Forschungsdatenmanagement
Die Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) versteht Forschungsdaten als einen zentralen Bestandteil wissenschaftlicher Arbeit und als wertvolle Ressource für Forschung, Lehre und gesellschaftlichen Erkenntnisgewinn. Zu Forschungsdaten zählen laut Deutscher Forschungsgemeinschaft unter anderem Messdaten, Laborwerte, audiovisuelle Materialien, Texte, Umfrage- und Surveydaten, Sammlungsobjekte oder Proben, die im Rahmen wissenschaftlicher Prozesse entstehen, erhoben oder ausgewertet werden. Auch methodische Werkzeuge wie Fragebögen, Software oder Simulationen können eigenständige Forschungsergebnisse darstellen und sind damit Teil eines umfassenden Forschungsdatenbegriffs.
FAIR in der Forschung
Ein professionelles Forschungsdatenmanagement (FDM) schafft die strukturellen und organisatorischen Voraussetzungen dafür, dass diese Daten qualitätsgesichert, nachvollziehbar und langfristig nutzbar bleiben. Leitend sind dabei die FAIR-Prinzipien: Findable, Accessible, Interoperable, Reusable.
Ziel ist es, Forschungsdaten so aufzubereiten und zu dokumentieren, dass sie dauerhaft auffindbar, zugänglich, interoperabel und nachnutzbar sind – unter Berücksichtigung rechtlicher, ethischer und datenschutzrechtlicher Anforderungen. Damit wird nicht nur die gute wissenschaftliche Praxis gestärkt, sondern auch Transparenz und Vertrauen in Forschung gefördert.
Die HNEE verankert Forschungsdatenmanagement ausdrücklich im Kontext der Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis. Mit der am 23.03.2022 veröffentlichten Satzung definiert sie verbindliche Grundsätze für wissenschaftliches Arbeiten und den Umgang mit Vorwürfen wissenschaftlichen Fehlverhaltens. Der verantwortungsvolle Umgang mit Forschungsdaten ist dabei ein wesentliches Element.
Ergänzend dazu unterstützt die am 28.09.2022 beschlossene Forschungsdaten-Leitlinie der HNEE den Kulturwandel hin zu mehr Offenheit und Transparenz in Wissenschaft und Lehre. Sie formuliert Orientierungspunkte für den gesamten Datenlebenszyklus – von der Planung über die Erhebung und Dokumentation bis hin zur Archivierung und möglichen Veröffentlichung von Daten.
Mit der am 27.09.2023 vom Senat verabschiedeten Forschungsdatenstrategie 2023–2025 verfolgt die HNEE das Ziel, FDM strukturell zu institutionalisieren und strategisch weiterzuentwickeln. Die Strategie steht im Einklang mit der Forschungsdatenstrategie des Landes Brandenburg (verabschiedet am 18.07.2022 durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg sowie die Brandenburgische Landeskonferenz der Hochschulpräsident*innen) und trägt zur nachhaltigen Etablierung eines landesweit abgestimmten Forschungsdatenmanagements bei.
Forschungsdatenmanagement an der HNEE verbindet damit wissenschaftliche Qualitätsstandards mit dem Anspruch auf Offenheit, Nachvollziehbarkeit und gesellschaftliche Verantwortung.
Aktuell können wir Ihnen in folgenden Bereichen helfen:
- Unterstützung bei der Formulierung von Aussagen zur Handhabung von Forschungsdaten in Forschungsanträgen, hierfür halten wir Textbausteine und Formulierungsvorschläge bereit
- Beratung zu Forschungsdatenmanagement im Kontext von Datenschutz bzw. ethischen Fragestellungen
- Beratung bei der Aufstellung von Datenmanagementplänen
- regelmäßige Informationsbereitstellung von Neuerungen im Forschungsdatenmanagement, z. B. neue Anforderungen von Mittelgebenden, neue Publikationen etc.
Arbeitsgruppe Forschungsdaten
Die interne Arbeitsgruppe zum Forschungsdatenmanagement bringt die strukturelle Verankerung von Forschungsdatenmanagement in der HNEE voran und erweitert gleichzeitig das Beratungs- und Unterstützungsangebot des Forschungsservice mit Bezug zum Thema. So werden z. B. auch Spezialthemen kollegial beraten. Der Gruppe gehören daher nicht nur Expertinnen und Experten an, die sich im Bereich der Antragsstellung auskennen, sondern auch solche aus der IT, dem Datenschutz, der Bibliothek und fachlich ausgewiesene Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler.
Professur für Environmental Big Data Analytics
Professur Tierhaltung im ökologischen Landbau, Vizepräsidentin für Forschung und Transfer
Referentin für Organisationsentwicklung