Neue Lehr-Lernräume auf dem Waldcampus: Drei Hörsäle in Rekordzeit modernisiert

Flexibler, technisch auf dem neuesten Stand und auf unterschiedliche Formen des Lehrens und Lernens ausgerichtet: Drei Hörsäle und Seminarräume in Haus 11 auf dem Waldcampus der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) sind umfassend modernisiert worden. Von den ersten Planungen bis zur Fertigstellung vergingen nur rund sieben Monate.

Ausgangspunkt für die Modernisierung der Räume 11.001, 11.015 und 11.105 war die laufende brandschutztechnische Sanierung von Haus 11. Die drei intensiv genutzten Lehr-Lernräume waren bereits deutlich in die Jahre gekommen: Mobiliar war teilweise nicht mehr funktionsfähig, Böden und technische Ausstattung veraltet. Eine grundlegende Sanierung des Gebäudes ist erst langfristig vorgesehen. Die HNEE entschied deshalb, die notwendigen Arbeiten zu nutzen, um die Räume bereits jetzt grundlegend aufzuwerten.

Wie die neuen Räume aussehen sollten, wurde nicht allein am Planungstisch entschieden. Grundlage des Entwurfs waren unter anderem Rückmeldungen von Lehrenden und aus dem Department Wald–Holz–Umwelt. Ein zentrales Anliegen: Die tief geschnittenen Räume sollten weiterhin eine hohe Zahl an Studierenden aufnehmen können und zugleich mehr Möglichkeiten für unterschiedliche Lehr- und Lernformate bieten.

Entstanden ist deshalb eine Kombination aus klassischer Festbestuhlung und einer flexibel nutzbaren Zone. Rollbare Stühle mit Schreibtablets, mobile Bänke und Hocker sowie höhenverstellbare Tische ermöglichen es, die Räume je nach Lehrformat unterschiedlich zu nutzen. Stehen, klassisches Sitzen oder Arbeiten in wechselnden Konstellationen werden damit gleichermaßen möglich. Eine Übergangszone verbindet den flexiblen vorderen mit dem fest bestuhlten hinteren Bereich. Auch Flächen für Rollstuhlnutzende wurden berücksichtigt.

Die technische Infrastruktur wurde ebenfalls umfassend erneuert und vereinheitlicht. Zur Ausstattung gehören unter anderem Screens, Lautsprecher und Whiteboards. Jeder Sitzplatz in der Festbestuhlung verfügt über eine eigene Steckdose. Hinzu kommen neue Böden, Akustikdecken, dimmbare Beleuchtung und eine neue Möblierung. In einem der Hörsäle wurde zudem eine Hörschleife installiert, deren Einsatz nun in der Praxis erprobt wird. In Raum 11.015 wurde außerdem die Küche erneuert.

Die neue Raumstruktur ermöglicht damit nicht nur unterschiedliche Lehr- und Lernsettings. Durch die vielseitige Nutzbarkeit sollen die vorhandenen Flächen zugleich möglichst effizient und nachhaltig bewirtschaftet werden.

Bemerkenswert ist auch das Tempo der Umsetzung: Ende Februar 2026 starteten die ersten Abstimmungen, bereits im März und April wurden die Entwürfe erarbeitet und die Planungen konkretisiert. Im Mai und Juni folgten Ausschreibung und Vergabe, bevor Ende Juli der Umbau begann. Pünktlich zum 24. September 2026 waren die drei Räume fertiggestellt.

Möglich wurde dieser ambitionierte Zeitplan durch die enge Zusammenarbeit der Abteilung Liegenschafts- und Umweltmanagement als Bauherrin, der Zentralen IT und des Arbeitspakets 2 „Eberswalder Studienmodell“ unter der Leitung von Diana Luca-Drogan. Das Arbeitspaket verantwortete dabei insbesondere Entwurf, technischen Support und Baubegleitung.

Für die Hochschulmitglieder in Haus 11 waren die vergangenen Monate zugleich mit erheblichen Einschränkungen verbunden. Baulärm und -staub sowie kurzfristige Änderungen im Lehrbetrieb verlangten Lehrenden, Studierenden und Mitarbeitenden viel Flexibilität ab. Mit den drei modernisierten Räumen stehen ihnen nun wieder attraktive und vielseitig nutzbare Orte für Lehre und Lernen zur Verfügung.