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Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde
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Subtitutionsmaterial für Musikinstrumente (SubMat4Music)

Der Bau von Musikinstrumenten ist eines der ältesten Handwerke mit einem großen kulturellen und traditionellen Erbe. Seit der Antike haben Tropenhölzer beim Bau von Teilen für alle Arten von Musikinstrumenten immer eine große Rolle gespielt. Die insgesamt besseren Eigenschaften im Vergleich zu Hölzern aus unserer gemäßigten Klimazone wurden immer bevorzugt. Die Verwendung von Tropenhölzern wurde zu einer langjährigen historischen Tradition. Die extensive weltweite Nutzung und der bekannte Kahlschlag der ursprünglichen Urwälder sowie die globale Nutzung für wirtschaftliche Zwecke aller Art haben zu einer weltweiten ständigen Bedrohung der Artenvielfalt geführt. Seit Januar 2017 gelten für über 500 Tier- und Pflanzenarten neue Handelsbestimmungen. Sie wurden in die Liste des Übereinkommens über den internationalen Handel mit gefährdeten Arten freilebender Tiere und Pflanzen (CITES) aufgenommen - und seitdem ist geschütztes Holz für den Bau und Handel von Musikinstrumenten weltweit ein immer größeres Thema geworden. Als Lösung für dieses Problem hat sich modifiziertes heimisches Holz als gutes Ersatzmaterial für Holz aus geschützten Arten erwiesen. Da wir eine Bedrohung der Existenz kleiner und mittlerer Instrumentenbaubetriebe durch den Verzicht auf Tropenholz festgestellt haben, ist unsere Motivation, Ersatzstoffe in Form von modifizierten heimischen Hölzern zu entwickeln.

Das Netzwerkprojekt SubMat4Music bringt Wissenschaftler*innen mit großer Erfahrung bei Modifizierung von Holz, Tonholzhersteller*innen und -händler*innen sowie Instrumentenbauer*innen, die modifiziertes Holz verwenden, zusammen. Gemeinsam wollen wir neue akustische Möglichkeiten schaffen und Erfahrungen innerhalb des Netzwerks austauschen. Unser Ziel ist es, die akustischen Eigenschaften von Tonhölzern zu reproduzieren und zu verbessern und langlebige Produkte mit hoher Kund*innenakzeptanz zu schaffen. Unsere Vision ist es, technische Lösungen innerhalb des Netzwerks erarbeiten, Wissen zwischen Wissenschaft und Anwendung auszutauschen und nachhaltige Lösungen zu entwickeln.

Koordiniert und geleitet wird das Netzwerk von der Laborgruppe von Prof. Dr.-Ing. Alexander Pfriem an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde, HNEE. Sie entwickelt und analysiert Materialien und die notwendigen Prozesse zur Herstellung von thermisch behandeltem Holz. Auch die akustischen Eigenschaften der aus diesen Materialien hergestellten Instrumente werden untersucht. Aufgabe der Instrumentenbauer*innen ist die Verarbeitung des modifizierten Holzes sowie die Bestimmung der Klangqualität des Instrumentes und die Umsetzung der Modifikationsverfahren. Klangholzhersteller*innen und -händler*innen wählen die Rohstoffe aus, befassen sich mit der Verarbeitbarkeit des Rohmaterials und wenden auch die Modifikationsverfahren an.

Für weitere Informationen besuchen Sie bitte: wood-modification.net/submat4music

  • Weitere Projekte zum Thema Thermoholz finden sie hier.
  • Weitere Projekte zum Thema Musikinstrumente finden sie hier.



Partner*innen:

Das Netzwerk besteht aus zwei Forschungsinstituten, einem Anlagenbauer, einem Spezialisten für Polymerchemie, einem Tonholzlieferanten, einem Geigenbauer und 5 Gitarrenbauern.


sfa

SFA GmbH & Co. KG, Aichstetten



Geigenbaumeister Frank Frobeen, Hamburg


​​​​​​​Danksagung:

Dieses Projekt wird durch das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) des BMWi-Kooperationsnetzwerke finanziell unterstützt.

Förderkennzeichen: 16KN072601

Laufzeit des Zuschusses:

01.04.2017 - 30.03.2018

bmwi-logoZIM​​​​​​​


weitere Informationen:

Prof. Dr.-Ing. Alexander Pfriem (Alexander.Pfriem@hnee.de)

Lothar Clauder M.Sc. (Lothar.Clauder@hnee.de)

Website des Projektes:

Logo, Wood Modification Network