Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde
•••
Menü

Ergebnisse

Im bisherigen Projektverlauf wurden folgende wichtige Arbeitsschritte abgeschlossen:


1. Auswahl anschlussfÀhiger Berufe

In einem ersten Expertenworkshop wurden unter Beteiligung von Kooperationspartnern Ausbildungs- und Fortbildungsberufe identifiziert, die durch ihre inhaltliche NĂ€he als anschlussfĂ€hig an den Studiengang "Ökolandbau & Vermarktung" B.Sc. anzusehen sind. Dazu zĂ€hlen die Berufe

  • Landwirt
  • Tierwirt
  • GĂ€rtner mit der Fachrichtung Obstbau bzw. GemĂŒsebau
  • die Aufstiegsfortbildung Landwirtschaftsmeister und
  • die Freie Ausbildung in der biologisch-dynamischen Landwirtschaft.


2. Empfehlung zur Einordnung der Aus- und FortbildungsabschlĂŒsse in den DQR

Die Aus- und Forbildungsberufe wurden durch das Projektteam in den Deutschen Qualifikationsrahmen fĂŒr lebenslanges Lernen (DQR) eingeordnet. UnterstĂŒtzt wurde dieser Arbeitsschritt durch die Unique GmbH. Nach bisherigem Erkenntnisstand erfolgte im Rahmen des Projektes "BeStuLa" erstmalig eine Empfehlung fĂŒr die Einordnung "GrĂŒner Berufe" in den DQR.

Der DQR ist ein Modell zur Kompetenzdefinition und -messung, das dazu dient, Wissen transparent darzustellen und vergleichbar zu machen. Dadurch soll die DurchlÀssigkeit zwischen Berufs- und Hochschulbildung erhöht werden.

Anhand der relevanten Ordnungsmittel (Verordnungen ĂŒber die Berufsausbildung, RahmenlehrplĂ€ne, Umsetzung des Rahmenlehrplans fĂŒr den Ausbildungsberuf Tierwirt, Verordnung ĂŒber die Anforderungen in der Meisterausbildung) wurden fĂŒr jeden Beruf die outcome-orientierten Lernergebnisse beschrieben, die mit dem Abschluss erreicht werden. Die Lernergebnisse wurden der entsprechenden Niveaustufe des DQR zugeordnet und eine BegrĂŒndung fĂŒr die erfolgte Einordnung formuliert. An dieser Stelle wurden Experten aus der beruflichen Bildung des Oberstufenzentrums Werder und der Regionalstelle fĂŒr Bildung im Agrarbereich Teltow-FlĂ€ming miteinbezogen. Untermauert wurden die Einstufungen durch EinschĂ€tzungen von Experten aus Ausbildungsbetrieben, Personalvermittlern im Agrarbereich und Verbandsvertretern, die in qualitativen Interviews zu den Kompetenzen von Auszubildenden befragt wurden. 

Poster-Einordnung-in-den-Deutschen-Qualifikationsrahmen.pdf

Diskussionspapier-zur-Einordnung-gruener-Berufe-in-den-DQR.pdf  

3. Entwicklung eines Anrechnungsverfahrens

FĂŒr die ausgewĂ€hlten Aus- und Fortbildungsberufe wurde ein kombiniertes Anrechnungsverfahren entwickelt, das dazu dient, bereits erworbenes Wissen auf Deckungsgleichheit mit Studieninhalten zu prĂŒfen und in der Folge zu vermeiden, dass Lehrinhalte erneut erarbeitet werden mĂŒssen. Das Anrechnungsverfahren bezieht sich auf formale, non-formale und informelle Kompetenzen und wird sowohl pauschal (pro Beruf) als auch individuell (pro Person) angewandt. 

Ziel ist eine Anrechnungsempfehlung, die dazu fĂŒhrt, dass Studienmodule bei ausreichender Kompetenz nicht mehr belegt werden mĂŒssen und sich damit die Studiendauer verkĂŒrzt.

Das pauschale Verfahren ermöglicht die Anrechnung beruflich erworbender Kompetenzen auf ein Hochschulstudium. Es umfasst folgende Arbeitsschritte:

  • Vergleich der Lernergebnisse der Aus- und Fortbildungsberufe mit den Studienmodulen
  • Deckungsanalyse auf Dokumentenbasis: PrĂŒfung möglicher Äquivalenz von Ausbildung und Studium "Ökolandbau und Vermarktung",  z. B. anhand der Analysen von Curricula, RahmenlehrplĂ€nen, PrĂŒfungsordnungen, ...
  • ÄquivalenzprĂŒfung der jeweiligen Lernergebnisse. Dazu: Nutzung des Module Level Indicator (UniversitĂ€t Oldenburg) durch Expert/innen der Hochschule und der beruflichen Bildung
  • Anrechnungsempfehlung fĂŒr bestimmte Lerninhalte

Die individuelle Anrechnung berĂŒcksichtigt die Anerkennung von Lernergebnissen Einzelner. Sie ist personenbezogen und erfolgt fĂŒr jeden Bewerber individuell. Im Rahmen des Projektes wurde ein Konzept mit sechs Verfahrensschritten entwickelt, das sich vorranging an der Methode des ProfilPASS orientiert.

  • Studien- und Anrechnungsberatung
  • Portfolio "ProfilPASS" wird erstellt
  • PrĂŒfung durch eine Zwischenstelle
  • Vorlage beim Modul- und PrĂŒfungsverantwortlichen
  • Validierungsaufgabe oder BeratungsgesprĂ€ch
  • Entscheidung ĂŒber Anerkennung

Der Leitfaden zur DurchfĂŒhrung und EinfĂŒhrung von pauschalen und individuellen Anrechnungsverfahren steht unter dem nachfolgenden Link als Download bereit. Anrechnungsleitfaden-HNE-Eberswalde-2012.pdf

Poster-Anrechnungsverfahren.pdf


4. Untersuchung und Beschreibung der BedĂŒrfnisse, WĂŒnsche und Notwendigkeiten der potentiellen Zielgruppe

Ein wesentlicher Bestandteil fĂŒr die weitere Ausgestaltung des Konzepts fĂŒr eine Variante des Studienganges "Ökolandbau & Vermarktung", das Elemente einer Nicht-PrĂ€senz-Studierbarkeit beinhaltet, ist die BerĂŒcksichtigung von BedĂŒrfnissen der potenziellen Zielgruppe, sprich Personen mit Berufsausbildung und Praxiserfahrung. Um diese zu erheben, wurden qualitative Leitfadeninterviews mit potenziell Studienberechtigten und Experten der Agrarausbildung und des Arbeitsmarktes durchgefĂŒhrt. Die Ergebnisse dieser Untersuchung bilden die Basis fĂŒr die Entwicklung eines passgenauen Angebotes. Gerade im hier untersuchten "GrĂŒnen Bereich" stellen die Arbeitsbedingungen wie SaisonalitĂ€t oder nur begrenzte Planbarkeit von zeitlichem Spielraum durch die WitterungsabhĂ€ngigkeit besondere Herausforderungen an das "Design" eines berufsbegleitenden Studiengangs.


Poster-Zielgruppenbeduerfnisse.pdf


5. Modulkonzept BrĂŒckenkurs "Punkt, Komma, Strich"

FĂŒr Berufspraktiker ist es oft ein großer Schritt an die Hochschule, verbunden mit vielen HĂŒrden, die es zu ĂŒberwinden gilt. Um hier eine UnterstĂŒtzung im sprachlichen und textlichen Bereich anbieten zu können, wurde der BrĂŒckenkurs „Punkt, Komma, Strich“ entwickelt. Der Kurs soll helfen, Sprachkompetenzen in den Bereichen Rechtschreibung, Grammatik, Zeichensetzung, TextverstĂ€ndnis sowie mĂŒndlicher und schriftlicher Ausdruck aufzubauen bzw. aufzufrischen.


Brueckenkurs-Sprachkompetenz.pdf





bestula_logo_550x81
Investition in Ihre Zukunft
Gefördert durch das Ministerium fĂŒr Arbeit, Soziales, Frauen und Familie aus Mitteln des EuropĂ€ischen Sozialfonds und des Landes Brandenburg