Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde
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Entwicklung nachhaltiger Selbstmanagementkonzepte für Gruppen zur Optimierung regionaler Wertschöpfung (GrOW)


Laufzeit 1.10.2018 – 31.3.2021

Hintergrund

Die Nachfrage nach Bio-Lebensmitteln in Deutschland wächst seit Jahren stetig. Doch obwohl Regionalität und damit die Erzeugung vor Ort bundesweit ein Hauptkriterium für die Kaufentscheidung von Bio-Lebensmittel ist, hat sich die Zunahme an ökologisch bewirtschafteten Flächen und Betrieben in der Bundesrepublik sehr unterschiedlich entwickelt. Die Bundesländer im Nordosten Deutschlands, insbesondere Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, liegen dabei deutlich im Hintertreffen. Hier zeigen sich nach wie vor, auch historisch bedingte, strukturelle Unterschiede in der Landnutzung und machen den gebotenen Handlungsbedarf in Sachen Auf- und Ausbau regionaler Wertschöpfungsgemeinschaften, insbesondere in Nordostdeutschland, deutlich.

Projektziel

Vorgeordnetes Ziel des Projektes ist es die ländliche Entwicklung in Nordostdeutschland über den Auf- und Ausbau von regionaler Wertschöpfung zu fördern.

Wertschöpfungsgemeinschaften zeichnen sich dadurch aus, dass unterschiedliche Akteure zusammenarbeiten und Warenströme und Informationen aufeinander abstimmen. Ziel dieses Projektes ist es sowohl das Aufeinander abstimmen von Vorgängen, die Koordinationsebene, sowie die Zusammenarbeit, die Kooperationsebene, aus der Perspektive der einzelnen Akteure zu erfassen und zu untersuchen. Dabei verfolgen wir zwei übergeordnete Ziele

  1. Das Aufzeigen von Kooperations- und Koordinationsstrukturen von erfolgreich selbstorganisierten Wertschöpfungsakteuren und -gemeinschaften unter Berücksichtigung ihrer spezifischen Rahmenbedingungen und die sich daraus ergebenden Potentiale und Hemmnisse.
  2. Die Identifikation allgemeingültiger Ansatzpunkte und methodischer Konzepte um, ausgehend vom formellen und informellen Austausch der Wertschöpfungsakteure, den Auf- und Ausbau regionaler Wertschöpfungsgemeinschaften zu unterstützen.

Hierfür setzen wir ein qualitativ-exploratives Aktionsforschungsdesign ein, dass wir mit einer sozialen Netzwerkanalyse kombinieren. Konkret werden zwei Erzeuger/Verarbeiter-Verbünde in ihrem Auf- bzw. Ausbau einer Wertschöpfung begleitet. Ergänzend werden zu spezifischen Fragestellungen der Gruppen Best Practice Beispiele untersucht sowie die Expertise von Schlüsselakteuren erfasst und hinzugezogen. Die Erkenntnisse des Projektes werden als Optimierungshilfen für interessierte Akteure entlang von Wertschöpfungsketten aufbereitet.

Ansprechpartnerinnen an der HNE

Katja Searles, +49 3334 657 451,Katja.Searle@hnee.de 

Prof. Dr. Anna Maria Häring, +49 3334 657 348, Anna.Haering@hnee.de

Projektpartner

Bioland Beratung GmbH