Rangerteams arbeiten gemeinsam an der Weiterentwicklung des Schutzgebietsmanagements
Am 23. Oktober 2026 fand an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) ein Workshop im Rahmen des BRI-Projekts „RANGER – Shaping the Future of Protected Area Management by Rangers“ statt. Die Veranstaltung brachte Akteurinnen und Akteure des Schutzgebietsmanagements im Naturpark Barnim zusammen. Ziel war es, gemeinsam Perspektiven für eine langfristige Weiterentwicklung und nachhaltige Gestaltung des von Rangerinnen und Rangern getragenen Schutzgebietsmanagements im Naturpark zu erarbeiten.
Der Naturpark Barnim ist ein länderübergreifender Naturpark, der gemeinsam von den Ländern Brandenburg und Berlin getragen wird. Eine Besonderheit ist seine Organisationsstruktur: Das Schutzgebietsmanagement durch Rangerinnen und Ranger liegt in der Verantwortung von drei verschiedenen Organisationen – der Naturwacht Brandenburg, dem Bezirk Pankow und der Stiftung Naturschutz Berlin. Die Zusammenarbeit dieser drei Organisationen macht den Naturpark Barnim zu einem besonderen Beispiel dafür, wie das Schutzgebietsmanagement durch Rangerinnen und Ranger in Deutschland organisiert werden kann.
Am Ranger-Workshop nahmen Vertreterinnen und Vertreter aller drei Organisationen teil, sowohl auf Leitungsebene als auch aus den Rangerteams. Im Mittelpunkt standen die gemeinsame Reflexion der unterschiedlichen Aufgabenbereiche und die Entwicklung von Ideen für deren weitere Ausgestaltung. Das Projektteam, bestehend aus Judith Kloiber (Projektkoordination und Forschung) und Lena Stumpf (Forschung), stellte eine Analyse des Schutzgebietsmanagements durch Rangerinnen und Ranger im Naturpark Barnim vor und moderierte den anschließenden Austausch.
Grundlage der Diskussionen waren die im Rahmen des RANGER-Projekts erarbeiteten „Qualitätsziele und Empfehlungen zur Weiterentwicklung des Schutzgebietsmanagements durch Rangerinnen und Ranger“. Diese richten sich nicht nur an Naturparke, sondern auch an Nationalparke, Biosphärenreservate sowie an Ranger-Dienste, die für Natura-2000-Gebiete außerhalb der Großschutzgebiete und für Naturschutzgebiete im städtischen Raum zuständig sind. Die Veröffentlichung der Qualitätsziele und Empfehlungen in der Schriftenreihe des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) ist für später in diesem Jahr vorgesehen.