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Stärkung des Wissens zur Entwicklung von Marketingkonzeptionen landwirtschaftlicher Betriebe

 

Zielsetzung

Im Rahmen des Teilprojektes ‚Wissensbedarfe für die Entwicklung von Marketingkonzeptionen’ sollen für die Zielgruppe der ökologisch wirtschaftenden Landwirte im Land Brandenburg für den Bereich Agrar- und Lebensmittelmarketing

  • das bisherige regionale berufliche Weiterbildungsangebot erfasst,

  • das Verhalten der Landwirte bezüglich der Kompetenzentwicklung analysiert und

  • die unterschiedlichen Anforderungen und Interessen ermittelt und bewertet werden.

Diese Ziele dienen der Gewinnung von Planungsdaten für eine Entwicklung neuer Lehr- und Lernkonzepte zur zukunftsorientierten beruflichen Weiterqualifizierung von Betriebsleitern und Mitarbeitern landwirtschaftlicher Betriebe sowie der Entwicklung deren Unternehmen im Bereich Agrar- und Lebensmittelmarketing. Der Ausbau regionaler Wertschöpfungsketten soll damit implizit gestärkt werden.

Im Fokus der Betrachtung stehen ökologisch wirtschaftende Landwirtschaftsbetriebe mit Direktvermarktung aus dem Land Brandenburg. Direktvermarktung wird dabei in einem weiteren Sinne definiert: Sie umfasst den Absatz landwirtschaftlicher Produkte an Endverbraucher (z.B. über Hofläden, Ab-Hof-Verkauf, Wochenmarktstände, direkt vom Straßenrand/Feld, Lieferdienste, Internetportale), an Wiederverkäufer wie andere Hofläden oder Einzelhändler und an Gastronomieunternehmen und Großverbraucher. Betrachtet werden insbesondere berufliche Weiterbildungsangebote, die der Aktualisierung oder Erweiterung beruflicher Kenntnisse und Fähigkeiten dienen und die formell, d.h. in Form von Kursen, Seminaren, Vorträgen, Info-Veranstaltungen, Tagungen und Fortbildungen stattfinden.

Projektpartner

Das Projekt beruht auf der Kooperation zwischen ökologisch wirtschaftenden Betrieben im Land Brandenburg, Schlüsselpersonen der Agrarwirtschaft und der beruflichen Bildung sowie der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (Abb.1).

 

 

Abbildung 1: Kooperationsbeziehungen im Arbeitsfeld Wissensbedarf für die Entwicklung von Marketingkonzepten

Arbeitsschritte

Abbildung 2 zeigt die Arbeitsschritte im Projektablauf. Ausgangspunkt war eine Bildungsbedarfsanalyse im Bereich Agrar- und Lebensmittelmarketing im Land Brandenburg. Dieser Bildungsbedarf wurde anhand verschiedener Einzelstrategien ermittelt, die zu einem systematischen Konzept zusammengebunden wurden. Unterschiedliche Instrumente (Methoden und kommunikationsorientierte Verfahren) zur Bedarfsermittlung wurden angewendet.


projektablauf

Abbildung 2: Arbeitsschritte im Projektverlauf

Im ersten Arbeitsschritt wurde eine Defizit- und Schwachstellenanalyse durchgeführt. Die Literaturanalyse anhand von relevanten Forschungsberichten, Fachartikeln, Projektberichten und Statistiken bestätigte die Annahme zum bestehenden Bedarf an Weiterbildungskonzepten. Auch Absatz- und Angebotsbarrieren für regionale Bio-Produkte im Raum Berlin-Brandenburg konnten identifiziert werden. Darüber hinaus wurde das regionale berufliche Weiterbildungsangebot im Bereich Agrar- und Lebensmittelmarketing für ökologisch wirtschaftende Landwirte ermittelt und nach Zielen und Inhalten gegliedert beschrieben. Im Mittelpunkt der Betrachtung standen Fortbildungsangebote, die sich den klassischen Aufgaben des Marketings zuordnen lassen.

Daraufhin erfolgte eine berufsbezogene Anforderungsanalyse in Form einer quantitativen Erhebung bei den ökologisch wirtschaftenden Betrieben für das Berufs- und Tätigkeitsfeld Agrar- und Lebensmittelmarketing sowie qualitativer Erhebungen bei Wiederverkäufern. Ergänzend wurde eine Zufriedenheitsanalyse bei Konsumenten durchgeführt. Die Erkenntnisse aus den verschiedenen Erhebungen mündeten in die Bedarfsanalyse im Land Brandenburg. Ausgewählte Ergebnisse aus dem ersten Arbeitsschritt finden Sie unter Seminare/Materialien.

Im Rahmen des zweiten Arbeitsschrittes wurden die gewonnenen Erkenntnisse durch Markt- und Bildungsexperten ergänzt und Handlungsempfehlungen abgeleitet. Es folgte im vierten Arbeitsschritt die Umsetzung ausgewählter Handlungsempfehlungen in entsprechende Angebote. Eine Erprobung der entwickelten Angebote gemeinsam mit Bildungsakteuren bildete den Abschlus.


Ansprechpartnerin

Evelyn Juister

 

(letzte Änderung: 31.03.2014 von Norman Utke)