Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde
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Implementierung einer einzelbetrieblich optimierten Grünlandnutzung auf organischen Standorten (BOGOS)


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ELER Projekt, Laufzeit 2018-2021, Fördermittelgeber: Investitionsbank Brandenburg (ILB)
Projektleitung: Prof. V. Luthardt, Prof. I. Schleip


Projektinhalt

Das Projekt BOGOS zielt auf den Wissens- und Erfahrungstransfer zu einer klima- und bodenschonenden, klimawandelresistenten und naturschutzfachlich akzeptablen Wirtschaftsweise ab. Diesbezüglich wird mit vier ausgewählten Praxispartnern eine flächenscharfe, standörtlich und betrieblich angepasste Grünlandnutzung erarbeitet und umgesetzt. Dazu werden Kenntnisse aus der angewandten Wissenschaft mit Praxiserfahrungen der Landwirtschaftsbetriebe zusammengetragen. Ein entstehendes Netzwerk soll den Teilnehmer*innen Raum zu weiterem Kompetenzerwerb, Wissens- und Meinungsaustausch sowie zur Multiplikation der Erfahrungen auf regionaler und überregionaler Ebene bieten.

Vorab wird der Ist-Zustand erfasst: Analyse der betriebswirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Kooperationspartner, Kartierung aller Einzelflächen der Betriebe hinsichtlich Feuchteverhältnissen, Bodenzustand, Pflanzenbestand, Ertragsleistung, Pflanzenernährung – Darstellung der derzeitigen Nutzungseignung und Wertschöpfung. Weiter wird ein Gutachten zu den wasserbaulichen Anlagen erstellt. Auf dieser Grundlage werden mithilfe verschiedener, von der Wissenschaft bereitgestellter Instrumente mögliche Nutzungsszenarien als Diskussionsgrundlage mit den Landwirten*innen abgeleitet. In Diskussions- und Abstimmungsprozessen mit den Betrieben und Flächeneigentümer*innen und der Projektarbeitsgruppe werden mögliche Nutzungsumstellungen initiiert.  Daraus resultierende Erkenntnisse werden in einem etablierten Netzwerk und einer Internetplattform zum Erfahrungsaustausch zur Verfügung gestellt.         

Transfer

Zur Entwicklung von betrieblichen- und standörtlich angepassten Bewirtschaftungsformen, die unter Berücksichtigung von Klima-, Boden- und Naturschutz umgesetzt werden, sollen Synergien aus Landwirtschaftsbetrieben sowie der Wissenschaft und Forschung genutzt werden. Vonseiten der Wissenschaft und Forschung werden Kompetenzen in der angewandten Wissenschaft der Moor- und Grünlandnutzung in das Projekt mit eingebracht. Konkret werden von der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde etablierte Verfahren zu Standortsanalysen sowie zur Auswertung der betriebswirtschaftlichen Rahmenbedingungen angewendet. Darüber hinaus wird die Koordination und Dokumentation des Projektes von der Hochschule übernommen. Die in unterschiedlichen Kulissen von Großschutzgebieten wirtschaftenden Landwirtschaftsbetriebe bringen langjährige praktische Erfahrungen aus einem breiten Spektrum verschiedener Bewirtschaftungsformen in das Projekt mit ein. Die vier am Kooperationsprojekt teilnehmenden Betriebe bilden durch ihre geografische Verteilung verschiedene landschaftliche Bereiche ab, woraus Wissen zu unterschiedlichen Bewirtschaftungsvoraussetzungen zu Verfügung steht. Die Betriebe stellen ihre Flächen als Projektkulisse zur Verfügung und setzen gemeinsam erarbeitete alternative Wertschöpfungsformen um. Für den Verlauf des Projektes wird eine wissenschaftliche Erfolgskontrolle eingerichtet und die Ergebnisse zusammen mit den Praxiserfahrungen auf regionaler und überregionaler Ebene zur Verfügung gestellt. Dies erfolgt in Form einer Vernetzungsplattform, Workshops mit Feldtagen auf den Kooperationsbetrieben sowie anhand von Weiterbildungsseminaren für Moorpraktiker*innen.


Projektverlauf
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Ansprechpartnerin

Bei Fragen oder Anregungen zum Projekt können Sie sich an unsere Projektmitarbeiter*innen Stephanie Hügle und Franz Wenzl wenden.


Kontakt

Franz Wenzl & Stephanie Hügle

Hochschule für Nachhaltige Entwicklung Eberswalde
FG Vegetationskunde und Angewandte Pflanzenökologie
FG Nachhaltige Grünlandnutzungssysteme und Grünlandökologie
Schicklerstraße 5
16225 Eberswalde

Franz.Wenzl@hnee.de
+49 (0)3334-657-398

Stephanie.Huegle@hnee.de
+49 (0)3334-657-507


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Dieses Vorhaben wird gefördert durch das Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft des Landes Brandenburg (MLUL) im Rahmen des Entwicklungsprogramms für den ländlichen Raum in Brandenburg und Berlin für die Förderperiode 2014 bis 2020 Maßnahme M16 (Zusammenarbeit zur Implementierung ressourcenschonender Landnutzungsmethoden und Anbauverfahren sowie einer nachhaltigen Betriebsführung). Die Zuwendung dieses Vorhabens setzt sich aus ELER – und Landesmitteln zusammen. Betreut wird das Projekt durch den Projektträger ILB. ​​​​​​​