Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde
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W2-Professur „Nachhaltige Regionalentwicklung und soziale Prozesse“

Die Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) liegt vor den Toren Berlins. Hier bilden rund 60 Hochschullehrer*innen etwa 2.100 Student*innen praxisnah in den Fachbereichen Wald und Umwelt, Landschaftsnutzung und Naturschutz, Holzingenieurwesen und Nachhaltige Wirtschaft aus. Bundesweit einmalig sind die Zusammenführung der auf den ländlichen Raum orientierten Fächer und die sehr enge Zusammenarbeit mit internationalen und regionalen Partner*innen aus Forschung und Praxis.

Am Fachbereich Landschaftsnutzung und Naturschutz ist spätestens zum 01.09.2021 die


W2-Professur
„Nachhaltige Regionalentwicklung und soziale Prozesse“


unbefristet in Vollzeit zu besetzen.


Aufgaben: Der/die Stelleninhaber*in wird schwerpunktmäßig im Master-Studiengang „Nachhaltige Regionalentwicklung: Bildung – Management – Naturschutz“ tätig sein. Der Studiengang soll Studierende darin ausbilden, komplexe Situationen in Regionen zu erfassen und inter- und transdisziplinär zu analysieren, um darauf aufbauend Strategien für nachhaltige Regionalentwicklung unter Beteiligung von Bürger*innen und Stakeholdern zu konzipieren. Die Studierenden werden damit in die Lage versetzt, solche sozialen Prozesse zu gestalten und zu moderieren, Umsetzungsprozesse zu managen und Koordinierungsaufgaben in der Regionalentwicklung zu übernehmen. Vor diesem Hintergrund soll der/die Stelleninhaber*in die nachfolgend genannten Thermenfelder weitestgehend in der Lehre vertreten:


  • Integrierte ländliche Entwicklung, regionale Prozesse wie Wissenstransfer und Innovationsmanagement im Kontext von z.B. Klimawandel, nachhaltiger Ressourcennutzung, demografischem Wandel etc.;
  • Sozio-ökonomische Aspekte der nachhaltigen Entwicklung ländlicher Räume, insbesondere Standort- und Regionalmarketing, regionale Wertschöpfungsketten;
  • Gestaltung von Beteiligungsprozessen (z.B. für Strategieentwicklung), Kommunikation und ehrenamtliches Engagement;
  • Projektmanagement und -planung, Steuerung, Umsetzung und Evaluation von (Transfer-)Projekten in Regionen;
  • Quantitative und qualitative Forschungsmethoden;
  • Europäische Regionalpolitik, Evaluation staatlicher Förderprogramme.


Mit der Professur soll zugleich die Studiengangsleitung des Master-Studiengangs „Nachhaltige Regionalentwicklung: Bildung – Management – Naturschutz“ verbunden werden.

Gemäß dem Forschungsprofil des Fachbereichs soll der Forschungsschwerpunkt der Professur in der nachhaltigen Entwicklung ländlicher Räume in Deutschland und Europa liegen. Praxiserfahrungen in der ländlichen Entwicklung, nachhaltigen Regionalentwicklung, Projektleitung und Organisationsentwicklung sowie ausgeprägte Kenntnisse und Fertigkeiten in der interpersonalen und öffentlichen Kommunikation, Kompetenzen in Projektmanagement, Moderation und Gesprächsführung/Beratung werden ebenso erwartet wie Erfahrungen mit interaktiven Lehrformen.

Der Bewerber/die Bewerberin muss die Bereitschaft zur Mitarbeit in Gremien der akademischen Selbstverwaltung mitbringen.


Anforderungen: Die Lehrtätigkeit dieser Professur umfasst 18 Semesterwochenstunden und zielt auf die Vermittlung von Gestaltungskompetenz im Sinne einer Bildung für nachhaltige Entwicklung. Sie adressiert neben fachspezifischen auch sozial-kommunikative und personale Kompetenzen bei den Studierenden, was entsprechende Lehrerfahrung und didaktische Qualifizierung bei der/dem Stelleninhaber*in voraussetzt. Für die praxisnahe Ausbildung werden Erfahrungen mit Online-Lehre und die Integration digitaler Daten, Informationen und Medien in die Lehrveranstaltungen erwartet. Wünschenswert sind Erfahrungen mit interaktiven und transdisziplinären Lehr-Lern-Settings (mit Praxisakteur*innen), innovativen Lehrformaten (forschendes Lernen, interdisziplinäre Lehre etc.) und Ansätze für transformatives Lernen. Die Fähigkeit und Bereitschaft zur wissenschaftlichen Arbeit über disziplinäre Grenzen hinweg und im Kontext der Nachhaltigkeitsforschung sowie Erfahrungen in der Koordination interdisziplinärer Forschungsnetzwerke setzen wir voraus.

Die Qualifikation wird nachgewiesen durch ein sozialwissenschaftliches Studium mit engem räumlichen Bezug (einschließlich Wertschöpfungsketten, Sektoren, Infrastrukturen etc.) oder durch ein Studium der Geographie / Raum-und Planungswissenschaften mit engem sozialwissenschaftlichen Bezug oder ähnliche Fächerkombinationen mit einer solchen Ausrichtung. Weiterhin wird eine Promotion mit einem sozialwissenschaftlichen Schwerpunkt in den oben dargestellten Themenfeldern und Aufgabengebieten gefordert sowie vertiefte Kenntnisse in der empirischen Sozialforschung und in der sozial-ökologischen bzw. transdisziplinären Nachhaltigkeitsforschung.


Einstellungsvoraussetzungen sind laut § 41 BbgHG ein abgeschlossenes Hochschulstudium, die besondere Befähigung zu wissenschaftlicher Arbeit, in der Regel durch eine qualifizierte Promotion, besondere Leistungen bei der Anwendung oder Entwicklung wissenschaftlicher Erkenntnisse und Methoden in einer mindestens dreijährigen beruflichen Praxis, von der mindestens zwei Jahre außerhalb des Hochschulbereiches ausgeübt worden sein müssen sowie pädagogische Eignung.

Die HNEE bietet Ihnen einen modern ausgestatteten, familienfreundlichen Arbeitsplatz mit flexiblen Arbeitszeiten vor den Toren Berlins, in grüner Umgebung und mit sehr guter ÖPNV-Anbindung. Sie arbeiten in einem engagierten und gut vernetzen Team. Wir begrüßen alle Bewerbungen – unabhängig von Geschlecht, Nationalität, ethnischer und sozialer Herkunft, Religion/Weltanschauung, Behinderung, Alter sowie sexueller Orientierung und Identität. Die HNEE strebt in allen Beschäftigtengruppen eine ausgewogene Geschlechterrelation an. Personen mit einer Schwerbehinderung werden bei entsprechender Eignung vorrangig berücksichtigt. Auf die Vorlage von Bewerbungsfotos kann verzichtet werden.

Bewerbungen mit den üblichen Unterlagen (Lebenslauf, aus dem der wissenschaftliche Werdegang hervorgeht, Verzeichnis von Schriften- und Lehrveranstaltungen, akademische Zeugnisse, Nachweis von Lehrerfahrung, Drittmitteleinwerbung, Lehr- und Forschungskonzept) richten Sie bitte per E-Mail (ein pdf-Dokument) innerhalb von 6 Wochen nach Erscheinen der Ausschreibung an: Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde, Personalabteilung, Schicklerstraße 5, 16225 Eberswalde, E-Mail: Stellenbewerbungen@hnee.de, Tel.: 03334/657-147, Internet: www.hnee.de/FB2.

Ansprechpartner im Fachbereich Landschaftsnutzung und Naturschutz: Prof. Dr. Jürgen Peters, E-Mail: Juergen.Peters@hnee.de, Tel.: 03334/657-334.