Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde
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Qualitative Abschätzung von Effekten der Unvollständigkeit von Märkten und der politischen Rahmenbedingungen

SUFISA - Sustainable Finance for Sustainable Agriculture and Fisheries

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Die qualitative Abschätzung von Markt- und Politikeffekten auf Agrarproduktion und Agrarmärkte beruht auf dem Konzept der Wertschöpfung. Die Wertschöpfung schätzt ab in welchem Maße die Erlöse aus dem Verkauf der Erzeugnisse (Produktionswert) die Aufwendungen für die eingesetzten Produktionsfaktoren (Vorleistungen) übersteigen. Der Ansatz eignet sich für die Analyse von Fehlsteuerungen bzw. Verzerrungen auf den klar untereinander abzugrenzenden Märkten. Sowohl die Bedeutung von der Machtposition einzelner Wirtschaftsakteure in ausgewählten Märkten als auch von Asymmetrien bei der Informationsverteilung bezüglich Preistrends, Im-/Exportmengen, Strategien von Wettbewerbern usw. sind Gegenstand der Untersuchung.


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Foto: SUFISA Projekt Meeting in Chania (Griechenland) im Juli 2018, © HNEE, Susanne von Münchhausen

Ebenso wie in den anderen Arbeitspakten steht auch bei AP3, der quantitativen Analyse, die Erzeugung von Nahrungsmitteln in der Land- und Fischereiwirtschaft im Mittelpunkt. Die Merkmale der unterschiedlichen Betriebe und Unternehmen, die einen Sektor bzw. Wertschöpfungskette charakterisieren, werden in SUFISA identifiziert und untersucht. Denn sie bestimmen die Effizienz der Produktion und die Effekte auf die Nachhaltigkeit maßgeblich. Eventuelle Verschiebungen beim Einsatz von Mengen oder Preisen von Zukaufsprodukten wirken sich auf die technische Effizient und die Nachhaltigkeit der Verfahren aus. Daher sollen auch die möglichen Anpassungsmechanismen bei Veränderungen qualitativ abgeschätzt werden. Diese Ergebnisse sind für die Bewertung im Zusammenhang mit der Szenarienanalysen und Vorausschau von zentraler Bedeutung.

Ein Aspekt von WP3 beschäftigte sich mit der Analyse des Nachhaltigkeitsverhaltens und macht deutlich, dass sich die Gestaltung alternativer, nachhaltiger landwirtschaftlicher Systeme und Technologien rasant weiterentwickelt. Nachhaltige Landwirtschaft bedeutet, dass Erzeuger wettbewerbsfähig bleiben müssen. Daher müssen Landwirte kontinuierlich Neuerungen vornehmen, um sich an die Marktentwicklung und die Veränderungen der Ressourcenqualität und -verfügbarkeit anzupassen. Erzeuger müssen die landwirtschaftlichen Ziele, die sich auf eine breite Palette von Themen wie Nachhaltigkeit beziehen, ausbalancieren, um das Einkommensniveau zu maximieren. Landwirte müssen Überlegungen in Bezug auf die ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen ihrer Tätigkeiten berücksichtigen. Die Haltung der Bauern gegenüber Nachhaltigkeit beeinflusst die Absicht, spezifische Bewirtschaftungsstrategien umzusetzen. Wir haben versucht, die treibenden Faktoren für die Nachhaltigkeit zu ermitteln, die Landwirte dazu veranlasst haben, eine bestimmte Entscheidung oder Strategie zu treffen. Unsere Ergebnisse sind für politische Entscheidungsträger relevant, da sie die Beziehung zwischen Politikstrategien und Verhalten von Landwirten betrachten, um die am besten geeignete Strategie und Intervention zur Förderung der Nachhaltigkeit zu entwickeln.
Weitere Informationen unter: https://www.sufisa.eu/publications/


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This project has received funding from the European Union's Horizon 2020 research and innovation programme under grant agreement No 635577.

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