Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde
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Alumni-Erfolge

Interessenten finden hier eine Übersicht ĂŒber verschiedene Absolvent*innen des Studiengangs "International Forest Ecosystem Management" (IFEM). Einige stehen bereits im Berufsleben, andere sind derzeit im Masterstudium, aber jede Geschichte ist eine Geschichte fĂŒr sich und gibt Einblick in die Möglichkeiten, die International Forest Ecosystem Manager*innen offen stehen. Lesen Sie im Folgenden die verschiedenen EindrĂŒcke und Erfahrungen:

Name:

Abschluss an der HNE:

Abschlussjahr an der HNE:

Aktuelles Einsatzland/Region:

Zuletzt ausgeĂŒbte TĂ€tigkeit:

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Johannes Enssle

B.Sc. International Forest Ecosystem Management (IFEM)

2005

Deutschland, Stuttgart

Waldreferent im NABU Baden-WĂŒrttemberg

"Nach dem Abi war fĂŒr mich schnell klar, dass ich irgendetwas mit Wald oder Forstwirtschaft studieren möchte. Am besten mit einem internationalen Bezug. Damals bot diese Kombination nur die HNE Eberswalde an mit ihrem innovativen Studiengang International Forest Ecosystem Management — kurz: IFEM.

Nun, einige Jahre spĂ€ter, sitze ich 8 Stunden am Tag vor einem Computer im BĂŒro einer großen NGO, telefoniere viel oder Reise durch die Republik. Das klingt erst mal ernĂŒchternd, ist jedoch alles andere als langweilig. Als Waldreferent beim NABU, bin ich fĂŒr alle waldbezogenen Fragen zustĂ€ndig. Es geht darum, gegenĂŒber der Politik und in der Gesellschaft deutlich die Positionen des Naturschutzes zu vertreten und mich dafĂŒr einzusetzen, dass der Wald in seiner Funktion als Lebensraum fĂŒr viele tausend Tier- und Pflanzenarten nicht zur kurz kommt. Das bedeutet auch, dass ich mich in die Politik einmische, mit Abgeordneten und Vertretern der Forstwirtschaft rede und Gesetzesvorhaben kritisch beobachte und kommentiere.

FĂŒr meine jetzige Arbeit bot mir das IFEM-Studium in Eberswalde eine solide Grundlage, um die unterschiedlichen Themenbereiche aus Wald, Umwelt und Entwicklung in einen grĂ¶ĂŸeren Zusammenhang zu stellen. Neben den naturwissenschaftlichen, ökologischen und forstwirtschaftlichen FĂ€chern werden wichtige SchlĂŒsselqualifikationen wie Teamarbeit, Kommunikation, Fremdsprachen und der Umgang mit digitalen Medien vermittelt. Ein durchaus anspruchvolles Studienangebot. Dabei wird besonders darauf Wert gelegt, die drei SĂ€ulen der Nachhaltigkeit Ökologie, Wirtschaft und Soziales in die Lehre zu integrieren. So ist fĂŒr jeden, ob er Förster, Biologe, NaturschĂŒtzer, Politiker, Entwicklungshelfer oder Business-Manager werden will, etwas dabei. Trotzdem sollte man die forstliche Ausrichtung dieses Studienganges nicht unterschĂ€tzen, denn Eberswalde schaut hier auf eine lange Tradition zurĂŒck! Auch wĂ€hrend des Unterrichts verbringt man viel Zeit im Wald oder im Botanischen Garten. Ein zentrales Element des Studiums ist das praktische Auslandsemester. Hier kann das Gelernte angewandt werden, hier werden Kontakte geknĂŒpft und die Weichen fĂŒr den spĂ€teren Berufsweg gestellt. Gleichzeitig bietet das Praktikum auch die ideale Möglichkeit, den Grundstein fĂŒr die abschließende Bachelorarbeit zu legen. Weil die HNE so klein ist, sind die Wege zu den Professoren und Dozenten sehr kurz. Davon kann man als Student nur profitieren.

Wem Eberswalde und die Hochschule zu klein ist, der sollte hier erst einmal vorbei kommen! Denn gerade weil Eberswalde so klein ist, halten die Studenten zusammen und organisieren deshalb einfach selber ihre Partys und AusflĂŒge. Die wunderschöne Landschaft mit ihren ausgedehnten WĂ€ldern und vielen Seen direkt vor der HaustĂŒr lĂ€dt zu allerlei FreizeitaktivitĂ€ten ein. Und wem das immer noch nicht reicht, der kommt in 30 Minuten problemlos nach Berlin. Ich kann IFEM auf jeden Fall empfehlen, denn die Welt braucht motivierte Menschen die mit Ausdauer, technischem und sozialem Know-how an die großen Herausforderungen der Zukunft herantreten."

Update des Werdegangs:

  • Trainee in der NABU BundesgeschĂ€ftsstelle, Berlin
  • Studium des Master-Studienganges "Global Change Management" (GCM) an der HNE Eberswalde
  • Waldreferent im NABU Bundesverband, Berlin
  • Waldreferent bei NABU Baden-WĂŒrttemberg, Stuttgart


  

Name:

Abschluss an der HNE:

Abschlussjahr an der HNE:

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Zuletzt ausgeĂŒbte TĂ€tigkeit:


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Nora Koim

B.Sc. International Forest Ecosystem Management (IFEM)

2005

Deutschland, Eberswalde

Akademische Mitarbeiterin an der HNE Eberswalde im Forschungsprojekt ELaN

Nora Koim studierte drei Jahre an der HNE Eberswalde den Studiengang "International Forest Ecosystem Management". Nach einem In- und Auslandspraktikum bei der Deutschen Gesellschaft fĂŒr Internationale Zusammenarbeit (GIZ, ehem. GTZ) in Eschborn und Kamerun schloss sie den Master-Studiengang "Integrated Natural Resource Management" an der Humboldt-UniversitĂ€t zu Berlin an ihre Ausbildung an. Im Rahmen des Masterstudiums war sie fĂŒr ihre Abschlussarbeit in Kolumbiens WĂ€ldern unterwegs. Lesen Sie dazu den ausfĂŒhrlichen Artikel auf Spiegel-Online.

Nach dem Masterstudium blieb Nora in Kolumbien und unterrichtete an der Technologischen UniversitĂ€t zu Pereira Ökologie und Deutsch. Seit Ende 2010 ist sie wieder in Deutschland und arbeitet als akademische Mitarbeiterin an der HNE Eberswalde im Bereich Kurzumtriebsplantagen/Energieholzanbau. Dabei ist sie nicht nur auf dem Waldcampus, sondern auf FlĂ€chen in ganz Brandenburg unterwegs. Seit 2013 ist sie im Sommersemester zudem als Dozentin eines Moduls in ihrem ehemaligen Masterstudiengang an der Humboldt-UniversitĂ€t tĂ€tig.

Update des Werdegangs:



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Julian Geisel

B.Sc. International Forest Ecosystem Management (IFEM)

2009

Deutschland

Akademischer Mitarbeiter

"Könnte ich mich noch einmal fĂŒr ein Bachelorstudium entscheiden, wĂŒrde ich noch einmal IFEM wĂ€hlen! In den Jahren nach meinem Studium finde ich mich immer wieder in Situationen, in denen ich begeistert oder glĂŒcklich denke: 
und das ist also meine Arbeit


Ich habe IFEM mit einem Schwerpunkt auf Waldbau und Botanik, aber auch Sozioökonomie studiert. Ganz nach dem Leitsatz: „Es geht nicht um BĂ€ume, sondern um Menschen“. Dass dies nach wie vor unabhĂ€ngig vom Ort stimmt, konnte ich im Auslandspraktikum in Panama, wĂ€hrend einem Jahr Waldforschung fĂŒr die westaustralische Regierung und zwei Jahren als wissenschaftlicher Mitarbeiter zurĂŒck in Eberswalde hautnah erleben.

In Panama erfuhr ich bei der Analyse der Auswirkungen von Besitztiteln innerhalb eines Nationalparks, dass nicht alles aus dem Vorlesungssaal 1:1 in die Praxis ĂŒbertragbar ist. Eine wichtige Lektion, die ich praktischerweise wĂ€hrend und nicht erst nach dem Studium lernen durfte.

Als technischer Angestellter in der Forschungsabteilung der Westaustralischen Umweltbehörde DEC durchstreifte ich mit Experten fĂŒr Pilze, Insekten, Feuer, Beuteltiere und Forstwirtschaft die WĂ€lder, half beim Waldmonitoring und betreute zum Schluss meine eigenen Wachstumsversuche mit mĂ€chtigen Eukalypten. Mein Bachelorstudium hatte mich zur Zufriedenheit meiner Arbeitgeber vorbereitet, denn zumindest im Prinzip funktioniert in Australien alles Ă€hnlich. Darauf aufbauen zu können war ein Vorteil, den ich dem Studium verdanke.

WĂ€hrend knapp 4 Jahren Berufspraxis fiel der Entschluss, dass ein Masterstudium fĂŒr mich Sinn macht und mich befĂ€higen wird, einen aktiven Teil beim Mitentscheiden ĂŒber die Geschicke unserer WĂ€lder einzunehmen. Denn dies habe ich, ob selbststĂ€ndig oder in einem AnstellungsverhĂ€ltnis, letztendlich vor. Eberswalde und meine halbe Stelle als Pflanzenphysiologe und fĂŒr die Stiftung WaldWelten ließen mir genug Zeit, mein Studium in den USA vorzubereiten und ich trenne mich nur schweren Herzens von der Hochschulbibliothek, meinen Kollegen und Freunden und natĂŒrlich meinem eigenen StĂŒck Wald nahe dem Waldcampus."

Update des Werdegangs:

  • Technical Officer DEC Science Division, Manjimup Western Australia
  • Akademischer Mitarbeiter ZIM AgroForst/Stiftung Waldwelten, HNE Eberswalde

  • ab September 2014: Studium (Wood Science/Forest Ecosystems and Society) in Corvallis, Oregon




    Name:

    Abschluss an der HNE:

    Abschlussjahr an der HNE:

    Aktuelles Einsatzland/Region:

    Zuletzt ausgeĂŒbte TĂ€tigkeit:


    Impressionen:

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    Julia Kirchlechner (geb. Schrepel)

    B.Sc. International Forest Ecosystem Management (IFEM)

    2010

    Deutschland

    Mitarbeiterin in einer deutschlandweit tĂ€tigen Forstberatung – Forstinventur, Kartographie, Forstliche- und geographische Informationssysteme.

    "Auf die Zeit in Eberswalde schaue ich mit durchweg positiven GefĂŒhlen zurĂŒck. Der IFEM-Studiengang war fĂŒr mich genau das Richtige. Ich wollte das Ökosystem Wald in seiner Ganzheit und mit allen Aspekten studieren. Weder nur die rein forstliche noch die rein biologische Sichtweise, sondern das Zusammenspiel von Wald, Mensch und Natur, auch im internationalen Kontext, haben mich fasziniert und tun es noch immer. Das praktische Studiensemester gab mir eine tolle Chance, in die internationale Entwicklungszusammenarbeit reinzuschnuppern. In Paraguay habe ich in einem Projekt gearbeitet, das Kleinbauern bessere forstliche und landwirtschaftliche Techniken vermittelt. Dort habe ich eine Analyse zu Anreicherungspflanzungen im Naturwald gemacht, die auch meine Abschlussarbeit wurde.

    Die AtmosphĂ€re in Eberswalde ist einfach etwas Besonderes. Professoren und Studenten haben einen engen Kontakt und es bieten sich viel einfacher Möglichkeiten der Zusammenarbeit. FĂŒr mich waren das beispielsweise die Entwicklung von „WaldfĂŒhrungen fĂŒr Singles“, die Teilnahme am Wettbewerb „Zwischen Hörsaal und Projekt“ der Gesellschaft fĂŒr Internationale Zusammenarbeit oder die Vorstellung eines wissenschaftlichen Posters bei der Forstwissenschaftlichen Tagung in Freising.

    Heute arbeite ich in einer Forstberatungsfirma, die private Waldbesitzer in ganz Deutschland betreut. Ich mag den Wechsel von BĂŒroarbeit und Außendienst. Ein Beispiel aus meiner Arbeit: Mit Hilfe von geographischen Informationssystemen erstelle ich forstliche Karten und verwalte Datenbanken. Draußen im Wald nutze ich die Karten und vorbereiteten Daten fĂŒr Inventuraufnahmen. Im BĂŒro werden die aufgenommenen Daten dann wieder weiter verarbeitet und ausgewertet.

    Irgendwann wird es mich sicher auch wieder ins Ausland ziehen. Das Fernweh, ausgelöst durch das IFEM-Studium, nimmt schon wieder zu
"