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Auf lokaler Ebene handeln, während der Dieselskandal schwelt

Sensoren für Feinstaubmessungen in Eberswalde

HNEE-Studierende bauen Sensoren zusammen, die Bürger*innen der Stadt Eberswalde ermöglichen sollen, selbstständig Feinstaubmessungen am eigenen Wohnobjekt durchzuführen. Pascal Herfort, Ramin Apitz und Inke Kühl (v.l.n.r) gehören zur Gruppe, die im Modul Umweltmanagement am Fachbereich Nachhaltige Wirtschaft, die Idee zum Projekt „Smells like“ hatten.
© HNEE 2018

Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) sucht Bürger*innen, die sich beim Projekt „Smells like“ beteiligen wollen, um Feinstaubmessungen selbstständig durchzuführen. Daten werden in interaktiver Karte eingespeist und bieten Möglichkeit, Pfade in der Innenstadt ausfindig zu machen, die weniger von Abgasen belastet sind.

Wo es in Eberswalde gut riecht, wird individuell mit der eigenen Nase entschieden. Wo es hingegen stinkt auch. Ein Forschungsteam am Fachbereich Nachhaltige Wirtschaft an der HNEE geht derzeit der Frage nach, wie Bürger*innen der Stadt, ihren Wohnort mitgestalten und ihn somit lebenswerter für sich und andere machen können. „Das geht zum Beispiel über Gerüche“, schlägt Dr. Thoralf Buller vor, der zusammen mit Studierenden an einer interaktiven Geruchskarte namens Smells like (engl. Riecht nach…) von Eberswalde arbeitet. Digital erfasst, können sich sowohl Bürger*innen als auch Tourist*innen auf Entdeckungstour begeben, um die Stadt aus einer ganz anderen Perspektive zu entdecken. Doch nicht nur das, sie können ab sofort auch aktiv an der Forschung der HNEE teilnehmen und Daten selbst generieren. „Das geht ganz einfach. Auf unserer interaktiven Karte wird der wahrgenommene Geruch beschrieben und hinterlegt. So entsteht ein Netz aus ganz verschiedenen Geruchspunkten, die zu Themenpfaden wie zum Beispiel einen Blumenpfad verbunden werden können“, erklärt der HNEE-Lehrbeauftragte das Prozedere.

Das Gleiche gilt auch für unangenehme Gerüche, wie sie beispielsweise vom Verkehr verursacht werden. Dass hierbei Feinstaub entsteht, kann man zwar nicht riechen, messbar ist die Verschmutzung jedoch schon. Und so gehen die Forscher*innen mit ihrer interaktiven Karte noch einen Schritt weiter. „Aktuell gibt es eine hitzige Debatte zu schädlichen Immissionen in Deutschlands Innenstädten, doch auf lokaler Ebene bleibt das Thema für Bürger*innen wenig greifbar. Mit unserer interaktiven Karte ändert sich das. Wir wollen Bürger*innen ermöglichen, selbst Feinstaub vor der eigenen Haustür zu messen und so Teil unserer Erhebung zu werden“, lädt Dr. Thoralf Buller ein. Interessierten Eberswalder*innen stellt die Hochschule kleine, handgroße Messsensoren kostenlos zur Verfügung, die an der eigenen Hausfassade angebracht werden können. Verbunden mit einer Software können diese dann Messdaten an die HNEE übermitteln und dort verarbeitet werden. „Ziel ist es, dass man auf der interaktiven Karte einsehen kann, wie die Feinstaubbelastung vor der eigenen Haustür, auf dem Schulweg oder Arbeitsweg aussieht“, nennt der HNEE-Lehrbeauftragte ein Szenario. So werde es für die Eberswalder*innen künftig sichtbar, wie es um die Luftverschmutzung steht. Sie selbst können dann entscheiden, wie sie ihre Wege durch die Stadt zurücklegen wollen — mitunter verzichten sie dann sogar auf ihr Auto.

Aufnahme ins Projektregister für interessierte Bürger*innen:

Aktuell sucht das HNEE-Forschungsteam interessierte Bürger*innen, die an dem Projekt mitwirken wollen. Sie können sich unter Angabe ihrer Kontaktdaten (Name, Anschrift, E-Mail und Telefonnummer) direkt an Dr. Thoralf Buller wenden. Von ihm erhalten Sie dann einen Zugang zur interaktiven Karte und werden über den Fortschritt des Projekts informiert. Zu gegebener Zeit werden Sie dann zu einem Workshop zum Umgang mit den Messgeräten an der HNEE eingeladen und geschult: thoralf.buller@hnee.de


Fachkontakt

Dr. Thoralf Buller
Fachbereich Nachhaltige Wirtschaft
Fachgebiet: Nachhaltige Unternehmensführung
E-Mail: thoralf.buller@hnee.de

Pressekontakt

Annika Bischof
Forschungs- und Transfermarketing
Hochschulkommunikation
Telefon: 03334 657-227
E-Mail: annika.bischof@hnee.de

Vollständige Pressemitteilung als PDF

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