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KLIBB (Klimaschonende, biodiversitätsfördernde Bewirtschaftung von Niedermoorböden)




Schilfernte - (c) T. Dahms & P. Schroeder
HKW Malchin - (c) T. Dahms & P. Schroeder
Bekassine - (c) Job Schöne-Warnefeld

v.l.n.r: Schilfernte mit umgebauter Pistenraupe (© T. Dahms & P. Schroeder/lensescape.org); Bekassine (© Job Schöne-Warnefeld); Heizkraftwerk Malchin - Energiegewinnung mit Niedermoorbiomasse (© T. Dahms & P. Schroeder/lensescape.org)


Hintergrund

Die land- und forstwirtschaftliche Nutzung tief entwässerter Niedermoorstandorte führt neben erheblichen Treibhausgasemissionen durch Torfmineralisierung und Moorsackung auch zu einem Verlust der charakteristischen Biodiversität dieser Ökosysteme. Vielfältige Varianten einer torfzehrungsmindernden Bewirtschaftung von Niedermoorstandorten nach Anhebung der Wasserstände können Treibhausgasemissionen verringern. Wiedervernässung und anschließende land- und forstwirtschaftliche Nutzung bei gleichzeitigem Torferhalt (Paludikultur) stellt die dauerhafteste und standortgerechteste alternative Bewirtschaftungsform dar. Das genaue Potential der verschiedenen klimaschonenden (und biodiversitätsfördernden) Bewirtschaftungsformen von Niedermoorböden unter den gegebenen Ausgangsbedingungen ist deutschlandweit jedoch noch nicht vertiefend analysiert worden.

Ziele des Projekts

Innerhalb des Projekts KLIBB sollen naturschutzfachliche Leitlinien für eine klimaschutzmotivierte, biodiversitätsfördernde Bewirtschaftung von Niedermoorböden und Empfehlungen zur entsprechenden Anpassung der landwirtschaftlichen Nutzung entwickelt werden.


Konkret werden:

  • Kriterien für eine Eignungskulisse nasserer Niedermoorbewirtschaftung formuliert und mit den moorreichen Bundesländern diskutiert
  • für drei moorreiche Bundesländer Eignungskulissen entsprechend der Kriterien erstellt und unter Berücksichtigung vorhandener Konzepte eine Prüfung der Übertragbarkeit der Kriterien auf Bundesebene anhand der gegebenen Datenlage vorgenommen
  • bereits vorhandene Steckbriefe für Niedermoorbewirtschaftung bei unterschiedlichen Wasserverhältnissen (DSS-TORBOS) aktualisiert und noch nicht aufgeführte Nutzungsformen neu erstellt
  • naturschutzfachliche Leitlinien für Niedermoorbewirtschaftung abgeleitet, um Fehlentwicklungen frühzeitig zu vermeiden; diese werden in einem Leitfaden für Behörden und Planungsbüros zusammengefasst und Optimierungspotenziale in Bezug auf Biodiversität bei der Nutzung von Niedermooren aufgezeigt
  • wirtschaftliche Aspekte der nasseren Bewirtschaftungsweisen untersucht


Die Ergebnisse werden in einem Expertenworkshop (Q1/2019) vorgestellt und diskutiert. Die Resultate des Workshops sollen direkt in die weitere Bearbeitung des Projektes einfließen.

Ein zusammenfassendes BfN-Skript bündelt die Ergebnisse.


Die Ergebnisse des Vorhabens sollen in die Praxis der Niedermoorbewirtschaftung eingehen. Sie sind außerdem Ausgangspunkt für eine vertiefende Analyse der agrarpolitischen Rahmenbedingungen für Moorbodenstandorte.


Ansprechpartner/Kontakt

Bei Fragen oder Anregungen zum Projekt wenden Sie sich bitte an unseren Projektmitarbeiter Friedrich Birr.

Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE)

Schicklerstraße 5 - 16225 Eberswalde

Stadtcampus, Haus 1, Raum 303.1

Tel.: +49 3334 657-236

friedrich.birr@hnee.de


Verbundpartner im Projekt

Das Vorhaben wird als Verbundprojekt der Humboldt-Universität zu Berlin, Albrecht Daniel Thaer-Institut für Agrar- und Gartenbauwissenschaften (FG Prof. Dr. Jutta Zeitz), der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde, FB Landschaftsnutzung und Naturschutz (AG Prof. Dr. Vera Luthardt) unter Leitung der Universität Greifswald, Partner im Greifswald Moor Centrum (Dr. Franziska Tanneberger) durchgeführt.

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Laufzeit: 01.07.2018 bis 31.10.2019

Förderer: Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU)


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