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Projektleitung

Prof. Dr. Georg Miribung

Professur für Recht und Politik im Wald- und Umweltbereich

Brandenburg Regionalentwicklung (BBRegE)

Laufzeit:

09/2025 - 09/2028

Projektvolumen:

35.000 EURO

Kompetenzfelder:

Bildung für nachhaltige Entwicklung, Wissenschafts- und Hochschulforschung

Kooperationen:

Strategische Partnerschaft

Mittelgebende:

EU-Mittel

Das Projekt „Brandenburg Regionalentwicklung (BBRegE)“ ist ein Jean-Monnet-Modul (JMM) im Rahmen des Erasmus+-Programms und wird an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) umgesetzt.

Projektverantwortlicher und Leiter ist Prof. Dr. Georg Miribung. Das Projekt wird gefördert durch das Erasmus+-Programm der Europäischen Union, Programmbereich Jean Monnet. 

Jean-Monnet-Module sind durch die Europäische Union geförderte Lehr- und Forschungsprojekte, die das Ziel haben, Wissen über die Europäische Union, ihre Politik, ihr Recht und ihre Werte in Hochschullehre und Gesellschaft zu stärken. Sie richten sich nicht nur an Studierende, sondern ausdrücklich auch an Akteure außerhalb der Hochschule, etwa Schulen, Zivilgesellschaft, Verwaltung und Politik. Jean-Monnet-Module fördern damit den Dialog über Europa und tragen zur Stärkung demokratischer Werte bei. 

Das Projekt ist auf eine Laufzeit von 36 Monaten angelegt (drei Jahre). 

Im Mittelpunkt des Projekts steht die Vermittlung europäischer Wirtschafts-, Umwelt- und Nachhaltigkeitspolitik mit besonderem Bezug zur Region Brandenburg. In Lehrveranstaltungen, Workshops und interdisziplinären Formaten befassen sich Studierende unter anderem mit: 

  • europäischem Wirtschafts- und Umweltrecht 

  • Klimawandel, Biodiversität und europäischer Umweltpolitik 

  • europäischer Forst- und Agrarpolitik 

  • nachhaltigem Wirtschaften und europäischen Werten 

Die europäischen Inhalte werden studiengangsübergreifend in bestehende Studiengänge integriert und mit praxisnahen, innovativen Lehrformaten verbunden. 

Das Projekt stärkt den Dialog zwischen Wissenschaft, Gesellschaft und Politik und fördert das Verständnis für die Funktionsweise der Europäischen Union und ihre demokratischen Grundwerte. Die Ergebnisse des Projekts – darunter Lehrmaterialien, öffentliche Workshops, eine Projektwebseite, ein Lehrbuch und wissenschaftliche Publikationen – werden öffentlich zugänglich gemacht und langfristig in Studium und Lehre an der HNEE verankert. 

Neben der HNEE sind verschiedene interne und externe Akteure beteiligt:

  • Interne Akteure aus der HNEE 

    • Prof. Georg Miribung 

    • Prof. Uwe Demele 

    • Prof. Alexander Conrad 

    • Dr. Astrid Schilling 

    • Dr. Josefa Scalisi 

    • Dr. Steffi Schneemilch 

    • Manuela Pelz, Zentrum für Internationale Angelegenheiten 

  • Europäische Partnerhochschulen und Forschungseinrichtungen, u. a. aus Italien und Österreich 

    • Dr. Christian Hoffmann, Europäische Akademie Bozen 

    • Prof. Mariagrazia Alabrese, Scuola Superiore Sant’Anna Pisa 

    • Prof. Markus Frischhut, Management Center Innsbruck 

  • Regionale Partner, darunter Schulen, zivilgesellschaftliche Akteure und regionale Einrichtungen 

  • Präsenzstelle Schwedt/Uckermark und  

  • Euroregion Pommerania zur Stärkung des regionalen und grenzüberschreitenden Dialogs 

Aus dem Projekt

Das Jean-Monnet-Modul BBRegE läuft seit September 2025. Auf dieser Seite dokumentieren wir fortlaufend, was in Lehre, Workshops und Publikationen daraus geworden ist.

Europarecht in der Lehre

Europarechtliche Inhalte sind inzwischen fester Bestandteil von zwei Lehrveranstaltungen der HNEE. Im Studiengang International Forest Ecosystem Management gehören sie zum Teilmodul „Environmental Policy and Law“ im dritten Semester, im Studiengang Nachhaltige Ökonomie und Management zur Lehrveranstaltung „Wirtschafts- und Umweltrecht“, ebenfalls im dritten Semester.

Der Zugang ist in beiden Fällen derselbe: Das Recht der Europäischen Union steht in der Mitte, und von dort geht es in zwei Richtungen. Nach oben zum Welthandelsrecht und zum internationalen Umweltrecht, nach unten zur Umsetzung in Deutschland und in Brandenburg. Studierende sehen so, woher eine Regelung kommt und was am Ende von ihr übrig bleibt, wenn sie vor Ort angewendet wird. Wie stark die EU wirtschafts- und umweltpolitische Entwicklungen prägt, wird dabei sehr konkret.

Ergänzt wird die reguläre Lehre durch Gastbeiträge von Kolleginnen und Kollegen aus dem europäischen Ausland. 

Fälle mit KI bearbeiten – und die Ergebnisse überprüfen

Im Teilmodul Umweltrecht des sechsten Semesters im Studiengang Forstwirtschaft haben Studierende umweltrechtliche Fälle mit Unterstützung Künstlicher Intelligenz bearbeitet. Bedingung: Das verwendete Werkzeug und der eingesetzte Prompt mussten offengelegt werden. Die Ergebnisse wurden anschließend in der Aula präsentiert, gemeinsam diskutiert und, wo nötig, fachlich korrigiert.

Die Studierenden haben sich ihre Anwendungsbeispiele auf diesem Weg selbst erarbeitet. Es ging ausdrücklich nicht darum, KI-Ergebnisse zu übernehmen, sondern darum, sie kontrollieren zu können.

Internationale Projektwerkstätten

In den Projektwerkstätten bearbeiten Studierende verschiedener Studiengänge gemeinsam europäische und internationale Fragestellungen. Rechtliche, wirtschaftliche und ethische Perspektiven kommen dabei zusammen – was in der Sache naheliegt, im Studienalltag aber selten gelingt, weil die Fächer meist getrennt bleiben. Im ersten Projektjahr hat Prof. Dr. Markus Frischhut vom Management Center Innsbruck einen Beitrag übernommen und zum Thema KI/Datenschutz referiert. 

Dialog und Wissenstransfer

Das Projekt richtet sich nicht nur an Studierende. Ein zweiter Strang führt aus der Hochschule hinaus – zu Schulen, in die Zivilgesellschaft, zu regionalen Einrichtungen.

Bürgerworkshop in Schwedt

Gemeinsam mit der Präsenzstelle Schwedt/Uckermark haben wir einen öffentlichen Workshop zur Europäischen Union und zur regionalen Entwicklung angeboten. Es ging um die Funktionsweise der europäischen Institutionen, um demokratische Entscheidungsprozesse und um die Frage, was grenzüberschreitende Zusammenarbeit für die deutsch-polnische Grenzregion praktisch bedeutet.

Der Workshop wird im Sommersemester 2027 erneut stattfinden.

Workshops an Schulen

Zusammen mit Dr. Astrid Schilling und Dr. Steffi Schneemilch ist ein Workshopformat für Schülerinnen und Schüler entstanden und am Barnimer Oberstufenzentrum durchgeführt worden. Es vermittelt europäische Institutionen, demokratische Werte und Entscheidungswege altersgerecht und mit möglichst wenig Institutionenkunde im Frontalformat.

Im kommenden Wintersemester wird das Format gemeinsam mit der Präsenzstelle Schwedt/Uckermark an einem Gymnasium in Schwedt angeboten und dabei weiterentwickelt. Eine erneute Durchführung ist zudem für das Sommersemester 2027 vorgesehen.

Publikationen und Lehrbuch

Die Themen des Moduls werden wissenschaftlich weiterverfolgt. Veröffentlicht beziehungsweise im Druck sind:

  • ein Beitrag zur Europäischen Genossenschaft im Handbuch Genossenschaften;
  • ein Beitrag zum Agrarrecht im Jahrbuch des Agrarrechts.

In Arbeit sind:

  • ein Beitrag zur EU-Entwaldungsverordnung;
  • ein Beitrag zu Recht und Transformationsforschung, diskutiert am Beispiel des European Green Deal;
  • ein gemeinsamer Beitrag zu den Nachhaltigkeitsberichtspflichten nach den Vorgaben der einschlägigen EU-Richtlinie, zusammen mit Kolleginnen und Kollegen der Westpommerschen Technischen Universität Stettin;
  • ein interdisziplinäres Lehrbuch zu Recht, Wirtschaft und Ethik, gemeinsam mit Prof. Dr. Uwe Demele.

Das Lehrbuch richtet sich vor allem an Studierende nichtjuristischer Studiengänge. Es soll europäische Wirtschafts-, Umwelt- und Nachhaltigkeitsfragen so aufbereiten, dass man sie ohne juristische Vorbildung durchdringen kann – und ohne dass die ökonomische und die ethische Seite dabei unter den Tisch fallen.

Was als Nächstes ansteht

Für das zweite Projektjahr sind unter anderem vorgesehen:

  • Gastbeiträge von Prof. Mariagrazia Alabrese (Scuola Superiore Sant’Anna Pisa) und Dr. Christian Hoffmann (Eurac Research, Bozen) im Teilmodul Environmental Policy and Law im kommenden Wintersemester;
  • Beiträge zur europäischen und internationalen Forstpolitik im Kurs Forstpolitik des ersten Semesters im Studiengang Forstwirtschaft, einschließlich der damit verbundenen Gerechtigkeitsfragen;
  • Weiterentwicklung des Schulworkshops und Durchführung an einem Gymnasium in Schwedt;
  • Fortführung der KI-gestützten Lehre und der internationalen Projektwerkstätten;
  • Vorbereitung des Wahlpflichtmoduls „Environmental Law and Certification“ für das Sommersemester 2027;
  • Weiterarbeit an den Publikationen und am Lehrbuch;
  • stärkere Einbindung europäischer Partnerhochschulen.

Förderhinweis

Das Projekt „Brandenburg Regionalentwicklung (BBRegE)“, Projektnummer 101240755, wird von der Europäischen Union im Rahmen des Programms Erasmus+, Programmbereich Jean Monnet, gefördert.

Von der Europäischen Union finanziert. Die geäußerten Ansichten und Meinungen entsprechen jedoch ausschließlich denen des Autors bzw. der Autoren und spiegeln nicht zwingend die der Europäischen Union oder der Europäischen Exekutivagentur für Bildung und Kultur (EACEA) wider. Weder die Europäische Union noch die EACEA können dafür verantwortlich gemacht werden.

Mittelgebende

Erasmus+

Finanziert von der Europäischen Union