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Urheberrecht

Auf dieser und den nachfolgenden Seiten erhalten Sie einige ausgewählte Informationen rund um das Thema Urheberrecht.
Es wird keine Haftung für fehlende Angaben und Fehler übernommen.


Was ist urheberrechtlich geschützt?


Geschützte Werke
  • wissenschaftliche Fachaufsätze, Literatur, Buchkapitel, Lehrbuchauszüge
  • Vorträge, Vorlesungen, Reden
  • Zeitungsausschnitte, Lyrik
  • Bildmaterial (Screendesigns, Diagramme, Tabellen, technische Zeichnungen, Fotografien, Filme, Screenshots, Grafiken, Clip Arts, Logos)
  • Werke der Musik, Audiomaterial (Soundfiles, MP3-Musikdateien)
  • Werke der angewandten Kunst (Computerprogramme, Datenbanken, Gebrauchstexte, Mulitmedia-Anwendungen)
  • Darstellungen wissenschaftlicher oder technischer Art, wie Zeichnungen, Pläne, Karten, Skizzen, Tabellen und plastische Darstellungen
  • Teile eines Werks, Entwurfsmaterial sowie unvollendete Werke
  • ...

Frei verwendbare Werke
  • wissenschaftliche Formeln und Methodik
  • Freie Werke (z.B. Gesetzestexte oder Werke, deren Autoren mehr als 70 Jahre tot sind) dürfen elektronisch geteilt werden.
  • Allgemeinwissen
  • Open Access, Creative Commens, ... (bitte beachten Sie jeweils die Nutzungsbedingungen!)

Regelungen für Forschung und Lehre bis 30.09.2017

Unter bestimmten Bedingungen dürfen fremde Werke und Werkteile auch ohne Zustimmung des Rechteinhabers in der Lehre verwendet werden.
§52a UrhG - Öffentliche Zugänglichmachung für Unterricht und Forschung

Für E-Learning ist der § 52a UrhG relevant, der die Veröffentlichung von Werken für den Einsatz in Lehre und Forschung regelt.
Die gemäß § 52a UrhG gesetzlich erlaubten Intranetnutzungen an Hochschulen, wie sie beispielsweise für digitale Semesterapparate von Bedeutung sind, werden bis zum 30.09.2016 pauschal vergütet.

  • Gesetzestext vom Bundesminsterium für Justiz und Verbraucherschutz

Zugänglichmachen von Schriftwerken und Teilen von Schriftwerken für Zwecke des Unterrichts / Forschung (Sprachwerke bzw. Texte)

  1. kleine Teile eines Werkes, Werke geringen Umfangs (Lehrbücher, Monographien, Nachschlagewerke, Sammelbände u.ä.) sowie einzelne Beiträge aus Zeitungen oder Zeitschriften zur Veranschaulichung im Unterricht an Schulen, Hochschulen, nichtgewerblichen Einrichtungen der Aus- und Weiterbildung sowie an Einrichtungen der Berufsbildung ausschließlich für den bestimmt abgegrenzten Kreis von Unterrichtsteilnehmern
    • 12 % der Textseiten (incl. Inhaltsverzeichnis, Schlagwortverzeichnis etc.), absolute Obergrenze 100 Seiten
    • Veranschaulichung: inhaltlich Lehrstoffe verständlicher machen
    • keine Archivierung; endet mit Modulabschlussprüfung, danach Materialien nicht mehr abrufbar
    • abgegrenzter Kreis: Teilnehmer (Nutzeranmeldung)
  2. veröffentlichte Teile eines Werkes, Werke geringen Umfangs sowie einzelne Beiträge aus Zeitungen oder Zeitschriften ausschließlich für einen bestimmt abgegrenzten Kreis von Personen für deren eigene wissenschaftliche Forschung, max. 25 Seiten

  3. Dies gilt nicht, wenn der Rechteinhaber ein eigenes Angebot macht, die gewünschten Werke oder Werkteile für diesen Zweck zur Verfügung zu stellen (Vorrangklausel).

    • unschwer auffindbar; annehmebare Lizenzangebote, Werk in Datenbank, möglicherweise Hochschullizenz
      dann Verlinkung zu vorrangiges Angebot
  4. Ausgenommen sind Schulbücher, hier ist die Zustimmung des Verlages erforderlich.


LMS_UniOsnabrück_2Universität Osnabrück, Schaubild (09/2014)



Empfehlungen

  • Nutzen Sie das Zitatrecht §51 UrhG (veröffentlichte Textteile als Teil einer wissenschaftlichen Auseinandersetzung)
    Aber, die Grenze des Zitatrechts ist überschritten, wenn es keine eigenen Inhalte gibt (nur eine reine „Clipshow“; Zitat - Grundlage für darauf aufbauende eigene Aussage)

    Unterschied: Vortrag / hochgeladene Datei (Präsentation):
    Ggf. Zitat nur durch die Kombination mit dem mündlichem Vortrag; bei hochgeladenen Dateien Maßstab nur die Folien (Merkblatt Urheberrecht, Michael Beurskens, 2015)

    • Checkliste für Zitate (Prof. Beurskens, Webinar "Rechtliche Frage des E-Learning, 07.12.2016)
      • Ist meine eigene Darstelleung schutzfähig iSd UrhG?
      • Ist das zitierte Werk bereits veröffentlicht?
      • Wird das Notwendige nicht überschritten? Kleiner Ausschnitt (10-12%), ganze Bilder
      • Besteht ein innerer Zusammenhang (Kritik, Diskussion, Bestätigung)? --> nicht: Ersparnis eigener Ausführungen, Unterhaltung / Dekoration
      • Ersetzt das Zitat nicht den Kauf des Originals? --> Keine Kumulation von Zitaten aus einem Werk
      • Wird das zitierte Werk nicht erstellt? --> nur minimale Veränderungen (Kompression, Verkleinerung, Satzbau, indirekte Rede)
      • Ist das Zitat mit Quellenangabe kenntlich gemacht?
  • Links und Linklisten
    • Verlinken Sie auf E-Books und E-Journals der Bibliothek. Stimmen Sie den benötigten Literaturbedarf mit der Bibliothek ab, diese wird wenn möglich, das E-Book/E-Journal beschaffen ("EBook Central").
    • Verwenden Sie Links
      • Reine Hyperlinks (Verweise auf andere Homepages) oder Deep-Links (Verweise auf tiefer liegende Seiten bzw. Dateien) sind nach bisheriger Rechtsprechung unkritisch.
      • URL mit Quellenangaben


Quellen und weiterführende Infos

(letzte Änderung: 08.02.2017 von Mirella Zeidler)