Forschungsprojekt

Kontakt

Projektleitung

Prof. Dr. Eva-Maria Saliu

Professur Tierhaltung im ökologischen Landbau, Vizepräsidentin für Forschung und Transfer

Spulwurm im Schwein: Impferfolg und Barrieren-Integrität in mit Ascaris suum infizierten Schweinen

Laufzeit:

04/2026 - 03/2031

Projektvolumen:

483.700 EURO

Kompetenzfelder:

Ökologie

Kooperationen:

Strategische Partnerschaft

Mittelgebende:

Bundesmittel

Im Forschungsprojekt Spulwurm im Schwein: Impferfolg und Barrieren-Integrität in mit Ascaris suum infizierten Schweinen wird untersucht, wie parasitäre Infektionen die Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Immunabwehr von Schweinen beeinflussen. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Frage, inwieweit eine Infektion mit Ascaris suum die Wirksamkeit von Impfungen sowie die Integrität biologischer Barrieren beeinträchtigt.

Ascaris suum zählt zu den bedeutendsten Parasiten in der Schweinehaltung und kann durch Gewebeschäden u.a. in Darm, Leber und Lunge, einen erhöhten Energiebedarf für Reparaturprozesse sowie Veränderungen der Darmmikrobiota erhebliche Auswirkungen auf den Organismus haben. Es wird angenommen, dass diese Belastungen nicht nur Wachstum und Futterverwertung verschlechtern, sondern auch die Immunantwort auf Impfstoffe sowie die Widerstandsfähigkeit gegenüber opportunistischen Krankheitserregern reduzieren.

Die gewonnenen Erkenntnisse sollen zu einem besseren Verständnis der Wechselwirkungen zwischen Parasiteninfektionen, Immunfunktion und Tiergesundheit beitragen und damit wichtige Grundlagen für die Entwicklung nachhaltiger Gesundheitsstrategien in der Schweinehaltung schaffen. Das Projekt wird von der Forschungsgruppe Ökologische Tierhaltung der HNEE in Zusammenarbeit mit dem One Health Helminth DFG-Graduiertenkollegs der Freien Universität Berlin bearbeitet und leistet zugleich einen Beitrag zur Qualifizierung des wissenschaftlichen Nachwuchses.

Der Fokus liegt auf zwei miteinander verknüpften Teilprojekten: 

Teilprojekt 1 untersucht, ob Barriere-Störungen (v. a. in der Lunge) mit einer verminderten humoralen Antwort auf die PRRS‑Impfung und einer geringeren Resilienz gegenüber respiratorischen Pathogenen zusammenhängen. 

Teilprojekt 2 klärt, wie sich eine frühe vs. späte Exposition gegenüber A. suum langfristig auf Darmbarriere, Barriere-Reparatur, Nährstoffverdaulichkeit und Leistungsparameter auswirkt. Methodisch werden mechanistische in‑vitro-Modelle mit Tierstudien im Produktionssystem eines ökologischen Betriebs in Brandenburg kombiniert und durch eine A. suum-freie Kontrollfarm ergänzt.

Mittelgebende

Bundesmittel

Deutsche Forschungsgemeinschaft

Kooperationen

Freie Universität Berlin Leibnitz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung Robert Koch Institut Technische Universität Berlin Humboldt Universität zu Berlin
Das Verbundvorhaben wird Digitalisierung und nachhaltige Entwicklung künftig in und für die Region voranbringen.
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