Von Moorforschung bis globalem Engagement: HNEE vergibt 46 Deutschlandstipendien
Im Rahmen einer feierlichen Übergabe hat die Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) gestern am 23. März 2026 ihre Deutschlandstipendiatinnen und -stipendiaten für die Förderperiode 2026 ausgezeichnet. Insgesamt 46 Studierende erhalten in diesem Jahr die Förderung, darunter 29 Bachelor- und 17 Masterstudierende. Begrüßt und beglückwünscht wurden sie von der Vizepräsidentin für Studium und Lehre, Prof.in Dr. Uta Steinhardt.
Photos von der Verleihung an der HNEE
Photos von der Verleihung an der HNEE
Photos von der Verleihung an der HNEE
Photos von der Verleihung an der HNEE
Photos von der Verleihung an der HNEE
„Das Deutschlandstipendium würdigt nicht nur sehr gute Leistungen, sondern vor allem auch gesellschaftliches Engagement und Haltung. Genau das zeichnet unsere Studierenden aus“, betonte Prof.in Steinhardt in ihrer Ansprache.
Die große Resonanz auf das Programm zeigt sich in insgesamt 139 Bewerbungen. Neben 31 verlängerten Förderungen konnten 15 neue Stipendien vergeben werden. Besonders bemerkenswert ist die Vielfalt der Geförderten: 30 der Stipendiat*innen sind weiblich, 16 männlich; fünf Studierende haben internationale Hintergründe, 19 stammen aus Nichtakademiker-Familien, zwei studieren mit Kind.
Viele der Geförderten engagieren sich weit über ihr Studium hinaus – in hochschulpolitischen Gremien, als studentische*r Vizepräsident*in, in Fachgruppenräten oder im AStA sowie in Initiativen für Klimaschutz, Naturschutz oder soziale Gerechtigkeit.
Die individuellen Geschichten der Stipendiat*innen zeigen eindrucksvoll, wie vielfältig nachhaltige Entwicklung gelebt wird. So erforscht der Stipendiat Leslie Jung in seinem Masterstudium Ökologische Landwirtschaft und Ernährungssysteme die Potenziale von Moorrenaturierung und Paludikultur. Bei einem Feldkurs in Greifswald analysierte er Torfschichten und erkannte Moore als „Archive der Landschaftsgeschichte“. Sein Ziel: Lösungen zu entwickeln, die Klimaschutz und landwirtschaftliche Nutzung verbinden. Unterstütz wird er von der Stiftung Natur im Norden.
Silas Gronbach, Student im Masterstudiengang Sustainable Entrepreneurship & Social Innovation, verbindet unternehmerisches Denken mit gesellschaftlicher Verantwortung. Als ehemaliger studentischer Vizepräsident, Lehrbeauftragter und Mitorganisator einer bundesweiten Konferenz bringt er sich aktiv in die Weiterentwicklung der Hochschule ein.
Auch Paula Popp, Masterstudentin im Studiengang Global Change Management, bringt internationale Perspektiven ein: Ihre Arbeit mit indigenen Gemeinschaften in Indonesien, ihre Erfahrungen in Südafrika sowie ihr Engagement in Europa zeigen, wie eng Fragen von Klimaschutz, sozialer Gerechtigkeit und globaler Verantwortung miteinander verknüpft sind.
Ermöglicht wird das Deutschlandstipendium durch das Engagement von 15 Förderinnen und Förderern, darunter langjährige Partner wie die GLG mbH, der Ostdeutsche Sparkassenverband, die Johannes-Schubert-Stiftung, die Wissenschaftsstiftung der Sparkasse Barnim oder die Stiftung Zukunft Jetzt!.
Alle Förderer des Deutschlandstipendiums an der HNEE im Überblick:
- Eberswalder Hochschulgesellschaft e. V.
- CoCo Real GmbH
- GLG Gesellschaft für Leben und Gesundheit mbH
- IHK Ostbrandenburg
- Ostdeutscher Sparkassenverband
- Ingenieurbüro Ralf Dieme
- Johannes-Schubert-Stiftung
- Dr. Steffen Richter
- Stiftung "Natur im Norden"/ Hildrun und Ruprecht Müller Fonds
- Ursula und Günther Deininger
- Wissenschaftsstiftung der Sparkasse Barnim
- Stiftung Zukunft Jetzt!
- Reinhard und Monika Kampmann-Stiftung
- Globus Naturkost
- Altner-Combecher-Kohler Stiftung
Insgesamt wurden 28 fachgebundene Stipendien vergeben.
Die Auswahl der Stipendiatinnen erfolgte durch eine Kommission aus Vertreterinnen der Hochschule, darunter Prof.in Uta Steinhardt (Vizepräsidentin für Studium und Lehre), Professor*innen sowie studentische Mitglieder.
Mit dem Deutschlandstipendium stärkt die HNEE gezielt engagierte Studierende, die Verantwortung übernehmen und nachhaltige Entwicklungen aktiv mitgestalten – regional wie global.