Forschungsstrategie und Forschungsschwerpunkte

An der HNEE verstehen wir Forschung als aktiven Beitrag zur Lösung drängender globaler Krisen. Unsere Forschungsstrategie dient als Kompass, um innerhalb planetarer Grenzen ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen und den Wandel in Umwelt, Technik, Wirtschaft und Gesellschaft aktiv zu gestalten.

Bis 2030 streben wir eine führende Reputation in der anwendungsorientierten Nachhaltigkeitsforschung an. Dabei fokussieren wir uns auf drei Kernversprechen:

  • Lösungsorientierung: Erarbeitung konkreter Antworten auf komplexe Nachhaltigkeitsprobleme.
  • Diskursraum: Plattform für die Gestaltung der gesellschaftlichen und technischen Transformation.
  • Sichtbarkeit: Bündelung von Kompetenzen zur nationalen und internationalen Positionierung.
Vision

Anwendungsorientierte Forschung für eine nachhaltige Entwicklung

Unsere Vision basiert auf den „Nachhaltigkeitsgrundsätzen der HNEE“. Wir verfolgen das Ziel, ökologische und soziale Systeme nach dem Vorsorgeprinzip so zu stärken, dass sie langfristig widerstandsfähig gegenüber Veränderungen bleiben.

 

Wegweisende Forschung bedeutet für uns:

  1. Resilienz fördern: Systeme entwicklungsfähig halten und unerwünschte Nebenfolgen vermeiden.
  2. Gerechtigkeit sichern: Entwicklungschancen für heutige und künftige Generationen innerhalb ökologischer Belastungsgrenzen fair verteilen.
  3. Wirkung erzielen: Durch inter- und transdisziplinäre Netzwerke schaffen wir wissenschaftliche Exzellenz mit praktischem Mehrwert.

Forschungsschwerpunkte der HNEE

Verantwortungsvolle Landnutzung für resiliente Ökosysteme

Im Forschungsschwerpunkt „verantwortungsvolle Landnutzung für resiliente Ökosysteme“ setzt die HNEE den Fokus auf die nachhaltige Nutzung und Entwicklung unterschiedlicher Landschaftsräume wie Wald, Offenland, Moore und Biosphärenreservate. Unsere wissenschaftlichen Aktivitäten verbinden dabei sowohl Transfer- als auch Nutzungsorientierung: Einerseits werden innovative Erkenntnisse und Lösungsansätze in enger Zusammenarbeit mit Akteur*innen aus Praxis, Verwaltung, Politik und Zivilgesellschaft entwickelt und in verschiedene Kontexte übertragen. Andererseits stehen konkrete Nutzungsoptionen und -strategien im Mittelpunkt, die sowohl lokale Besonderheiten als auch globale Herausforderungen adressieren.

Ziel ist es, auf wissenschaftlicher Basis Landnutzungssysteme zu gestalten, die die ökologische Resilienz stärken, die Biodiversität erhalten und zugleich soziale wie ökonomische Anforderungen berücksichtigen. Die Forschung reicht dabei von regionalen angewandten Projekten bis zur Mitwirkung an nationalen und internationalen Netzwerken. So leistet die HNEE einen wirksamen Beitrag zum nachhaltigen Umgang mit natürlichen Ressourcen und fördert die nachhaltige Entwicklung von Ökosystemen auf unterschiedlichen Handlungsebenen.

Wirtschaften in der sozial-ökologischen Transformation

Im Forschungsschwerpunkt „Wirtschaften in der sozial-ökologischen Transformation“ beschäftigt sich die HNEE mit der Frage, wie ökologische Nachhaltigkeit und soziale Gerechtigkeit als Leitprinzipien wirtschaftlichen Handelns gestärkt werden können. Dabei werden Ansätze für eine Wirtschaft erforscht und entwickelt, die ressourceneffizient, partizipativ und zukunftsorientiert ist. Im Fokus stehen unter anderem neue Geschäftsmodelle, alternative Wertschöpfungsketten und Formen der Zusammenarbeit, die gesellschaftlichen Wandel ermöglichen. Die HNEE verbindet in ihrer Forschung disziplinäre, inter- und transdisziplinäre Perspektiven und bezieht alle relevanten gesellschaftlichen Gruppen aktiv in die Prozesse ein.

Ziel ist es, praxisrelevantes Wissen und innovative Lösungen für eine nachhaltige Transformation der Wirtschaft bereitzustellen.

Die Berücksichtigung der gesamten Wertschöpfungskette unterstützt das Ziel, soziale, ökologische und ökonomische Aspekte ausgewogen in Einklang zu bringen. Damit trägt die HNEE aktiv dazu bei, dass die Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft hin zu mehr Nachhaltigkeit und Resilienz praxisnah und zukunftsorientiert erfolgt.

Praxis-Hochschul-Kooperationen und der Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in Wirtschaft und Gesellschaft stehen im Zentrum aller Aktivitäten – stets mit klaren Nachhaltigkeitszielen und einer Beschreibung der angestrebten positiven Wirkungen.

Wir forschen interdisziplinär, kooperativ und offen

Die Umsetzung unserer Strategie erfolgt durch eine enge Verzahnung von Wissenschaft und Praxis. Wir öffnen Freiräume für methodische Vielfalt und diversifizieren unser Spektrum stetig über die Kernthemen der Nachhaltigkeit hinaus.

  • Transdisziplinäre Kooperation: Wir arbeiten auf Augenhöhe mit Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft zusammen, um stakeholderorientierte Lösungen mit konkretem Raumbezug zu entwickeln.
  • Verzahnung von Forschung & Transfer: Unsere Forschungsergebnisse fließen direkt in die Anwendung. Nationale und internationale Verbundprojekte (EU/Bund) sichern dabei unsere globale Anschlussfähigkeit.
  • Nachwuchsförderung: Nachhaltigkeitsforschung dient uns gleichermaßen als Instrument zur Qualifizierung und Entwicklung der nächsten Generation von Wissenschaftler*innen.
  • Globale Verankerung: Unsere Arbeit adressiert über 63 Unterziele der UN-Nachhaltigkeitsziele (SDGs) und orientiert sich am European Green Deal sowie der nationalen Bioökonomie-Strategie.

Bisherige Forschungsschwerpunkte

Prof. Dr. Eva-Maria Saliu

Professur Tierhaltung im ökologischen Landbau, Vizepräsidentin für Forschung und Transfer

Kerstin Lehmann

Leiterin InnoSupport: Forschung | Gründung | Transfer