Eberswalder Symposium für UmweltbildungOffenheit für alle Ansätze von Bildung und Kommunikation sowie für alle Erfahrungsquellen, die die Mensch-Natur-Beziehung in Vergangenheit und Gegenwart betreffen (mit Zielorientierung auf die gesellschaftliche Praxis).
Interdisziplinarität: Konsequente Einbeziehung von Fachwissenschaftlern aus Human-, Natur-, Sozial- und Geisteswissenschaften (biopsychosozial)Integration: Zusammenführung sowohl unterschiedlicher, auch kontroverser Wissenschaftserkenntnisse als auch von Praxiserfahrungen und -erfordernissen zur weiteren theoretischen und methodischen Qualifizierung der Umweltbildungspraxis.
Zukunftsorientierung in ganzer Breite, von der Förderung von Naturkompetenz bis zur Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Prozessen und Konflikten, neue Denkweisen und geistig-spirituellen Fragen (Kulturwandel)
Problemorientierung: Anregung, Information, Auseinandersetzung, Fragen stellensollen stärker im Vordergrund stehen als fertige Rezepte. Jährlich wechselnde Rahmenthemen.
Plattform für einen breiten Dialog zwischen Wissenschaft und Praxis durch Einbeziehung prominenter Fachwissenschaftler, Absolventen der FH und Umweltbildungspraktikern, Bereitstellung breiten Diskussionsraumes
Die moderne Gesellschaft hat Schwierigkeiten mit dem Thema Heimat: der wertepluralistischen Ideologie einer kosmopolitischen Flexibilität, die allzu oft von wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen aufgenötigt wird, widersetzt sich mit Hartnäckigkeit die Bodenhaftung einer Heimatbindung, einer Sehnsucht nach einem festen Ort, von dem man sich in Sicherheit abstoßen kann, um Lebensschwung zu bekommen (A.Mitscherlich). Dem „Spiegel“ war das Titelthema „Was ist Heimat?“ (Nr.15/ 7.4.2012) eine Novität wert: Die Ausgabe erschien für die 13 Bundesländer und Österreich und Schweiz mit unterschiedlichen Titelbildern zur jeweiligen Heimatregion. Neben rein soziologisch-historischen Vereinnahmungen der Diskussion zum Heimatbegriff („Darf“ man nach dem Missbrauch von „Heimat“ durch Kaiserreich, Faschismus und Sozialismus den Begriff überhaupt noch verwenden?) und den Versuchen einer Rechts-Links-Einordnung stehen universale, alltagspsychologische Phänomene des Verhaltens und der Werte vieler Bürger. Hat das Bedürfnis nach Heimat im Menschen vielleicht tiefe, bis ins Unterbewusste reichende Wurzeln? Können Entwurzelungen Leid und psychische Störungen hervorrufen? Gehört ein gerüttelt Maß an emotionaler und werthaltiger Beheimatung zu nachhaltiger Entwicklung dazu ? Wie entsteht „Beheimatung“, wie lässt die sich sinnvoll fördern? Wie können wir Heimat in der Bildungsarbeit nutzen?
Das diesjährige Symposium will mit evolutionsbiologischen, psychologischen, soziologischen, historischen und philosophischen Erkenntnissen zu etwas mehr Sicherheit im praktischen und theoretischen Umgang mit Heimat beitragen und den Dialog befördern.Wir laden Sie ein, Ihre Heimat in die Diskussion einzubringen und vielleicht auch ein Stück davon mitzubringen
Ab 9.30 Empfang, Anmeldung und Stehkaffee
Vormittagsprogramm |
1000 | Prof.Dr.W.-G.Vahrson, Präsident der HNE: Begrüßung und Eröffnung |
1010-1050 | Verbeek, Bernhard, Dortmund: Heimat: naturwissenschaftliche Analyse eines irrationalen Gefühls |
1050-1100 | Diskussion/Plenum |
1100-1140 | Mitzscherlich, Beate, Zwickau: Heimat als subjektive Sinnkonstruktion- zur Psychologie von Beheimatungsprozessen |
1140-1155 | Diskussion/Plenum |
1155-1210 | Drews, Arne und Hollerbach, Felix - Eberswalde: Heimat (er)finden - das Phänomen der Raumpioniere |
1210-1225 | Diskussion/Plenum |
Mittagspause 12.25-13.30
Nachmittagsprogramm |
13.30-1400 | Wolf Schluchter, Cottbus: Braunkohle macht die Heimat kalt - ein Bericht aus der Lausitz |
1400-1415 | Diskussion/Plenum |
1415-1435 | Patrick Thur, Eberswalde: HeimatLoose. Zuhause in der Unsicherheit des Oderbruchs |
1435-1445 | Diskussion/Plenum |
Kaffeepause 14.45-15.05
1505 -1535 | Regine Auster, Potsdam: Heimat - eine historische Spurensuche |
1535-1545 | Diskussion/Plenum |
1545-1605 | Malte Bläring, Eberswalde: Der Heimatbegriff im Naturschutz - Bedeutung und Konflikte |
1605-1645 | Reinhard Falter, München: Heimat gibt es nur im Plural - Die vielen Kulturen und |
1645-1700 | Diskussion/Plenum |
1700-18.00 | Abschlussforum - Wissenschaft und Praxis: |
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ab 1915 | Abendtreff in der Eberswalder „Bierakademie“ — Erfahrungsaustausch, gemütliches Miteinander |
Da jede/ jeder auch einen persönlichen Bezug zum Thema Heimat hat, möchten wir, dass Sie einen Gegenstand, Bild o.ä. mitbringen, den Sie mit Heimat verbinden. Alle „Mitbringsel“ werden in einer Art Ausstellung beim Symposium präsentiert. Falls nötig setzten Sie eine erläuternde Beschriftung hinzu, zum Beispiel Herkunftsort oder —region des Mitbringsels (max. ein Satz). Haftung für die ausgestellten „Mitbringsel“ können wir leider nicht übernehmen.
| Tagungsort und -büro | Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (FH), Stadtcampus, Aula (Hs.6), 16225 Eberswalde, Friedrich-Ebert-Straße 28. |
| Mittagessen | Kann in der Mensa auf dem Stadtcampus (Tagungsort) eingenommen werden |
| Pausenversorgung | Bioladen „Globus Naturwaren“ |
| Abendtreff Bierakademie | Eisenbahnstraße 27, 8 Minuten Fußweg vom Tagungsort |
| Anmeldung und Tagungsbeitrag | Wir bitten um rechtzeitige Anmeldung, da die Plätze begrenzt sind ! Per E-Mail: U.Symposium@hnee.de , Umweltbildungssymposium@hnee.de ; Bitte vorab überweisen bis zum 20. Mai 2012 auf folgendes Konto: Förderverein für Forschung und Lehre e.V.; Sparkasse Barnim; BLZ: 170 52 000; Konto: 31 20 16 56 29 Verwendungszweck: 4. Eberswalder Symposium |
| Leitung und Kontakt | Organisation: Johannes Giebermann, Kontakt: jgiebermann@hnee.de |
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| Programmorganisation: Prof.em.Dr.Norbert Jung, Kontakt: nbjung@gmx.de , Tel.030/ 4743934 |
| Vorbereitung | M.Bläring, O.Bauer, J.Grote, P.Lamprecht, K.Lehmann, F.Dießelberg, J.Giebermann, T.Hettich, N.Jung, H.Molitor, S.Perl, A.Schilling, |
| Veranstalter | Stiftung WaldWelten,Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (FH) |
Eberswalder Beiträge zu Bildung und Nachhaltigkeit
Herausgegeben von Norbert Jung, Heike Molitor und Astrid Schilling
Die Buchreihe vereint interdisziplinäre und integrative Beiträge zu ganzheitliche Umweltbildung, Bildung für nachhaltige Entwicklung und Bildung überhaupt, um fachwissenschaftliche Einengungen in Theorie und Praxis zu erweitern und weiter zu entwickeln. Der dabei verfolgte humanwissenschaftliche Ansatz geht von einer interdisziplinären Betrachtung des Menschen als biopsychosozialer Einheit aus. Ausgangspunkt der Beiträge ist das jährlich stattfindende Theorie-Praxis-Forum "Eberswalder Symposium für Umweltbildung".
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1. Juni 2012, 10 bis 18 Uhr
Rahmenthema
Spannungsfeld Heimat
Veranstaltungsort
Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (FH)
Kontakt & Anmeldung
Umweltbildungssymposium@hnee.de;