Absolvent*innen der HNEE bereits erkannt und arbeiten aktiv an der Gestaltung der Ausbildung der zukünftigen Touristiker mit. Stellenausschreibungen für interessante Tätigkeiten bei regionalen Unternehmen werden zunehmend gezielt an die Hochschule gesendet und Bewerber*innen aus dem Studiengang Nachhaltiges Tourismusmanagement gerne ausgewählt.

Auch für Umweltbildner stehen die Chancen, in Brandenburg eine attraktive Arbeitsstelle zu finden, nicht schlecht. Die Arbeitsgemeinschaft für Natur und Umweltbildung (ANU) Brandenburg ermittelte eine steigende Nachfrage nach umweltpädagogischen Angeboten in Brandenburg, welche die bereits existierenden Umweltbildungseinrichtungen nicht decken können. Hier werden Hochschulabsolvent*innen gebraucht, die sich thematisch mit Umwelt- & Naturschutzthemen auseinandergesetzt und auch das pädagogische Handwerkszeug erlernt haben, um diese Themen zu vermitteln.


Nachhaltig wirtschaften und leben - Brandenburg wandelt sich

Nicht nur Naturschützer, Förster und Ökolandbauern kommen aus Eberswalde. Der Fachbereich Nachhaltige Wirtschaft bildet in enger Kooperation mit regionalen Unternehmen Studierende aus, die sich zukünftig in den unterschiedlichsten Bereichen der Wirtschaft wiederfinden werden. Abschlussarbeiten und Praktika in Unternehmen der Region können vom Fachbereich vermittelt werden und bieten die Möglichkeit, sich auf dem regionalen Arbeitsmarkt zu orientieren und im direkten Anschluss an das Studium einen Berufseinstieg in Brandenburg zu schaffen.

Dabei wachsen die Möglichkeiten für Absolvent*innen, um sich vor Ort entweder in einem passenden Unternehmen einzubringen oder auch eigene Wege zu beschreiten: Die Beschäftigung im Land Brandenburg ist von 2005 bis 2013 um 11% gestiegen, insbesondere Kleinst- & Mittelständische Unternehmen suchen Fachpersonal mit Hochschulabschluss. Durch entsprechende Förderprogramme für Gründer*innen und innovative Ideen unterstützt das außerdem Land motivierte „Macher“, die sich in der Region selbstständig einen Standort aufbauen möchten.

Gerade in ländlich peripheren Räumen wie dem Nordosten Brandenburgs wird eine Unterstützung bei der Umsetzung von Förderprogrammen in Projekten dringend benötigt. Die in der Nachhaltigkeitsstrategie des Landes Brandenburgs entworfene Vision eines gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Wandels benötigt Menschen, die diesen Wandel anstoßen und voranbringen.

Bestens für diese Aufgabe vorbereitet sind die Regionalentwickler*innen & -manager*innen der HNEE. Ihr breites Qualifikationsspektrum befähigt sie dazu, die spannende Entwicklung Brandenburgs mitzutragen. Auch in der aktuellen Förderperiode der Europäischen Union gilt es, neue Entwicklungskonzepte zu schreiben, die Menschen für die Teilnahme an Gestaltungsprozessen zu begeistern und gemeinsam in Projekten neue Wege für die Region zu erproben. Zahlreiche Initiativen im ganzen Land laden Absolvent*innen dazu ein, an dieser Herausforderung mitzuarbeiten.


Warum hierbleiben?

Im letzten Bericht über den Arbeitsmarkt des Landes Brandenburg wurde von einer stabilen Beschäftigungsentwicklung im Land ausgegangen. Diese Entwicklung begünstigt den Einstieg in den regionalen Arbeitsmarkt für alle Absolvent*innen der HNE Eberswalde.

Für ein Leben und Arbeiten im Norden und Osten Brandenburgs sprechen günstige Lebenshaltungskosten und eine Landschaft mit hohem Erholungswert. Außerdem liegt die Hauptstadt mit ihrem vielfältigen Kulturangebot in unmittelbarer Nähe.

Im Laufe der letzten Jahre konnte man einen interessanten Trend beobachten. Immer mehr Menschen, die sich in der Vergangenheit auf der Suche nach Arbeit in anderen Teilen Deutschlands niedergelassen haben, verspüren vermehrt den Wunsch, wieder in die alte Heimat zurückzukehren. Gründe hierfür gibt es viele: Familie, Kindheitserinnerungen oder auch die Möglichkeit, die sich schnell wandelnde und voranschreitende Region mitzugestalten und deren Vorteile genießen zu können.