Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde
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Verpackung ist mehr(-)wert - Aufbau einer Beratungs- und Vernetzungsstelle für Akteure entlang von Warenketten im Lebensmittelbereich

Projekthintergrund

Das Verpackungs- und Kunststoffaufkommen nimmt – weltweit und in Deutschland – in den letzten Jahren beständig zu. Verpackungen sind im Lebensmittelhandel allgegenwärtig, erfüllen vielfältige Funktionen, sind praktisch und aus den zunehmend globalen Wertschöpfungsketten nicht wegzudenken. Gerade auf langen Transportwegen fallen unterschiedliche Verpackungen an. Die Folgen des steigenden Verpackungsaufkommens werden jedoch zunehmend kritisch diskutiert. Immer mehr Verbraucher*innen erwarten mittlerweile verpackungssparende Alternativen. Die Hürden, Verpackungen effektiv einzusparen, sind auf Seiten der Unternehmen jedoch vielfältig.

Weder Einzelpersonen noch einzelne Unternehmen können die Herausforderung der Verpackungsreduktion im Lebensmitteleinzelhandel allein bewältigen. Damit Verpackungen effektiv eingespart werden können, braucht es die Kooperation verschiedener Akteur*innen. Nur im Austausch können Lösungen und Strategien zur Verpackungseinsparung entwickelt werden.

Die stärkere Nutzung von Mehrweg- oder ReUse-Lösungen im Lebensmitteleinzelhandel (LEH) birgt ein großes Potential zur Verpackungsreduktion und Abfallvermeidung – und wird angesichts der stetigen Zunahme von Verpackungsabfall politisch zunehmend gefordert. Da Wegstrecken bei der ökobilanziellen Bewertung von Mehrweglösungen ein kritischer Faktor sind, ist der Fokus auf regionale Maßnahmen für einen ressourcen- und umweltschonenden Umgang mit Kunststoffen besonders sinnvoll.

Ziel des Projekts

Die BVVB ist die zentrale Anlaufstelle zum Thema Verpackungsreduktion in Brandenburg. Sie will verschiedene Akteur*innen entlang der Lebensmittel-Wertschöpfungskette miteinander vernetzen, ihnen Fachinformationen bereitstellen und mit ihnen gemeinsam sinnvolle Lösungen und konkrete Maßnahmen für Verpackungsreduktion entwickeln und bewerten. Im Mittelpunkt sollen dabei regionale Mehrweg- und ReUse-Lösungen stehen.

Wie wird das Ziel erreicht?

In Brandenburg existieren bereits vielfältige Initiativen und Aktivitäten für Verpackungsreduktion durch Mehrweg. Daher bestehen die Aufgaben der BVVB darin:

  • diese Aktivitäten zu identifizieren,
  • ihnen mehr Sichtbarkeit und eine höhere Reichweite zu verschaffen,
  • Die Unternehmen und Initiativen miteinander zu vernetzen und Synergien herauszuarbeiten und gemeinsam mit diesen
  • Maßnahmen und Handlungsansätzen zur Stärkung von Mehrweglösungen im Lebensmittelbereich in Brandenburg zu erarbeiten.

Die Arbeitsgruppe Verpackungsreduktion an der HNE Eberswalde verfügt über langjährige Kooperationsbeziehungen zwischen der Hochschule und der regionalen Ernährungswirtschaft sowie fundierte Erfahrungen im Bereich der partizipativen, transdisziplinären Forschung und Kooperation.

Einladung zur Beteiligung

Interessierte Unternehmen können jederzeit in das Netzwerk aufgenommen werden und gemeinsam konkrete neue Vorhaben im Bereich Verpackungsreduktion anstoßen. Daher freuen sich die Mitarbeiter*innen der BVVB über Unternehmen und Initiativen aus der Region, die sich für das Thema Mehrweg/ReUse interessieren und sich am Projekt beteiligen möchten. Unternehmen und Verbände aus der Lebensmittelwirtschaft sind ebenso eingeladen mitzumachen wie Akteur*innen aus den Bereichen Verpackung, Logistik und Warentransport.

An der Erarbeitung und Umsetzung von Mehrweg- und Reuselösungen im Lebensmittelbereich in Brandenburg interessierte regionale Akteur*innen können die Beratungs- und Vernetzungsstelle wie folgt kontaktieren:

Sprechzeiten: Mo – Fr. 10 – 12 Uhr und 14 – 16 Uhr

Telefonnummer: 0151-55155246

E-Mail: netzwerk-verpackungsreduktion[at]hnee.de

Das Projektteam informiert Sie gerne über aktuelle (Online-)Veranstaltungen, Projektergebnisse und Möglichkeiten zur Beteiligung.


Projektförderung

Das Projekt wird vom Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz gefördert. Das Projekt hat eine Laufzeit vom 01.04.2021 bis zum 30.09.2022.


Ansprechpartner*innen im Projekt

Dr. Melanie Kröger
melanie.kroeger[at]hnee.de

Paula Wörteler
paula.woerteler[at]hnee.de

Prof. Dr. Jens Pape
​​​​​​​jens.pape[at]hnee.de