HNEE setzt Zeichen für Diskriminierungsschutz
Die Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) hat einen wichtigen Schritt zur Stärkung einer respektvollen, chancengerechten und diskriminierungssensiblen Hochschulkultur vollzogen: Der Senat der HNEE hat am 26. November 2025 die neue Satzung zum Schutz vor und Umgang mit Diskriminierung (Antidiskriminierungssatzung) verabschiedet. Ziel der Satzung ist es, einen verbindlichen Rahmen zu schaffen, der Diskriminierung wirksam vorbeugt, Betroffene schützt und transparente Beratungs- und Beschwerdewege etabliert.
Die HNEE versteht sich als demokratische und weltoffene Institution, die Solidarität, Wertschätzung und Vielfalt als tragende Werte ihres Handelns verankert. Respekt, Chancengleichheit und der verantwortungsvolle Umgang miteinander sind zentrale Voraussetzungen für erfolgreiches Lernen, Lehren, Forschen und Arbeiten an der Hochschule. Mit der neuen Antidiskriminierungssatzung wird dieser Anspruch institutionell gestärkt und verbindlich abgesichert.
Die Satzung definiert Diskriminierung umfassend – unter anderem in Bezug auf Geschlecht und geschlechtliche Identität, ethnische Herkunft, sexuelle Identität, Behinderung, Religion, Alter, soziale Herkunft oder Aussehen – und berücksichtigt neben individuellen auch strukturelle und mehrdimensionale Formen (Intersektionalität). Sie schafft klare Grundsätze und ein verbindliches Diskriminierungsverbot, regelt transparente und verlässliche Beratungs- und Beschwerdewege, schützt Betroffene vor Benachteiligung und verankert präventive Maßnahmen, Fortbildungsangebote sowie eine systematische Dokumentation und Auswertung von Vorfällen.
Die Antidiskriminierungssatzung wurde maßgeblich von Maria Seidel entwickelt, die als Antidiskriminierungsbeauftragte auch künftig die strategische Weiterentwicklung der Antidiskriminierungsarbeit an der HNEE gestalten und vorantreiben wird. Ziel ist es, Diskriminierungsschutz dauerhaft in der Hochschulkultur zu verankern und präventive Strukturen nachhaltig auszubauen. In enger Zusammenarbeit mit bestehenden dezentralen Anlaufstellen und Beauftragten – etwa in der Studierendenberatung, der Gleichstellungsarbeit, der Schwerbehindertenvertretung sowie in studentischen Strukturen – wird ein verlässliches, niedrigschwelliges Unterstützungsnetzwerk kontinuierlich gestärkt und weiterentwickelt.
„Mit der neuen Satzung machen wir unmissverständlich deutlich, dass respektloses, diskriminierendes oder übergriffiges Verhalten an unserer Hochschule keinen Raum hat. Gleichzeitig schaffen wir transparente Strukturen, die Betroffenen Orientierung, Schutz und verlässliche Unterstützung bieten. Entscheidend ist, dass alle Mitglieder und Angehörigen der HNEE wissen, an wen sie sich wenden können und dass ihre Anliegen vertraulich, professionell und mit der notwendigen Sensibilität behandelt werden“, so Maria Seidel.
Künftig können Diskriminierungsfälle anonym erfasst und dokumentiert werden. Dadurch wird erstmals eine belastbare Datengrundlage geschaffen, um Entwicklungen sichtbar zu machen und Präventionsmaßnahmen gezielt weiterzuentwickeln.
Betroffene haben das Recht auf vertrauliche Beratung und können unabhängig davon formale Beschwerde einreichen. Zuständigkeiten, Verfahrensabläufe und mögliche Maßnahmen bei Verstößen sind transparent und datenschutzkonform geregelt. Ziel ist es, Antidiskriminierung dauerhaft als gelebte Haltung im Hochschulalltag zu verankern und eine offene, sichere und respektvolle Hochschulgemeinschaft aktiv zu fördern.
Mitglieder und Angehörige der HNEE erhalten im internen Bereich unter CampusWorks weitere Informationen und gelangen direkt zum Meldeformular.