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Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde
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Symposium 2012

Freitag, den 1. Juni 2012, 10 bis 18 Uhr

Rahmenthema: Spannungsfeld Heimat - (k)ein Thema fĂŒr die Umweltbildung

Hochschule fĂŒr nachhaltige Entwicklung Eberswalde

Die moderne Gesellschaft hat Schwierigkeiten mit dem Thema Heimat: der wertepluralistischen Ideologie einer kosmopolitischen FlexibilitĂ€t, die allzu oft von wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen aufgenötigt wird, widersetzt sich mit HartnĂ€ckigkeit die Bodenhaftung einer Heimatbindung, einer Sehnsucht nach einem festen Ort, von dem man sich in Sicherheit abstoßen kann, um Lebensschwung zu bekommen (A.Mitscherlich). Dem „Spiegel“ war das Titelthema „Was ist Heimat?“ (Nr.15/ 7.4.2012) eine NovitĂ€t wert: Die Ausgabe erschien fĂŒr die 13 BundeslĂ€nder und Österreich und Schweiz mit unterschiedlichen Titelbildern zur jeweiligen Heimatregion. Neben rein soziologisch-historischen Vereinnahmungen der Diskussion zum Heimatbegriff („Darf“ man nach dem Missbrauch von „Heimat“ durch Kaiserreich, Faschismus und Sozialismus den Begriff ĂŒberhaupt noch verwenden?) und den Versuchen einer Rechts-Links-Einordnung stehen universale, alltagspsychologische PhĂ€nomene des Verhaltens und der Werte vieler BĂŒrger. Hat das BedĂŒrfnis nach Heimat im Menschen vielleicht tiefe, bis ins Unterbewusste reichende Wurzeln? Können Entwurzelungen Leid und psychische Störungen hervorrufen? Gehört ein gerĂŒttelt Maß an emotionaler und werthaltiger Beheimatung zu nachhaltiger Entwicklung dazu ? Wie entsteht „Beheimatung“, wie lĂ€sst die sich sinnvoll fördern? Wie können wir Heimat in der Bildungsarbeit nutzen?

Das diesjĂ€hrige Symposium will mit evolutionsbiologischen, psychologischen, soziologischen, historischen und philosophischen Erkenntnissen zu etwas mehr Sicherheit im praktischen und theoretischen Umgang mit Heimat beitragen und den Dialog befördern.Wir laden Sie ein, Ihre Heimat in die Diskussion einzubringen und vielleicht auch ein StĂŒck davon mitzubringen

Ab 9.30 Empfang, Anmeldung und Stehkaffee

Vormittagsprogramm

1000
Prof.Dr.W.-G.Vahrson, PrĂ€sident der HNE: BegrĂŒĂŸung und Eröffnung
1010-1050
Verbeek, Bernhard - Dortmund: Heimat: naturwissenschaftliche Analyse eines irrationalen GefĂŒhls
1050-1100
Diskussion/Plenum
1100-1140
Mitzscherlich, Beate - Zwickau: Heimat als subjektive Sinnkonstruktion- zur Psychologie von Beheimatungsprozessen
1140-1155
Diskussion/Plenum
1155-1210
Drews, Arne und Hollerbach, Felix - Eberswalde: Heimat (er)finden - das PhÀnomen der Raumpioniere
1210-1225
Diskussion/Plenum

Mittagspause 12.25-13.30

Nachmittagsprogramm

13.30-1400
Schluchter, Wolf - Cottbus: Braunkohle macht die Heimat kalt - ein Bericht aus der Lausitz
1400-1415
Diskussion/Plenum
1415-1435
Thur, Patrick - Eberswalde: HeimatLoose. Zuhause in der Unsicherheit des Oderbruchs
1435-1445
Diskussion/Plenum

Kaffeepause 14.45-15.05

1505 -1535
Auster, Regine - Potsdam: Heimat - eine historische Spurensuche
1535-1545
Diskussion/Plenum
1545-1605
BlÀring, Malte - Eberswalde: Der Heimatbegriff im Naturschutz - Bedeutung und Konflikte
1605-1645
Falter, Reinhard-MĂŒnchen: Heimat gibt es nur im Plural -Die vielen Kulturen und

die globale Unkultur
1645-1700
Diskussion/Plenum
1700-18.00
Abschlussforum - Wissenschaft und Praxis:
Was hat uns bewegt, was nehmen wir mit?

Welche Probleme und Chancen hat das Thema eröffnet? Thematische GesprÀche und kritischer Dialog in Gruppen mit Referenten

ab 1915
Abendtreff in der Eberswalder „Bierakademie“ – Erfahrungsaustausch, gemĂŒtliches Miteinander

Da jede/ jeder auch einen persönlichen Bezug zum Thema Heimat hat, möchten wir, dass Sie einen Gegenstand, Bild o.Ă€. mitbringen, den Sie mit Heimat verbinden. Alle „Mitbringsel“ werden in einer Art Ausstellung beim Symposium prĂ€sentiert. Falls nötig setzten Sie eine erlĂ€uternde Beschriftung hinzu, zum Beispiel Herkunftsort oder –region des Mitbringsels (max. ein Satz). Haftung fĂŒr die ausgestellten „Mitbringsel“ können wir leider nicht ĂŒbernehmen.