Neue Professur für Landschaftsplanung und Regionalentwicklung an der HNEE

Mit Prof. Dr. Ulf Stein gewinnt die Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) seit dem 1. März 2026 einen ausgewiesenen Experten für nachhaltige Landschaftsentwicklung, Wasserressourcenmanagement und Biodiversitätsschutz. In der Professur für Landschaftsplanung und Regionalentwicklung wird er künftig Lehre und Forschung zu zentralen Zukunftsfragen wie klimaresilienten Landschaften, naturbasierten Lösungen und nachhaltiger Regionalentwicklung weiterentwickeln.

An der HNEE wird Prof. Dr. Ulf Stein in den Studiengängen Landschaftsnutzung und Naturschutz (B. Sc.) sowie Nachhaltige Regionalentwicklung (M. Sc.) lehren. Ein besonderes Anliegen ist ihm dabei die Verbindung von wissenschaftlichen Grundlagen mit praktischen Anwendungen. Studierende sollen frühzeitig an aktuelle Forschungsfragen herangeführt werden und gleichzeitig Einblicke in die Umsetzung planerischer Konzepte erhalten.

Die Professur beschäftigt sich insbesondere mit raumbezogenen Theorien, Methoden und Instrumenten auf unterschiedlichen Planungsebenen sowie Umweltprüfverfahren. Landschaftsplanung versteht Prof. Dr. Ulf Stein dabei sowohl als querschnittsorientierten Ansatz als auch als Fachplanung für Naturschutz und Landschaftspflege.

„Gerade dieses interdisziplinäre Verständnis eröffnet zahlreiche Anknüpfungspunkte zu anderen Fachgebieten an der HNEE“, sagt Prof. Dr. Stein. „In der Zusammenarbeit mit Kolleginnen und Kollegen aus unterschiedlichen Disziplinen sehe ich großes Potenzial, um komplexe Fragen nachhaltiger Regionalentwicklung gemeinsam zu bearbeiten.“

Ein besonderer Schwerpunkt seiner Arbeit liegt auf der Entwicklung von Strategien zur Anpassung von Landschaften an den Klimawandel. Dazu zählen Konzepte wie Schwammstädte und Schwammlandschaften, die helfen sollen, Landschaften widerstandsfähiger gegenüber Extremereignissen zu machen und Wasserressourcen nachhaltiger zu nutzen.

„Angesichts von Klimawandel, Biodiversitätsverlust und gesellschaftlicher Transformation wird die Bedeutung langfristiger Strategien für die Entwicklung von Landschaften weiter zunehmen“, betont er. „Hochschulen wie die HNEE können dabei eine wichtige Rolle spielen, indem sie wissenschaftliche Erkenntnisse, praxisnahe Ausbildung und gesellschaftlichen Dialog miteinander verbinden.“

Der Wechsel an die HNEE ist für ihn auch persönlich bedeutsam: „Es reizt mich besonders, wieder stärker im nordostdeutschen Raum zu arbeiten und mich dem Schutz und der nachhaltigen Entwicklung der mir vertrauten Natur- und Kulturlandschaften zu widmen.“

Prof. Dr. Stein wurde in Waren (Müritz) geboren und studierte Landschafts- und Freiraumplanung an der Universität Hannover. Bereits während seines Studiums sammelte er internationale Erfahrungen durch Aufenthalte in Kanada und Dänemark, wo er unterschiedliche Planungsansätze kennenlernen konnte. Seine berufliche Laufbahn begann er in der landschaftsplanerischen Praxis im Planungsbüro Faktorgruen in Denzlingen bei Freiburg, wo er Städte und Gemeinden zu Fragen des Naturschutzes und der räumlichen Entwicklung beriet.

Anschließend kehrte er in die Wissenschaft zurück und arbeitete als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Kassel, wo er in den Fachgebieten Fließgewässerökologie, Fließgewässerentwicklung sowie Wasserbau und Wasserwirtschaft tätig war und im Fachbereich Architektur, Stadtplanung und Landschaftsplanung promovierte.

Von 2011 bis 2025 war Prof. Dr. Stein am Ecologic Institut in Berlin tätig, wo er den Arbeitsbereich Water Studies koordinierte und in zahlreichen inter- und transdisziplinären Forschungsprojekten auf nationaler und internationaler Ebene arbeitete. Darüber hinaus war er mehrere Jahre als Experte für europäische Institutionen tätig, unter anderem für die Europäische Umweltagentur und die Europäische Kommission.

Zuletzt begleitete er bei PD – Berater der öffentlichen Hand nachhaltige Transformationsprozesse in der öffentlichen Verwaltung im Bereich Nachhaltigkeit, Umwelt und Klima.