Springe direkt zum Inhalt

HNE Eberswalde Organisations-Menü

Springe direkt zum Inhalt
Sie sind hier: Fachbereiche » Holzingenieurwesen » Forschung am Fachbereich » madera wood research » Forschungsprojekte » Aktuelle Projekte

                     madera logo

Optimierung des Schälprozesses zur Herstellung von Mehrlagenwerkstoffen aus Buchenfurnieren mit gezielter Imprägnierfähigkeit in verdichteter CO2-Atmosphäre

Ausgangssituation & Zielstellung

In Zentraleuropa werden heutzutage hauptsächlich Nadelhölzer für bauliche Anwendungen verwendet. Laubhölzer hingegen sind zumeist aufgrund ihres Drehwuchses und ihrer geringen Dauerhaftigkeit nur eingeschränkt als Baustoff verwendbar. Während der Bestand an Nadelhölzern aufgrund der vielseitigen Nutzung sowohl als Bau- sowie als Energierohstoff abnimmt, steigen die Holzvorräte an größeren und älteren Laubbäumen. Dieses Potenzial soll zukünftig im Baubereich genutzt werden. Die genannten physiologischen Nachteile des Laubholzes führen zu einem enormen Forschungs- und Entwicklungsbedarf. Besonderes Augenmerk liegt hierbei in der Verbesserung der Prozessfähigkeit zur Werkstoffherstellung und der Erhöhung der Dauerhaftigkeit der Werkstoffe.

Seit November 2014 beschäftigen sich die Projektpartner mit Mehrlagenwerkstoffen aus Buchenfurnieren für das Bauwesen. Ziele der Projektarbeit im Hinblick auf die Herstellung dieser Werkstoffe sind die Vermeidung von Schälrissen, eine hohe Oberflächenqualität der Furniere und eine verbesserte Tränkung (Imprägnierung) der Werkstoffe mittels verdichtetem CO2 als Prozessmedium.

Bei der Zerspanung des Holzstammes entstehen Risse. Durch die rauen Oberflächen kommt es zum Eintritt von Wasser in das Furnier. Dies vermindert die Festigkeit und die Dauerbeständigkeit des Furniers und der daraus hergestellten Werkstoffe. Ein Teilziel des Projekts besteht demnach aus der Erarbeitung von Produktionsprozessen von Furnierholz, die eine Rissbildung und Oberflächenrauheit reduzieren könnten. Des Weiteren wird im Laufe dieses Projekts an einer Erhöhung der Dauerbeständigkeit von Buchenwerkstoffen geforscht. So wird ein Imprägnierverfahren mit PF-Harzen in verdichteter CO2-Atmosphäre untersucht. Vorteile einer solchen Technologie zur Imprägnierung der Furniere sind das preiswerte Prozessmedium CO2 und die vielfältigen Möglichkeiten einer Prozesssteuerung durch unterschiedliche Aggregatszustände des Prozessmediums.

Die Entwicklung von Verfahren zur effizienteren Furnierherstellung sowie zur Herstellung von dauerbeständigen Werkstoffen auf Buchenholzbasis hat eine hohe ökologische und ökonomische Bedeutung. Gelingt die Optimierung des Schälprozesses und die Imprägnierung des Buchenfurniers in verdichteter CO2-Atmosphäre, stellt dies einen enormen Fortschritt für die Verwendung von Buchenholz im Bauwesen dar.

Projektpartner

Fraunhofer-Institut für Holzforschung (WKI)

Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik (UMSICHT)

Dynea Erkner GmbH

Pollmeier Massivholz GmbH & Co. KG

Förderrahmen

BMBF (Logo) Sachsen-Anhalt (Ministerium für Wissenschaft und Wirtschaft) (Logo)

Förderkennzeichen: 031A439B

Laufzeit: 10/2014-09/2017

Projektleitung

Fraunhofer Institut für Materialfluss und Logistik (IML) - Projektzentrum Verkehr, Mobilität und Umwelt

Ansprechpartner

Prof. Dr.-Ing. Ulrich Schwarz

Dipl.-Ing. Michael Oertel
Dipl.-Ing. (FH) Christian Müller