Forschungsprojekt

Kontakt

Allgemeiner Kontakt

Prof. Dr. Martin Welp

Professur für Sozioökonomie und Kommunikation

Dr. Luise Porst

Projektkoordination

SMALLPAK - Innovationen für resiliente kleinbäuerliche Produktionssysteme im Punjab, Pakistan

Laufzeit:

11/2025 - 12/2028

Projektvolumen:

1.346.506 EURO

Kompetenzfelder:

Ökologie, Nachhaltige, standortangepasste Produktionssysteme, Regionale Wertschöpfung

Kooperationen:

Praxispartnerschaft

Mittelgebende:

Bundesmittel

Die überwiegende Mehrheit der Agrarproduzent*innen in Pakistan sind Kleinbäuerinnen und -bauern. Die Stärkung der Resilienz und der langfristigen Produktivität ihrer Anbausysteme ist entscheidend für die Ernährungssicherheit des Landes.
Kleinbäuerinnen und -bauern sehen sich vielfältigen Herausforderungen gegenüber: niedrigen Erträgen, zunehmenden klimatischen und anderen Umweltbelastungen, hohen Input preisen sowie volatilen Märkten. Dennoch werden ihre Bedürfnisse und Verwundbarkeiten in der pakistanischen Agrarpolitik häufig vernachlässigt. Diese setzt überwiegend auf Modernisierungsansätze, die vor allem größeren landwirtschaftlichen Betrieben zugutekommen. Auch die nationale Agrarforschung konzentriert sich stark auf technische Innovationen und schenkt den spezifischen Herausforderungen, Perspektiven und dem lokalen Wissen von Kleinbäuerinnen und -bauern nur geringe Aufmerksamkeit. 

SMALLPAK adressiert diese Lücke in Forschung und Agrarpolitik. Das Projekt rückt die kleinbäuerliche Landwirtschaft in den Mittelpunkt und fördert integrative, transdisziplinäre Perspektiven auf Agrar- und Ernährungssysteme. Der Schwerpunkt liegt auf der Provinz Punjab, in der mehr als die Hälfte der ländlichen Bevölkerung lebt. Die dortige, überwiegend kleinbäuerliche Landwirtschaft ist entscheidend für die Ernährungssicherung des Landes und trägt rund 40 % zur nationalen Agrarproduktion bei.

Ziel ist die Analyse und Verfügbarmachung lokal erprobter, sozial angepasster und ökologisch nachhaltiger Innovationen für kleinbäuerliche Produktionssysteme, die in der Region und darüber hinaus direkt von den eingebundenen Entscheidungsträgern und Praxispartnern verbreitet werden können. Weitere Ziele sind das capacity building von Wissenschaftler*innen, kleinbäuerlichen Gemeinschaften und Entscheidungsträgern zur Stärkung von Agrarpolitikstrategien, die explizit die Bedürfnisse von Kleinproduzent*innen in den Blick nehmen.

Das Projekt konzentriert sich auf die Provinz Punjab und analysiert, wie kleinbäuerliche Produktionssysteme sozial angepasst und ökologisch nachhaltig gestärkt werden können. Auf Grundlage lokalen Wissens und neuer Technologien werden innovative Ansätze identifiziert, bewertet und praxisnah weiterentwickelt. 

Es umfasst drei zentrale Module: 

(1) lokale Innovationen mit Fokus auf multifunktionale, integrierte und resiliente Anbauweisen, 

(2) digitale Innovationen zur Unterstützung von Kleinbäuerinnen und -bauern bei Produktivitätssteigerung und dem Umgang mit Klima- und Umweltrisiken sowie 

(3) organisatorische Innovationen, die den Zugang zu Märkten, Betriebsmitteln und Wissen durch neue Formen sozialer und ökonomischer Kooperation verbessern.


SMALLPAK verfolgt einen integrativen, partizipativen Ansatz und bindet Entscheidungsträger, Praxisakteure sowie insbesondere Kleinbäuerinnen und -bauern von Beginn an ein. Neben dem Beitrag zur Verbesserung landwirtschaftlicher Praxis stärkt es die Kompetenzen von Wissenschaftler*innen, kleinbäuerlichen Gemeinschaften und Entscheidungsträgern und trägt dazu bei, dass die politisch oft vernachlässigten Kleinbäuerinnen und -bauern wieder stärker auf die Agenda der Agrarpolitik gesetzt werden.

 

Mittelgebende

Bundesmittel

Förderlogo BMLEH mit Projektträger BLE - englisch

Kooperationen

Projektpartner

Muhammad Nawaz Shareef University of Agriculture, Multan (MNSUA) Lahore University of Management Sciences, Lahore (LUMS) Universität Hildesheim (UHI)
Das Verbundvorhaben wird Digitalisierung und nachhaltige Entwicklung künftig in und für die Region voranbringen.
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