HNEE-Expertise für zukunftsfähige Landwirtschaft und genetische Vielfalt

Klimawandel, Biodiversitätsverlust und zunehmende Wetterextreme zeigen immer deutlicher: Ernährungssicherung, Wettbewerbsfähigkeit und Ressourcenschutz müssen gemeinsam gedacht werden. Die Rolle genetischer Ressourcen dabei war Mitte Mai Thema eines fachlichen Austauschs am IPK Leibniz-Institut in Gatersleben mit Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer, dem Wissenschaftlichen Beirat für Biodiversität und Genetische Ressourcen sowie Vertreter*innen aus Forschung und Politik.

Von der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) nahm Prof. Dr. Inga Schleip teil. Sie ist Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat für Biodiversität und Genetische Ressourcen und bringt dort ihre Expertise zu nachhaltiger Landnutzung, Agrarsystemen und Biodiversität ein.

Im Mittelpunkt des Austauschs stand die Bedeutung genetischer Ressourcen für eine zukunftsfähige Landwirtschaft. Die Vielfalt von Nutztierrassen, Kulturarten und Sorten ist eine zentrale Grundlage für Ernährungssicherung, Anpassungsfähigkeit und Resilienz. Gerade unter den Bedingungen des Klimawandels braucht es Forschung, Innovationen und praxisnahe Lösungen, um landwirtschaftliche Systeme widerstandsfähiger zu machen und natürliche Ressourcen langfristig zu erhalten.

Gemeinsam mit dem Wissenschaftlichen Beirat übergab Prof. Dr. Inga Schleip die aktuelle Stellungnahme zur Durchführung der EU-Wiederherstellungsverordnung und zur Gemeinsamen Agrarpolitik nach 2027. Darin geht es um die Frage, wie Biodiversität, genetische Vielfalt und agrarpolitische Rahmenbedingungen künftig besser zusammengedacht werden können.

Der Austausch bot zugleich Einblicke in die Arbeit des IPK Leibniz-Instituts, unter anderem bei einer Führung durch die Genbank. In der anschließenden Diskussion standen genetische Ressourcen, Bodenschutz und agrarpolitische Weichenstellungen im Mittelpunkt.

Mit ihrer Beteiligung bringt sich die HNEE dort ein, wo wissenschaftliche Expertise, politische Beratung und die Transformation der Landnutzung zusammenkommen. Damit wird sichtbar, welchen Beitrag die Hochschule zu aktuellen Zukunftsfragen leistet – von Biodiversität und Klimaanpassung bis hin zu resilienten Agrar- und Ernährungssystemen.