BRI Research Seminar bringt Forschende und neue Kolleginnen und Kollegen zusammen

Ein voll besetzter Raum im Biosphärenreservatsinstitut (BRI) bildete den Rahmen für das erste BRI Research Seminar des Semesters. Im Mittelpunkt stand ein Vortrag des Gastdoktoranden Niko Nesterinen von der Universität Ostfinnland. Moderiert wurde das Seminar von Prof. Martin Welp. Es bot den Kolleginnen und Kollegen des BRI sowie den Gastforschenden Gelegenheit zum Austausch und zur Diskussion.

Niko Nesterinen ist Doktorand in der Forschungsgruppe „Responsive Natural Resources Governance“ an der Universität Ostfinnland und absolviert derzeit einen Forschungsaufenthalt am BRI. In seiner Forschung beschäftigt er sich damit, wie Nachhaltigkeitstransformationen durch kooperative und netzwerkbasierte Governance auf lokaler Ebene gestaltet werden. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf UNESCO-Biosphärenreservaten und der Beteiligung verschiedener Interessengruppen.

In seinem Vortrag „Plural and Unsettled: Meaning-Making of Sustainable Development in the North Karelia Biosphere Reserve“ stellte Niko seine Promotionsforschung vor. Im Mittelpunkt standen dabei insbesondere lokale Prozesse der Bedeutungsbildung im Zusammenhang mit Nachhaltigkeit. Er untersuchte, wie unterschiedliche Vorstellungen von nachhaltiger Entwicklung im Rahmen von Kooperationsstrukturen im Umweltbereich des Biosphärenreservats Nordkarelien entstehen, ausgehandelt und infrage gestellt werden. Zudem ging er der Frage nach, welche Erkenntnisse diese Prozesse über die lokale Ausgestaltung von Nachhaltigkeitstransformationen ermöglichen.

Einen weiteren Beitrag zum Seminar leistete Dr. Sandra Hoomans, Dozentin an der School of Finance & Accounting der Saxion University of Applied Sciences, die derzeit ebenfalls einen kurzen Forschungsaufenthalt am BRI absolviert. Sie stellte ihre Forschung an der Schnittstelle von Biodiversität und Finanzwesen vor und brachte damit eine weitere Perspektive in den interdisziplinären Austausch ein.

Im Anschluss an die Vorträge entwickelte sich eine lebhafte Diskussion. Die Teilnehmenden nutzten die Gelegenheit, die von beiden Forschenden aufgeworfenen Themen zu vertiefen, gemeinsame Interessen auszuloten und Perspektiven mit dem erweiterten BRI-Team auszutauschen.

Darüber hinaus bot die Veranstaltung Gelegenheit, Dr. Alebel Melaku willkommen zu heißen, der in diesem Monat als neuer Postdoktorand zum BRI gestoßen ist. Im Rahmen eines Marie-Skłodowska-Curie-Stipendiums wird er das BRI-Team in den kommenden zwei Jahren verstärken.

Mit Beiträgen zu Nachhaltigkeitstransformationen in UNESCO-Biosphärenreservaten und zu den Zusammenhängen zwischen Biodiversität und Finanzwesen brachte das erste BRI Research Seminar des Semesters unterschiedliche Forschungsperspektiven zusammen und schuf einen wertvollen Raum für den interdisziplinären Austausch innerhalb des Instituts.