Neue Professur für Acker- und Pflanzenbau im Ökolandbau an der HNEE

Mit Prof. Dr. Andreas Muskolus besetzt die Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) seit dem 1. April 2026 die Professur für Acker- und Pflanzenbau im Ökolandbau neu. Mit seiner langjährigen Erfahrung an der Schnittstelle von Forschung und landwirtschaftlicher Praxis stärkt er das Profil der HNEE im Bereich nachhaltiger Landnutzungssysteme.

Prof. Muskolus wurde in Leipzig geboren und wuchs auf einem landwirtschaftlichen Betrieb in Sachsen-Anhalt auf. Er studierte Pflanzenbauwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin und absolvierte anschließend einen Master in Natural Resources Management an der Cranfield University in Großbritannien. Seine Promotion im Pflanzenbau schloss er ebenfalls an der Humboldt-Universität ab. Nach wissenschaftlichen Stationen an der Universität Southampton und dem Institut für Zuckerrübenforschung in Göttingen leitete Prof. Muskolus in den vergangenen 15 Jahren eine pflanzenbauliche Versuchsstation im Havelland. Dort verband er Forschung und praktische Landwirtschaft in besonderer Weise und arbeitete sowohl mit öffentlichen Auftraggeber*innen als auch mit der Privatwirtschaft zusammen.

Die Professur verfolgt einen ausgeprägt praxisnahen und systemischen Ansatz. Im Mittelpunkt stehen die Wechselwirkungen zwischen Anbaumanagement, Standort- und Klimabedingungen sowie deren Auswirkungen auf Erträge, ökologische Prozesse und nachhaltige Produktionssysteme. Daraus ergeben sich vielfältige Anknüpfungspunkte innerhalb der Hochschule, etwa zur Agrarökologie, Bodenkunde, Phytomedizin, zu Technologien im Pflanzenbau sowie zu GIS und Fernerkundung.

„Besonders reizt mich der ökologische Schwerpunkt des Acker- und Pflanzenbaus sowie die enge Verzahnung von Lehre, Forschung und Praxis an der HNEE“, sagt Prof. Muskolus. 

In der Lehre ist Prof. Muskolus im Bachelorstudiengang Ökolandbau und Vermarktung sowie im Masterstudiengang Ökologische Landwirtschaft und Ernährungssysteme tätig. Ziel ist es, Studierende für die komplexen Zusammenhänge landwirtschaftlicher Entscheidungen zu sensibilisieren und sie auf die Herausforderungen einer nachhaltigen Transformation vorzubereiten.

In seiner Forschung beschäftigt er sich unter anderem mit nachhaltigen Düngesystemen, der Nutzung von Recyclingdüngern, der Emissionsminderung sowie dem Einsatz moderner Technologien im Pflanzenbau. Zentrale Zukunftsfragen sieht er in der Anpassung landwirtschaftlicher Systeme an den Klimawandel sowie in der Verbindung von ökologischer Nachhaltigkeit und wirtschaftlicher Tragfähigkeit.

Mit der Neuberufung stärkt die HNEE ihre Position als praxisnahe und forschungsstarke Hochschule im Bereich nachhaltiger Landwirtschaft und Ernährungssysteme.

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