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POLICY STATEMENT 2014-2020




Erklärung zur ERASMUS+ Hochschulpolitik

der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde



ERASMUS UNIVERSITY Charter:    43900-LA-1-2014--1-DE-E4AKA1-ECHE

ERASMUS ID Code:                          D EBERSWA01


Die Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde ist per se international aufgestellt: Nachhaltigkeit setzt Denken in verschiedensten Dimensionen (lokal, regional, global) und Disziplinen voraus. Darüber hinaus erwartet die HNEE aus der Verknüpfung von lokal, regional und global verankerter Lehre und Forschung mit internationalem Wissensaufbau und -austausch wichtige Impulse und Anregungen für die Bewältigung von Herausforderungen wie Klimawandel, demografischer Wandel oder auch Fachkräftemangel. Eine sichtbare internationale Aufstellung ist im Wettbewerb um die besten Köpfe, sei es bei Studierenden oder Mitarbeiter*innen, unabdingbar zum Erhalt und zur Steigerung der Attraktivität der HNEE. Internationalisierung ist ein strategisches Werkzeug der zukünftigen Hochschulentwicklung, die Grundordnung und die Nachhaltigkeitsgrundsätze der HNEE nehmen darauf explizit Bezug.


Als einzige Hochschule im Norden Brandenburgs dient die HNEE zudem einer ganzen Region als Ausbildungsstelle von Führungskräften, wie auch als Vermittler und Koordinator von regionalen, nationalen und internationalen Projekten. Die HNEE strebt auch in der Internationalisierung eine inhaltliche Fokussierung auf ihre Kernthemen an: Verbindendes Lehr- und Forschungsthema ist die nachhaltige regionalspezifische Entwicklung des ländlichen Raumes sowie die nachhaltige Nutzung nachwachsender Rohstoffe vor dem Hintergrund des globalen Wandels. Die Bedeutung der Internationalisierung spiegelt sich an der HNEE bereits in einer Vielzahl internationaler Lehr-, Forschungs- und Netzwerkaktivitäten wieder: Die Hochschule in Eberswalde ist z. B. in drei vom BMBF geförderten Ostseenetzwerken involviert. Starke europäische Aktivitäten gibt es in Polen, im Balkan- und Donauraum sowie in Skandinavien, international vor allem in Indien, Süd-Amerika und Australien/Ozeanien. Es ist es das Ziel der Hochschule, diese Aktivitäten auf Basis funktionierender Netzwerke auszubauen und zu vertiefen.


Internationalisierung (sowohl „@home“ als auch „abroad“) kann nur dann einen erfolgreichen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung der Hochschule leisten, wenn die folgenden Akteure und Bereiche involviert werden:

    ▫ Dozent*innen sind zur Ausübung internationaler Lehre, sowohl am Heimatstandort wie auch an den Partnerhochschulen, aufgerufen und werden mit zusätzlichen Ressourcen unterstützt. Bei Neuberufungen erhalten die Internationalität und speziell die Fremdsprachenkompetenz der Bewerber*innen eine erhöhte Priorität. Gastdozent*innen und -wissenschaftler*innen werden verstärkt in die Arbeit der HNEE eingebunden. 

    ▫ Mitarbeiter*innen sollen über das ERASMUS+ Staff Mobility Programm noch mehr bei unseren Partnerhochschulen in der Lehre und Forschung eingebunden werden. Spezielle Englischkurse machen die Mitarbeiter*innen der Verwaltung aufgeschlossener und fitter für internationale Kontakte.

    ▫ Die Curricula der Studiengänge werden in den anstehenden Re-Akkreditierungsverfahren auch für gewünschte Auslandsstudienaufenthalte und Auslandspraktika optimiert, die Anerkennung der im Ausland erworbenen Studienleistungspunkte wird erleichtert. Um dies zu erreichen, werden von den Fachbereichen gemeinsam mit dem International Office und den Partnerhochschulen Kurslisten ausgearbeitet. Mit diesen Maßnahmen soll der Anteil der Outgoings (sowohl Auslands-Studienaufenthalte wie auch Praxissemester) von 30% auf mittelfristig 50% gesteigert werden.

    ▫ Auch in den deutschsprachigen Studiengängen wird für einen stärkeren fachlichen wie auch kulturellen Austausch ein erhöhter Anteil von internationalen Studierenden angestrebt. Hierfür werden zwei Strategien verfolgt. Einerseits soll Studiengangs differenziert ein verstärktes Angebot an englischsprachigen Modulen entwickelt werden, um durch die angestrebte Schaffung von fächergruppenspezifischen englischen Kursangeboten mit einem Umfang von bis zu 30 ECTS pro Semester attraktiver für Incomings zu sein und deren Anteil von derzeit 4,5 auf mittelfristig 9 bis 10% zu erhöhen. Andererseits soll internationalen Studierenden die Teilnahme an einem deutschsprachigen Studium durch ein kombiniertes Angebot von Sprachkursen und fachlichen Tutorien erleichtert werden. Der „Student-Life-Cycle“ soll durch eine stärkere Verknüpfung von Werbung, Auswahlverfahren und der Betreuung von Studierenden und Alumni als Einheit begriffen und organisiert werden.


Neben dem bereits bestehenden Double Degree „Master of Science in Forest Information Technology“ mit der Naturwissenschaftlichen Universität Warschau werden Ressourcen zur weiteren Entwicklung gemeinsamer Studiengänge beantragt. Die in den vergangenen Jahren durchgeführten ERASMUS Intensiv-Programme Courses sollen weitergeführt und eine bessere curriculare Verankerung durch die Fachbereiche geprüft werden. Als erste Schritte startet im Herbst 2013 eine PhD-School mit internationalen Partnern, zum Wintersemester 2014/15 startet ein erstes fachbereichsübergreifendes internationales Wahlpflicht-Modul.


Die strukturellen Voraussetzungen für eine stärkere Entwicklung der Internationalisierung werden erweitert: Die Arbeitsgruppe Internationalisierung mit Vertretern des Senats und der Fachbereiche begleitet die Internationalisierung als Steuergremium, das International Office arbeitet als Stabsstelle unter der Leitung des Präsidenten. Die Leiterin des International Office ist verantwortlich für die Förder-Programme und wird von einer Qualitätsassistenz zur Verbesserung der Lehre bei der Beratung zu Auslands-Studien und Praxis-Semestern, bei der Betreuung von Gast-Studierenden und -DozentInnen, der Organisation internationaler Kurse sowie in der Öffentlichkeitsarbeit unterstützt. Für jeden Studiengang gibt es von den Fachbereichen gestellte Studienfachberater*innen, die in Kooperation mit dem International Office und dem Career Service Auskünfte zu den konkreten Studieninhalten, Lehrformen und den beruflichen Perspektiven erteilen. Zusätzlich werden über ein Buddy-Programm direkte Ansprechpartner*innen für Gaststudierende aus den jeweiligen Studienfeldern gestellt. Über eine stärkere Vernetzung mit bestehenden studentischen Initiativen und Gremien wie dem ASTA, dem Studentenclub Eberswalde und dem Eberswalder Chapter der International Forestry Students Association wird ein erhöhter interkultureller und fachlicher Austausch angestrebt. Zur Verstetigung der internationalen Forschungsaktivitäten wird eine gemeinsame Arbeitsgruppe der Technologie- und Innovationsberatung mit dem International Office gegründet. Gemeinsam mit den Hochschullehrer*innen sollen in dieser Arbeitsgruppe Netzwerkaktivitäten gebündelt werden, um die Antragschancen zu erhöhen und einen nachhaltigen Effekt der EU-Aktivitäten zu realisieren. In diese Arbeitsgruppe sollen auch Studierende und Graduierte der Partner-Hochschulen integriert werden, um neben ihrem Training im Projekt-Management zusätzliche Kompetenzen und Vernetzungen der Partner aktivieren zu können.


Die im Leitbild und den Nachhaltigkeitsgrundsätzen der HNEE formulierte Entwicklungsstrategie macht deutlich, dass die zukünftigen Aufgaben nur gemeinsam, grenz- und generationenüberschreitend zu lösen sind. Lebenslanges Lernen wird als einer der zentralen Mechanismen zur Schaffung einer nachhaltigen Gesellschaft mit aktiven, toleranten, weltoffenen und verantwortungsvoll handelnden Mitgliedern gesehen. Zwei neue Masterstudiengänge, Kommunalwirtschaft und Strategisches Nachhaltigkeitsmanagement, tragen zu dieser Entwicklung durch Konzepte zum berufsbegleitenden Lernen bei. Aber auch alle anderen Studiengänge schaffen durch vermehrten Einsatz von Blended-Learning-Techniken die Basis für eine weitere internationale Verbreitung ihrer Kompetenzen.


Die in der Lehre aktiven Mitarbeiter*innen der HNEE sind überproportional an den Fortbildungsprogrammen des Netzwerks Studienqualität Brandenburg (SQB) vertreten. Fachenglisch, Beratungsdidaktik, interkulturelle Kommunikation und e-teaching gehören zu den am stärksten frequentierten Fortbildungsprogrammen. Zur Weiterbildung der Mitarbeiter*innen aus Verwaltung & Wissenschaft wird ein dreistufiges Programm entwickelt: Sowohl in Freisemestern, im Bildungsurlaub wie auch berufsbegleitend können extern und intern angebotene Kurse zur fachlichen und sprachlichen Entwicklung belegt werden.


Insbesondere auf dem Gebiet der nachhaltigen Entwicklung des ländlichen Raums, auch mit starkem Bezug zum regionalen Klimawandel wird eine weitere Verstärkung der Forschungsanstrengungen unter Nutzung bestehender sowie neu zu gewinnender Partner erfolgen. Dabei strebt die HNEE auch den Aufbau eines hochschulübergreifenden Netzwerks zur Auswahl sowie zur Qualitätssicherung der Betreuung von Promovierenden an.


Der Career Service der Hochschule bietet regelmäßig Kurse und Programme zur Vorbereitung auf das Berufsleben für Absolvent*innen und Alumni an. In enger Zusammenarbeit mit dem Gründerzentrum der HNEE wird ein erheblicher Anteil an Entrepreneuren erfolgreich auf den internationalen Arbeitsmarkt vorbereitet. Diese Anstrengungen werden durch die starke Beteiligung von Studierenden am Business-Plan-Wettbewerb sowie neben national und international ausgeschriebenen auch durch intern ausgelobte Preise für exzellente Abschluss- und Studienarbeiten unterstützt.


(letzte Änderung: 19.04.2016 von International Office)